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»Das bekommen wir schon hin«

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Tipps vom »Altmeister« Fritz Fischer erhält Biathletin Franziska Preuß derzeit beim Training in der Chiemgau-Arena in Ruhpolding. Dort bereitet sie sich gezielt vor, um an den kommenden Weltcups wieder teilnehmen zu können. (Foto: Wukits)

In der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena ist nach dem Weltcup das große Aufräumen angesagt. Mittlerweile hat auch wieder der Trainingsbetrieb begonnen. Und da war in den vergangenen Tagen zu sehen, dass der ehemalige Bundestrainer Fritz Fischer mit Franziska Preuß intensiv arbeitet.


Die 21-Jährige vom SC Haag ist verletzt und musste die Weltcups in Ruhpolding sowie den aktuellen in Antholz sausen lassen. Preuß leidet an einem schmerzhaften Haarriss am Steißbein und kämpft sich derzeit wieder ins Weltcupteam zurück.

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»Der DSV hat bei mir angefragt, ob ich mit Franziska am Stützpunkt arbeiten will. In alter Verbundenheit und väterlicher Freund habe ich gleich zugesagt«, sagt Fischer. Schließlich war Preuß von ihm in seinem Biathloncamp entdeckt worden.

»Es wird, Schritt für Schritt. Seit einigen Tagen kann ich mich wieder auf dem Ski bewegen«, freut sich die junge Sportlerin. Noch darf sie beim Langlaufen nicht übertreiben und läuft daher nur gerade. »Bei den guten Bedingungen macht das großen Spaß, nur kann und muss ich die Skatingumfänge langsam steigern«, erzählt Preuß.

Fritz Fischer hatte die Athletin beim Weltcup in Pokljuka am Fernseher beobachtet und festgestellt, dass sie lauftechnisch durch ihre Schmerzen nicht auf der Höhe war. Damals hatte sie Tabletten genommen, um an den Start gehen zu können. Zu Fritz Fischer hat sie größtes Vertrauen. »Er weiß einfach bestens Bescheid und er hat mich zum Biathlon gebracht. Deshalb ein riesengroßes Danke an den Fritz, dass er sich für mich Zeit nimmt.«

Für Franziska Preuß ist die Arbeit mit Fischer aber auch mit einer guten Dosis Spaß verbunden. »Trotzdem fordert er mich im Training, aber das bringt mich auch weiter.«

Schließlich will die 21-Jährige bei der Weltmeisterschaft in Oslo an den Start gehen – die Norm dazu hat sie bereits zum Saisonanfang erfüllt. Wenn alles klappt, wird Preuß bei den im Februar anstehenden Weltcups in Nordamerika wieder an den Start gehen. »Da bin ich recht optimistisch«, sagt sie. Diesen Optimismus teilt sie mit ihrem väterlichen Freund. »Das bekommen wir schon hin«, macht ihr Fischer Mut. SHu