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Dank Mölzl: Kirchanschöring siegt in Vilzing mit 1:0

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Kirchanschörings Spielertrainer Patrick Mölzl erzielte im Spiel der Fußball-Bayernliga Süd bei der DJK Vilzing den Siegtreffer für seine Mannschaft. (Foto: Butzhammer)

DJK Vilzing: Riederer, Novikow, Vogl (54. Ertl), Graf, Kordick (60. Reiser), Hamberger, Dietl, Niebauer, Völkl, Kufner (79. Feldmann), Schwander.


SV Kirchanschöring: Hoyer, Eder, Schmidhuber, Willinger, Straßer (46. Heinrich), Omelanowsky (46. Mölzl), Gürcan, Eimannsberger (89. Söll), Hofmann, Schild, Sturm.

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Schiedsrichter: Scharf (Pressath).

Zuschauer: 400.

Tor: 0:1 Mölzl (55.).

Besonderheit: Hoyer hält Foulelfmeter von Dietel (64.).

Mit einem verdienten 1:0-Auswärtssieg bei der DJK Vilzing meldete sich der SV Kirchanschöring eindrucksvoll vor 400 Zuschauern in der Fußball-Bayernliga Süd zurück. Das Tor des Tages gegen die Jugend- und Kooperationsschmiede des SSV Jahn Regensburg erzielte SVK-Spielertrainer Patrick Mölzl (55.).

Sein Co-Trainer Dominik Hausner war nach dem Spiel sichtlich gelöst. Nach der Niederlage gegen Bogen sei das Selbstvertrauen »sicherlich nicht hoch« gewesen. Aber, so der Chef-Analytiker weiter, sei seine Elf gut organisiert gewesen und hätte kaum etwas zugelassen. »Nach der Trinkpause waren wir auch besser im Spiel, gerade in den Zweikämpfen«, lobte Hausner. In der zweiten Halbzeit sei etwas Glück im Spiel gewesen.

Der Vilzinger Trainer Ulli Karmann war über die Niederlage verärgert: »Daheim 0:1 zu verlieren, ist nicht angenehm.« Seine Mannschaft hatte jetzt ein paar schöne Wochen, »heute ist es nicht so gut gelaufen«. Am Schluss hätte die Mannschaft mit viel Willen versucht, den Ausgleich zu erzielen: »Elfmeter verschossen, der Lattentreffer – das Spiel kann sicherlich auch 1:1 ausgehen«.

Gäste wird reguläres Tor aberkannt

54 Minuten waren im Süden Chams gespielt, ohne große Torchancen, als SVK-Stürmer Stephan Schmidhuber zwei Meter vor der rechten Strafraumgrenze zu Fall gebracht wurde. Der zur Pause eingewechselte Spielertrainer Mölzl legte sich das Leder zum Freistoß zurecht. In seiner unnachahmlichen Manier zirkelte Mölzl die Kugel links an der Mauer vorbei ins linke Torwart-Eck: 1:0 für die Gäste und Riesenjubel bei den vielen mitgereisten SVK-Anhängern.

Nur drei Minuten später wurde dem SVK ein Treffer wegen einer angeblichen Abseitsstellung aberkannt, das hätte die Vorentscheidung bedeuten können. Tobias Schild wurde mustergültig auf der linken Außenbahn in Szene gesetzt, ließ seinen Gegenspieler aussteigen, flankte in die Mitte und dort köpfte Christian Heinrich vom Elfmeterpunkt die Kugel rechts ins lange Eck. Bei der Video-Analyse auf der Rückfahrt im Bus sorgte die Szene bei den Spielern für Empörung: Der Abseitspfiff sei eine klare Fehlentscheidung gewesen, waren sie sich einig.

Fast hätte sich das noch gerächt: In der 64. Minute brachte SVK-Kapitän Albert Eder nach einem Angriff über links an der Grundlinie Michael Hamberger ungestüm zu Fall, der Unparteiische Constantin Scharf deutete sofort auf den Elfmeterpunkt. Markus Dietel trat für Vilzing zum Strafstoß an und scheiterte an SVK-Torwart Lu Hoyer. Die Gäste ließen in der Schlussphase nur noch einen Lattentreffer der Heimelf durch Dietel zu. Damit sackten sie am Ende verdient drei Punkte ein und knackten die Serie der Heimelf, die zuletzt drei Siege am Stück feiern konnte. mw