weather-image
23°

Daniel Federspiel siegt bei der Premiere

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Landrat Siegfried Walch (links) sowie Lea Aicher (Dritte von links) und Michelle Kecht (Fünfte von links) gratulierten den Siegern der Hipp-Trophy: Michael Mayer (zweiter Platz), Sieger Daniel Federspiel und Maxi Maier (dritter Platz). (Foto: Wirth)

Die Premiere ist geglückt: Die Hipp-Trophy für Bergradler mitten in Ruhpolding kam gut an – sowohl bei den Sportlern als auch bei den Zuschauern. Gewonnen hat die erste Auflage der Gesamtweltcup-Sieger im »Mountainbike-Eliminator«, Daniel Federspiel. Der Österreicher, der ein Preisgeld von 1000 Euro bekommen hat, verwies den viermaligen Österreichischen Cross-Country-Meister Michael Mayer auf den zweiten Gesamtplatz. Gesamtdritter wurde Maxi Maier vom MTB Club München. Bei den Damen setzte sich Naima Diesner vor Anna Jakobs (RSV Freilassing) und Theresa Wolfrum durch.


Auch die heimischen Vertreter ließen mit beachtlichen Ergebnissen aufhorchen. Andreas Huber vom Team Chiemgau EDV etwa wurde Gesamtfünfter bei den Herren. In seiner Altersklasse U 40 belegte er den dritten Platz. Stark war auch die Leistung von Fabian Wrona. Der Nachwuchsfahrer des Teams Mailis RSV Traunstein gewann bei der U 9. Seine Teamkollegin Lotta Letteboer setzte sich bei den Mädchen ebenfalls in der U 9 durch.

Anzeige

Und auch das Fazit des Ruhpoldinger Organisators und Initiators Wolfgang Fousek fiel positiv aus. »Die Veranstaltung war sehr gut. Ein paar Kleinigkeiten gibt es immer zu verbessern, aber wir haben nicht viel zu meckern«, sagte er. Besonders erfreulich sei gewesen, dass auch viele Zuschauer entlang der Strecke die Athleten angefeuert haben, betonte er. Auch das Wetter sei optimal gewesen, wenngleich Fousek gern auf den Nieselregen, den es zwischendurch kurz gegeben hat, verzichten hätte können. Doch sei's drum. Alles in allem »sind wir sehr zufrieden«, fasste er zusammen.

Zweiter Schwerpunkt neben dem Biathlon-Weltcup

Und darum geht's bereits an die Planungen für eine Neuauflage im nächsten Jahr. »Wir wollen neben dem Biathlon-Weltcup einen zweiten Schwerpunkt aufbauen«, kündigte Fousek an. Sprich: Die Hipp-Trophy soll zu einer festen Größe im Ruhpoldinger Veranstaltungskalender werden. Schließlich sei das Radfahren im Chiemgau hoch angesiedelt, sagte Fousek. Es passt also bestens ins Konzept. »Wir werden das Format 1:1 weiterführen«, kündigte er an.

Bei der ersten Auflage des Rennens waren übrigens gleich rund 130 Starter dabei. »Das war sehr gut«, freute sich Fousek. »Da waren sogar einige Starter überrascht, wie viele Teilnehmer wir gleich hatten.« Das Feld sei sehr gut gewesen und es gab eine breite Mischung – von der Jugend bis hin zu den Erwachsenen. Und von allen gab es viel Lob für die Organisatoren – der RSV Freilassing, der vom SV Ruhpolding unterstützt wurde, war übrigens offizieller Veranstalter der Hipp-Trophy.

Auch die Strecke kam bei den Bergradlern sehr gut an. »Sie war nicht zu leicht, aber auch nicht zu schwer, man konnte sie einfach flüssig fahren«, so Fousek über die 1,3 Kilometer lange Runde. »Wir haben von den Fahrern nur positive Rückmeldungen bekommen.« Die Strecke führte übrigens hinauf zur Kirche – für Fousek war das eine Traumrunde. »Wer hat schon so einen Parcours?«

Die Männer durften den An- und Ausblick gleich mehrmals genießen. Sie mussten nämlich im Qualifying den Parcours einmal absolvieren, im Vorlauf ging es dann dreimal rauf zur Kirche und der Endlauf umfasste gar sechs Runden.

Skirollersprint: Katz und Böhler gewinnen

Dem Sieger Daniel Federspiel, dem unter anderem auch Landrat Siegfried Walch zum ersten Platz gratulierte, machte der Wettbewerb jedenfalls sichtlich Spaß. Wie viele andere kündigte er bereits an, auch nächstes Jahr wieder kommen zu wollen. »Ruhpolding kann solche Veranstaltungen einfach ausrichten«, freute sich Fousek. »Der Ort kann einfach auf ein gewisses Know-how zurückgreifen.« Zum Beispiel seien die Absperrgitter dank des Biathlon-Weltcups in Ruhpolding vorhanden und man müsse diese nicht erst organisieren.

Bei der Hipp-Trophy gab's dann übrigens auch noch ein Stelldichein der Biathleten und Langläufer. Im Skirollersprint »Biathlon gegen Langlauf« gewann bei den Männern der Langläufer Andreas Katz das Rennen. Er verwies die beiden Biathleten Simon Schempp und Michael Willeitner auf die Plätze. Bei den Damen setzte sich Langläuferin Steffi Böhler durch. SB