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Daniel Elsner schlägt beim See-Pokal auf

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Über seine Teilnahme freuen sich die Waginger Verantwortlichen besonders: Daniel Elsner.

Heute geht’s los beim Waginger Tennis-See-Pokal. Zum 43. Mal schlägt die internationale Konkurrenz auf der roten Asche am Waginger See auf.


Bis Sonntag wird dann wieder sehr viel Schweiß fließen, ähnlich wie im letzten Jahr, als sich der Österreicher Jan Poskocil als wahrer »Hitzekönig« entpuppte. Der 28-Jährige besiegte in einem hochklassigen Finale den Starnberger Jakob Schnaitter in drei Sätzen und nahm 1400 Euro von den 5000 Euro Gesamtpreisgeld mit. Poskocil kommt wieder und schlägt im Hauptfeld am Donnerstag ab 13.30 Uhr auf.

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Ob er seinen Titel erfolgreich verteidigen kann, ist allerdings höchst fraglich – denn es gibt in Waging ein ungeschriebenes Gesetz, wonach erfolgreiche Titelverteidigungen ausgeschlossen sind. Dutzende von Siegern hatten es versucht, aber nur einem ist es gelungen: Das war Lokalmatador Sepp Baumgartner vor genau 35 Jahren. 1981 hatte er an heimischer Stätte triumphiert und stand im Jahr darauf ebenfalls mit dem Siegerpokal da.

Baumgartner, der gleich nebenan seit vielen Jahren eine Tennisschule betreibt und jetzt auch noch einen Hotelbetrieb aufgenommen hat, wird die Spiele ganz entspannt verfolgen. Selbst kann er nicht zum Schläger greifen, denn bei den internationalen Deutschen Senioren-Meisterschaften in Rottach-Egern zog er sich in der Vorwoche eine Verletzung zu. Mehrmals hatte der rüstige »Tennis-Oldie« beim See-Pokal in den vergangenen Jahren die zum Teil bis zu 40 Jahre jüngeren Gegner ganz schön geärgert.

Die Konkurrenz für Poskocil ist groß. Der für den TC Erding spielende Österreicher ist gerade noch gesetzt, aber mit Stephan Hoiß (TV Reutlingen), Philipp Schroll (TC Piding), Charly Zick (Luitpoldpark München), Felix Wild (TC Pforzheim), Tom Eisenzapf (TC Ludwigshafen), Felix Ewers (Hansa Dortmund) und Sven König (TC Tübingen) sind sieben Spieler in der deutschen Rangliste besser platziert.

Prominentester Spieler ist heuer zweifelsohne Daniel Elsner, einst größtes deutsches Nachwuchstalent und schon als Nachfolger von Boris Becker und Michael Stich gehandelt. Der heute 38-jährige Memminger stand im Finale in Wimbledon, spielte bei den Grand Slams groß auf – da war er 18 und kämpfte noch bei den Junioren. 1997 gewann er in Melbourne die Australian Open und in Paris die French Open. Die einstigen Weltklasseleute Marat Safin oder Lleyton Hewitt lagen weit hinter ihm in der Weltrangliste.

Als der Deutsche Tennisbund (DTB) Elsner mit 17 in sein Internat nach Hannover lotste, ging wenig voran. Elsner fühlte sich dort nicht wohl, die Leistungen stag-nierten. Im Herren-Tennis konnte er nie groß Fuß fassen, sodass der Verband schließlich entnervt seinen größten Hoffnungsträger drei Jahre später wieder wegschickte. Heute spielt Elsner nur noch »just for fun«.

In Waging bekam Elsner eine Wildcard, ebenso wie Felix Hutt (STK Garching). Zwei Wildcards werden erst heute vergeben. Acht Spieler kommen über die Qualifikation ins 32er-Hauptfeld. Die »Quali« startet heute mit über 40 Spielern. Aus der Region sind dabei: Peter Thelen (TSV Feldkirchen), Hias Baumgartner (TSV Teisendorf), Timian Kolbinger, Alois Mauser und Paul Baumann (alle Wacker Burghausen), Benedikt Weißer (TC Piding) und Herman Niedermeier (TeG Alzstadt).

»Die Konkurrenz ist stark. Wir haben wieder ein tolles Feld beisammen und freuen uns natürlich darüber, dass Daniel Elsner kommt«, sagt Turnierdirektor Marcus Kleißl, der zusammen mit Hubert Häcker wieder als Turnierleiter fungiert. Der See-Pokal gehört zur German-Masters-Series des Deutschen Tennisbundes. Es geht um Punkte für die deutsche Rangliste.

Zeitplan:

  • Qualifikation, heute ab 10 Uhr (1. + 2. Runde)
  • Donnerstag ab 10 Uhr (Quali-Endrunden)
  • Hauptfeld: Donnerstag 13 bis 13.30 Uhr sign-in (1. Runde)
  • Freitag ab 11 Uhr (2. + 3. Runde)
  • Halbfinale am Samstag ab 11 Uhr
  • Endspiel am Sonntag um 13 Uhr.

kk

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