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Daniel Baumann will den See-Pokal wieder gewinnen

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Er will auch heuer wieder den See-Pokal gewinnen: Vorjahressieger Daniel Baumann. (Foto: Weitz)

Der Waginger See-Pokal, der ab heute zum 42. Mal ausgetragen wird, dürfte eine der schweißtreibendsten Angelegenheiten aller Zeiten werden. Noch ehe ein Tennisball geflogen ist, steht fest, dass die Akteure ihre Punkte bei weit über 30 Grad erspielen müssen, jedenfalls in der Qualifikation heute ab 11 Uhr und dann auch im Hauptfeld am Donnerstag ab 14 Uhr und am Freitag, wenn zwei Runden gespielt werden.


In jedem Fall ist die Resonanz wesentlich größer als 2015, als der TC Waging nach einer zweijährigen Pause wieder zum beliebten Turnier an den Waginger See geladen hatte. Es geht wieder um 5000 Euro Gesamtdotation – der Sieger nimmt allein 1400 Euro mit. Es geht auch um Punkte für die deutsche Rangliste, denn das Turnier zählt zur German-Masters-Serie des Deutschen Tennisbundes.

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»Wir spielen wieder eine Qualifikation aus«

»Man sieht es an den Meldungen, es ist viel mehr los, wir spielen wieder eine Qualifikation aus, was im Vorjahr mangels Anmeldungen nicht der Fall war«, stellt Turnierdirektor Marcus Kleißl fest. Insgesamt gingen 43 Meldungen ein, wobei auch die Spitze wieder zugesagt hat. Denn die acht gesetzten Spieler im Hauptfeld stehen allesamt unter den Top 200 in Deutschland.

Wieder mit dabei ist Vorjahressieger Daniel Baumann, der in der deutschen Rangliste auf Nr. 54 geführt wird. Mit dem TC Ismaning war er heuer in der II. Bundesliga unterwegs. Gegner war hier unter anderem der TC Großhesselohe.

Und dort spielt Hannes Wagner, der großen Anteil an der erfolgreichen Großhesseloher Saison hatte. Wagner ist in Waging an zwei gesetzt. Dahinter folgen Adrian Partl (Vilsbiburg), Jakob Schnaitter (Starnberg), Thorsten Bertsch (Mannheim), Jan Poskocil (Erding), Felix Wild (Wolfsberg-Pforzheim) und Leopold Zima (Herrsching).

Große heimische Hoffnungen gibt es im Hauptfeld nicht, da Maxi Wimmer aus Bernau heuer nicht gemeldet hat. Der Zweitligaspieler vom TC Großhesselohe scheiterte im Vorjahr erst im Halbfinale in zwei hart umkämpften Sätzen an Valentin Günther (Bielefeld). Der wiederum fand seinen Meister dann erst im Endspiel in dem damals 20-jährigen Jungprofi Daniel Baumann.

»Schade, dass Maxi Wimmer nicht kommt. Er hatte mir im letzten Jahr noch gesagt, ich solle in jedem Satz im Hauptfeld neue Bälle bringen, dann kämen auch bessere Spieler. Das haben wir getan, er aber kommt heuer nicht«, schmunzelt Kleißl.

In der Qualifikation sind mit Mathias Baumgartner vom TSV Teisendorf und Michael Koplinger vom TC Achental Grassau zwei heimische Hoffnungen dabei. Beiden Akteuren ist es zuzutrauen, ins Hauptfeld einzuziehen. Für das 32er-Elite-Feld sind 20 Spieler über die deutsche Rangliste fix, dazu kommen acht Qualifikanten und vier Wildcard-Spieler.

Kleißl hält noch eine Wildcard zurück

Drei Wildcards hat Kleißl an Christian Lichtenegger, Pascal Laucht (beide Regensburg) und Jason Janis (Rüsselsheim) vergeben. Eine hält er noch zurück. »Ich hoffe auf den Vorjahresfinalisten Günther. Er spielt ein ITF-Future-Turnier, also ein Weltranglistenturnier, am Bodensee. Sollte er ausscheiden, käme er in Frage«, sagt Kleißl.

Der Waginger See-Pokal, der zu den traditionsreichsten Tennisturnieren in Bayern gehört, dient oftmals als Sprungbrett für junge Spieler. Gerne erinnert Kleißl an das Jahr 2000, als zwei 16-Jährige im Finale standen, die in der Folgezeit für reichlich Schlagzeilen weltweit sorgten.

Philipp Kohlschreiber aus Augsburg war jahrelang Deutschlands Nummer eins, führte die Daviscup-Mannschaft an und gehört heute noch zu den Hoffnungsträgern des DTB, wenn bei hochkarätigen Turnieren wie in Wimbledon oder Paris aufgeschlagen wird.

Der zweite Youngster war damals Florian Mayer aus Bayreuth. Auch Mayer spielte sich in die Weltelite vor, hatte aber einige Durststrecken wegen Verletzungen zu überstehen. Er meldete sich aber heuer beim Rasen-Turnier in Halle in Ostwestfalen eindrucksvoll zurück. Dort bezwang er im Endspiel die neue deutsche Nummer eins, Alexander Zverev, und holte sich somit den Turniersieg.

Kohlschreiber siegte in Waging im Jahr 2000 und konnte damals die Serie von ausländischen Siegern eindrucksvoll beenden. Nach Kohlschreiber war dann aber wieder die ausländische Konkurrenz von 2001 bis 2006 am Zug.

Auch Andreas Kauntz wieder am Start

Mit Dennis Bloemke (Luitpoldpark München) holte 2007 dann wieder ein deutscher Spieler den See-Pokal, ebenso 2008 der Mittelfranke Andreas Kauntz, der auch heuer wieder aufschlägt, 2011 Christian Haupt (Dresden) und im Vorjahr eben Daniel Baumann.

Zeitplan: Mittwoch, ab 11 Uhr Qualifikation; Donnerstag, 14 Uhr 1. Runde Hauptfeld; Freitag, 11 Uhr Achtelfinale, 14 Uhr Viertelfinale; Samstag, 11 und 13 Uhr Halbfinale; Sonntag, 11 Uhr Finale. kk

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