weather-image

Dahinten holt DM-Bronze

5.0
5.0

Ein weiteres Ausrufezeichen hat die Boxabteilung des TuS Traunreut gesetzt: Eugen Dahinten wurde bei der 94. Deutschen Meisterschaft der Männer-Elite in Straubing hervorragender Dritter. Die niederbayerische Stadt bleibt also ein sehr gutes Pflaster für die Traunreuter. Denn: Im vergangenen Jahr wurde Dahinten dort Deutscher Meister. Auch sein Teamkollege, Olympia-Teilnehmer Serge Michel, stand 2014 ganz oben auf dem Treppchen.


»Ein Riesenerfolg für uns – und speziell für Dahinten«, strahlte Johann Wilhelm, Spartenboss der TuS-Boxer, »es war nämlich bereits die vierte 'Deutsche' in Folge, bei der sich Eugen eine Medaille schnappen konnte.« Das bedeute eine sensationelle Leistung und verdiene ganz große Anerkennung, so der Abteilungsleiter.

Anzeige

Dahinten war als Favorit in seiner Gewichtsklasse bis 64 kg in den Ring gestiegen, doch diesmal überstand er das Halbfinale, nicht, »weil ihm die Ring- und Punktrichter zum Verhängnis geworden sind«, ärgerte sich Wilhelm. »Das muss man so klar und deutlich ausdrücken.«

Im Viertelfinale hatte sich der 32-Jährige aus Traunreut mühelos gegen seinen Kontrahenten Worofka Hagen aus Sachsen-Anhalt durchgesetzt. Der TuS-Athlet beherrschte seinen Gegner ganz klar.

Im Semifinale stand Dahinten dem jungen und talentierten Edison Zani gegenüber. Der Hamburger boxte sehr unbequem und klammerte sofort, wenn der Traunreuter sich gefährlich näherte. »Doch egal, was Eugen gemacht hat – es war in den Augen des Ringrichters immer falsch«, berichtet Wilhelm, »dass Zani ständig geklammert hat, interessierte ihn dagegen nicht viel. Der hat dafür keine einzige Ermahnung erhalten.«

Als Dahinten gehalten wurde, sich lösen wollte und dabei mit der Schulter den Gegner traf, bekam der Traunreuter ohne Zögern des Ringrichters einen Punktabzug in der letzten Runde aufgebrummt. Damit war klar, dass er diesen engen Kampf nicht mehr nach Punktwertung gewinnen konnte. Der knappe Punktsieg ging somit an Edison Zani, der tags darauf sein Finale gegen Kastriot Sopa gewann und Deutscher Meister wurde.

»Eines ist aber klar«, so TuS- Cheftrainer Eduard Michel, »schon beim nächsten Bundesliga-Kampf wird es höchstwahrscheinlich nochmal zu einem Duell zwischen den beiden kommen – dann wird Eugen zeigen, dass er der Bessere ist.« cs

Italian Trulli