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Dämpfer für den TSV Siegsdorf

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Der TSV Siegsdorf bleibt in der Kreisklasse Gruppe IV zwar auch im achten Spiel in Folge ungeschlagen; gegen den aggressiven und kämpferisch überzeugenden SV Saaldorf musste sich die Elf von Trainer Helmut Felber jedoch mit einem schmeichelhaften 1:1-Unentschieden begnügen.


In der Anfangsphase wirkte Siegsdorf etwas schläfrig, so setzte Saaldorfs Michael Hauser in der 7. Minute mit seinem 20-Meter-Knaller ans Quergebälk ein erstes Ausrufezeichen. Als Richard Kunz nur eine Minute später nach einem Fehlpass des TSV allein auf und davon lief, sein abgefälschter Schuss Richtung leeres Tor kullerte und im letzten Moment von Knerr von der Torlinie gekratzt wurde, war den knapp 100 Zuschauern klar, dass mit dem SV Saaldorf nicht zu spaßen war.

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In der 21. Minute gab es den ersten schönen Spielzug der Platzherren. Paul Wittmann setzte Florian Mader in Szene, dessen Flachschuss aus elf Meter halbrechts strich nur um Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Kurz darauf setzte Maxi Mader eine »Bananenflanke« von rechts etwas zu hoch an, gleich zwei Offensivkräfte verfehlten in der Mitte völlig freistehend.

In der Folgezeit kamen aber die Gäste aus Saaldorf, die überraschen offensiv auftraten, immer häufiger gefährlich vor das Siegsdorfer Tor. Zunächst verzog Michael Hauser nur knapp (33.), anschließend schloss Stefan Schreyer einen blitzartigen Konter ab, doch Stephan Popp klärte per Fußabwehr (35.). In der 42. Minute köpfte erneut der sehr starke Michael Hauser aus zehn Meter nur knapp neben das Gehäuse.

Kurz vor der Pause lag der längst überfällige Führungstreffer der Gäste in der Luft, als Simon Zebhauser zunächst am langen Eck nach Flanke an den Innenpfosten köpfte, von wo der Ball wieder ins Feld zurücksprang und Michael Hauser am Elfmeterpunkt freistehend nur noch ins leere Tor einschieben musste, doch er vertändelte in die Arme von Popp.

Der SV Saaldorf hatte die besseren Einschussmöglichkeiten in der ersten Halbzeit, doch er verstand es nicht, einen Treffer zu erzielen. Beide Teams mussten dann im zweiten Durchgang dem hohen Tempo etwas Tribut zollen; es dauerte bis zur 56. Minute, ehe Paul Wittmann einen Treitl-Freistoß per Kopf verlängerte, doch der Ball touchierte nur die Latte.

Pech hatte Wittmann auch in der 67. Minute, als er sich an der rechten Auslinie gegen zwei Abwehrspieler durchsetzte, schließlich noch an Torwart Anton Galler vorbeispitzelte, doch abermals wurde der Ball in letzter Sekunde von der Torlinie gekratzt. In der 83. Minute zirkelte Standardspezialist Maxi Wurm aus halblinker Position einen Freistoß in den Strafraum, wo Florian Mader per Kopf zum 1:0 einnickte. In der Schlussminute fand Wurm bei einem 30-Meter-Freistoß in Galler seinen Meister.

Als die meisten Beteiligten bereits mit einem Heim-»Dreier« für den TSV rechneten, schlug der SV Saaldorf in der Nachspielzeit zu. Die Abwehr des TSV brachte den Ball nicht mehr aus der Gefahrenzone, Mader kam im Sechzehner einen Schritt zu spät gegen Hafner und der umsichtige Schiedsrichter Stöhr zeigte folgerichtig auf den Elfmeterpunkt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Richard Kunz zum 1:1-Endstand. MG