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»Da müssen die Alarmglocken schrillen«

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SBC-Trainer Franz Gruber hofft am Karsamstag gegen Schlusslicht SV Aschau/Inn natürlich auf einen Sieg. Aber er wünscht sich für die Fans auch, dass seine Mannschaft wieder einmal eine überzeugende Vorstellung abliefert. (Foto: Weitz)

Für den SB Chiemgau Traunstein lautet die Devise am Osterwochenende: Ein Sieg ist Pflicht! Schließlich spielt der Tabellendritte der Bezirksliga Ost am Karsamstag um 15 Uhr auf eigener Anlage gegen Schlusslicht SV Aschau/Inn. Mit einem Sieg würde die Truppe des scheidenden Trainers Franz Gruber sechs Spieltage vor Saisonende ihre Chancen auf den Aufstiegsrelegationsplatz weiter am Leben halten. Der Rangzweite TSV Ebersberg hat momentan noch sechs Punkte Vorsprung auf die Traunsteiner.


SBC-Trainer Franz Gruber sieht es genauso: »Wir wollen gewinnen, das ist logisch.« Schließlich wolle man den dritten Platz festigen und man schaue auch noch immer auf Platz zwei, betont er. »Man weiß ja nie, was passiert«, sagt der Übungsleiter. »So stark waren die Ebersberger zuletzt nicht.« Doch in erster Linie, fügt Franz Gruber hinzu, »müssen wir erst einmal unsere Spiele gewinnen«.

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Und das wird schwer genug. Schon die Aufgabe gegen den SV Aschau/Inn, dessen Abstieg in die Kreisliga praktisch besiegelt ist, nimmt Gruber sehr ernst. »Ich habe meine Spieler bereits davor gewarnt, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen.« Schließlich sei Aschau in der Rückrunde bisher nicht so schlecht gewesen, sagt Gruber. Ein Sieg, ein Unentschieden bei drei Niederlagen lautet die Bilanz des Letzten. »Aber bei den Niederlagen waren die Ergebnisse jeweils sehr knapp und das gegen sehr gute Mannschaften«, hebt Gruber hervor. »Da müssen bei meinen Spielern eigentlich die Alarmglocken schrillen.« Aschau habe ja auch nichts mehr zu verlieren, fügt er hinzu. Gruber kann wieder auf Patrick Schön, dessen Urlaub zu Ende ist, zurückgreifen. »Er wird wohl auch wieder dabei sein«, deutet der Trainer an. Verzichten muss er hingegen weiterhin auf Stefan Mauerkirchner (Achillessehne) und Nick Heinrich (Knie).

Vor allem der Ausfall von Mauerkirchner schmerzt. »Er ist ein wichtiger Mann und er ist torgefährlich«, betont Gruber. Und genau das ist momentan das Manko beim SBC. Während die Defensive – Traunstein kassierte in 24 Spielen bereits 40 Gegentore – schon die ganze Saison über das Sorgenkind ist, war bisher auf die Offensive (57 Tore) Verlass. »Aber da läuft es jetzt auch gerade nicht so gut«, weiß Gruber. »Wir haben an unsere Leistungen der Hinrunde bisher nicht anknüpfen können.« Es wäre nun schön, betont er, »wenn der Knoten wieder platzen würde«. Und damit die Bilanz (zwei Siege, ein Unentschieden, zwei Niederlagen) in diesem Jahr verbessert werden kann.

Gruber wünscht sich das vor allem für die SBC-Fans, aber auch für sich selbst. »Jeder möchte ja einen guten Abgang«, betont er. »Und wenn wir in der Tabelle vorne dabei bleiben, dann wäre das doppelt schön.« Sechsmal wird Gruber, der im Sommer von Adam Gawron abgelöst wird, noch auf der Bank sitzen, ehe er erst einmal eine verdiente Pause machen wird. »Es würde jetzt kein Angebot geben, das mich reizen würde«, sagt er. »Jetzt will ich erst einmal andere Dinge machen.« Und dann? »Dann lasse ich mich mal überraschen.« SB