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»Da geht es wirklich um einiges härter zu«

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Gut in Fahrt: Markus Reiterberger holte bei seinem Wildcard-Einsatz in Frankreich wieder WM-Punkte.

Eine gute Leistung zeigte Motorradrennfahrer Markus Reiterberger bei seinem Gaststart im Rahmen der Super-bike-Weltmeisterschaft in Magny-Cours (Frankreich). Im ersten Lauf hatte der Obinger Reifenprobleme und kam auf den 21. Platz, im zweiten Durchgang holte er als 13. sogar drei WM-Punkte.


Auch im Training hatte der Fahrer des Teams Van Zon-Remeha-BMW gezeigt, dass er mithalten kann: In der Superpole wurde er Zehnter. Dann aber hatte er Pech: Der Öldrucksensor hatte einen Haarriss, und ohne dass Reiterberger es merkte, verschmutzte er auf seiner letzten halben Runde die Strecke. Die Folge: Er wurde in der Startaufstellung auf den letzten Platz strafversetzt. Trotzdem fuhr er zunächst bis in die Punkteränge nach vorn, »dann hatte ich am Hinterrad keinen Vortrieb mehr«, bedauert der 21-Jährige. So musste er noch einen Boxenstopp mit Reifenwechsel auf Intermediates absolvieren, und mehr als der 21. Platz war nicht mehr drin.

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Im zweiten Lauf musste er nach einer Kollision zweier Konkurrenten weit ausweichen, »und Alex Lowes hat mich einmal in den Notausgang geschickt, nachdem wir uns ein spannendes Duell geliefert haben.« Insgesamt stellte Reiterberger fest: »Da geht es wirklich um einiges härter zu. Ich hatte so drei, vier blöde Momente, die mich zurückgeworfen haben, bin aber mit Platz 13 doch recht zufrieden.« Denn zum Ende des Rennens »konnte ich noch David Salom und Leon Camier überholen«, freut er sich. Der Lohn war der 13. Platz und die Erkenntnis: Die Platzierung aus der Superpole – nämlich Zehnter – ist in etwa das Niveau, das wir jetzt schon haben.«

Einen Doppelsieg feierte der bereits vor dem WM-Finale in Katar (18. Oktober) als neuer Weltmeister feststehende Jonathan Rea. Im ersten Lauf ließ der Kawasaki-Pilot seinen Teamkollegen Tom Sykes (beide Großbritannien), Titelverteidiger Sylvain Guintoli (Frankreich/Honda), den starken niederländischen WM-Neuling Michael van den Mark (Honda) sowie Leon Camier (Großbritannien/MV Augusta) hinter sich.

Im zweiten Lauf rang Rea mit 2,8 Sekunden Vorsprung seinen acht Tage jüngeren Landsmann Chaz Davies (Ducati) nieder. Es folgten Tom Sykes, van den Mark und Leon Haslam (Großbritannien/Aprilia).

In der Gesamtwertung führt Rea (528 Punkte) vor Davies (383), Sykes (367), Haslam (297) sowie Jordi Torres (Spanien/Aprilia/222).

Reiterberger holte bei seinen zwei Wildcard-Einsätzen sechs Punkte und wird in der Rangliste an 29. Position geführt – noch vor den beiden WM-Stammfahrern des privaten BMW-Teams Toth, nämlich Imre Toth (30.) und Gabor Rizmayer (31.), beide aus Budapest.

In der kommenden Saison fährt Reiterberger die komplette Superbike-WM mit. Auch wenn noch nicht genau feststeht, wie das Team letztlich aussehen wird: Er hat schon jetzt bewiesen, dass er mit der BMW S 1000 RR konkurrenzfähig ist. who