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Claus Pichler: »Wir haben großartige Wettkämpfe gesehen«

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Den zahlreichen Biathlon-Fans machte auch der Schneefall in den vergangenen Tagen nichts aus. Sie kamen trotzdem in die Chiemgau-Arena und feuerten die Sportler lautstark an. (Foto: Brenninger)

Die »Mini-WM« in Ruhpolding ist zu Ende – und sie war ein voller Erfolg. Neben dem regulären Biathlon-Weltcup in den vergangenen Tagen organisierte die Gemeinde ja auch noch auf die Schnelle den ausgefallenen Weltcup von Oberhof – und damit gab's anstelle von fünf Wettkampftagen diesmal acht.


Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler, der auch Chef des Organisationskomitees ist, zog ein überaus positives Resümee. »Wir haben großartige Wettkämpfe gesehen. Es war eine rundum gelungene Sache und wir haben ein gutes Gefühl.« Auch finanziell »schaut es grundsätzlich nicht schlecht aus«, betonte Pichler. »Aber die endgültige Abrechnung dauert noch einige Wochen.«

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Besonders stolz ist man in Ruhpolding auch darauf, dass man in der Kürze der Zeit für Oberhof einspringen konnte. »Das ist nur deshalb gegangen, weil wir eine jede Menge Erfahrung haben«, betonte Pichler. »Wir haben zwei herausfordernde Weltcups hervorragend gemeistert«, fügte Ruhpoldings Tourismusdirektor Markus Stuckmann hinzu.

Auch die Resonanz der Sportler und Medien sei positiv, nannte Stuckmann einen weiteren positiven Punkt. »Vor allem auch die Einschaltquoten im Fernsehen sind sehr erfreulich«, betonte Stuckmann. Man sehe daran, dass Biathlon einer der beliebtesten Sportarten sei.

66 500 Fans beim zweiten Weltcup dabei

Das wurde auch dadurch bewiesen, dass die Fans zahlreich nach Ruhpolding strömten. An den fünf Tagen des zweiten Weltcups kamen 66 500 Zuschauer in die Chiemgau-Arena. »Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr«, freuten sich Pichler und Stuckmann unisono. Dazu kommen noch die über 20 000 Zuschauer von der ersten Weltcup-Woche. »Wir freuen uns sehr, dass das Zuschauerinteresse gestiegen ist. Es war alles in allem sehr, sehr erfolgreich«, sagte Stuckmann.

Die Fans ließen sich nicht einmal von dem vielen Schnee der vergangenen Tage aufhalten. Es gab durch den Wintereinbruch zwar einige verkehrsbedingte Behinderungen bei der An- und Abreise, aber die Zuschauer gingen »entspannt damit um«, betonte Stuckmann. Der besucherstärkste Tag war der letzte Samstag, da kamen über 20 000 Fans an den Fuß des Zirmbergs. »Da wurden wir an den Rand unserer Leistungsfähigkeit gebracht«, räumte Pichler ein, »aber es hat auch hier alles geklappt, es hat unter Umständen nur ein bisschen länger gedauert.« Pichler freute sich auch darüber, dass es keine größeren Unfälle gegeben hat, über die nachbarschaftliche Hilfe der Gemeinde Reit im Winkl (Kunstschnee-Lieferung) und die einmalige Stimmung im Stadion. Das sei schon »WM-Niveau« gewesen. Und auch die Sportler haben ihren Teil dazu beigetragen. »Es gab Dramatik in den Rennen, besser hätte man es einfach nicht inszenieren können«, betonte Stuckmann.

2017 soll es wieder einen Weltcup geben

In der Chiemgau-Arena begannen gestern bereits schon wieder die Abbauarbeiten. »Jetzt stehen die Nachbesprechung an«, betonte Stuckmann. Doch der nächste Weltcup ist bereits im Hinterkopf. »Anfang Februar beginnen wir mit den Vorbereitungen dafür.« Und 2017 soll es dann auch nur wieder einen Weltcup geben. »Es würde mich freuen, wenn Oberhof dann wieder selber seinen Weltcup machen kann. Schließlich wissen wir ja, was da so alles dran hängt«, sagte Pichler. SB