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Claus Pichler hochzufrieden

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Mit einer kleinen Delle bei den Zuschauerzahlen hatten die Veranstalter des Biathlon-Weltcups nach der furiosen WM 2012 mit fast 240 000 Fans gerechnet – doch der Rückgang fiel deutlicher aus als erwartet: 67 000 Besucher wurden heuer gezählt, 30 000 weniger als bei der Weltcup-Premiere im neuen Stadion 2011.


Bürgermeister und OK-Chef Claus Pichler zog dennoch eine positive Bilanz: »Ich will Erfolg oder Misserfolg des Weltcups nicht allein an den Zuschauerzahlen messen. Die Tage haben wieder großartigen Sport, spannende Rennen und faire Bedingungen geboten. Bei Service und Gastfreundlichkeit haben wir den WM-Standard gehalten.«

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Der späte Beginn der Abendrennen habe wohl viele dazu verleitet, die Rennen am TV zu verfolgen, anstatt in die Arena zu kommen. Dazu hätten viele treue Fans die WM als krönenden Abschluss genutzt und seien heuer nicht mehr gekommen. »Und auch wenn es abgedroschen klingt: Viele Fans kamen vor allem wegen Magdalena Neuner. Und die ist bekanntlich zurückgetreten.«

Kritik an vermeintlich zu hohen Eintrittspreisen lässt Pichler nicht gelten: »Wir wollen immer möglichst viele Zuschauer, aber wir müssen auch hart kalkulieren – die Kosten werden ja nicht weniger«, so der Rathaus-Chef vor allem mit Blick auf die Abendrennen.

Da brauche man ohnehin schon mehr Strom fürs Licht, und dazu seien die Stromkosten um 15 Prozent gestiegen. »Hätten wir die Leinwände an der Strecke reduzieren sollen, oder den kostenlosen Shuttle-Dienst zurückfahren? Natürlich nicht, weil wir den WM-Standard beibehalten wollten.«

Seine Bilanz will sich Pichler nicht vermiesen lassen: »Der Sport war erstklassig, die Verpflegung günstig wie eh und je – und die Stimmung so großartig wie in den Jahren zuvor auch.«

Trotzdem werde er versuchen, bei der IBU seinen Einfluss geltend zu machen, damit die Rennen 2014 vielleicht wieder nachmittags stattfinden. Der Termin steht: Von 8. bis 12. Januar trifft sich die Biathlonelite erneut in der Chiemgau-Arena. rse