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Chiemsee-Triathlon: Die Startplätze werden schon knapp

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Sie freuen sich schon wieder auf den Startschuss für den Chiemsee-Triathlon: Nußdorfs Bürgermeister und Kreisbrandrat Hans Gnadl (von links), Triathlet Julian Erhardt, der neue Hauptsponsor Thomas Eberl, Organisator Sven Hindl und Chiemings Bürgermeister Benno Graf. (Foto: Brenninger)

Der Chiemsee-Triathlon geht in diesem Jahr bereits in seine sechste Runde und Sven Hindl vom Veranstalter Wechselszene hatte bei der Pressekonferenz in den Räumen der Spedition Eberl in Aiging gleich einige Neuerungen zu verkünden: Die zweitägige Veranstaltung hat eben mit der Spedition Eberl, die bereits von Anfang an mit im Boot war, einen neuen Hauptsponsor gefunden, der fortan auch im Namen zu finden sein wird.


»Ist es toll, wie alle zusammenhelfen«, sagte Geschäftsführer Thomas Eberl, »wir sehen es als Ehre an, dass wir Hauptsponsor sein dürfen.« Beim Eberl Chiemsee-Triathlon am 24. und 25. Juni wird auch die 3. Gehörlosenmeisterschaft auf der Triathlon-Kurzdistanz ausgetragen. Zudem wird es einige Neuerungen im Rahmenprogramm geben.

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Aktuell laufen die Vorbereitungen für die Sportveranstaltung, für die der ehemalige Weltklasselangläufer Tobias Angerer erstmals als Schirmherr fungieren wird, bereits auf Hochtouren. Es müssen Gespräche mit den Gemeinden, den Helfern oder aber auch den Organisationen wie Wasserwacht oder Feuerwehr geführt werden. Zudem stellte Hindl zufrieden fest: »Das Triathlon-Fieber ist in der Region angekommen.« Er belegte dies mit eindrucksvollen Zahlen. Beim ersten Chiemsee-Triathlon hatte man noch 450 Starter. Beim fünfjährigen Jubiläum 2016 waren es bereits über 1000.

Und in diesem Jahr »arbeiten wir an einem neuen Teilnehmerrekord«, verriet Hindl, allerdings betonte er auch: »Es geht uns nicht um Masse, sondern eher um Klasse.« Aktuell werden die Plätze für die Wettbewerbe am Sonntag, 25. Juni, schon knapp: Rund 70 Startplätze sind noch für die Mitteldistanz (Start um 9 Uhr) und an die 30 für die Kurzdistanz (Start um 9.30 Uhr) verfügbar. Für den Wettkampf am Samstag, 24. Juni, um 14 Uhr – da geht's zum zweiten Mal über die Volksdistanz – sind noch mehr Kapazitäten frei. »Wir werden knapp 1250 Teilnehmer am Start haben«, freute sich Hindl. Anmeldeschluss für alle Bewerbe ist der 12. Juni.

19 Profis haben schon für den Wettkampf gemeldet

Bisher haben auch schon 19 Profis für den Chiemsee-Triathlon, der auch wieder zur Serie AlpenASS gehört, gemeldet. Darunter ist natürlich auch Lokalmatador Julian Erhardt aus Übersee, der gerade mitten in der Saisonvorbereitung steckt und sich schon jetzt auf den Wettkampf mit Start und Ziel in Chieming freut: »Für mich ist es ein besonderer Reiz vor heimischer Kulisse zu laufen«, betonte er. »Zudem muss man bei diesem Triathlon um jede Position kämpfen, da wird dir kein Meter geschenkt«, unterstrich der Athlet, der 2016 am Chiemsee Zweiter über die Mitteldistanz wurde, den sportlichen Anreiz.

Zudem gibt es natürlich auch wieder den Osenstätter-Firmen-Cup – dabei können Unternehmen im sportlichen Staffel-Wettkampf am Samstag gegeneinander antreten. Und der Chiemsee-Triathlon bildet in diesem Jahr den Rahmen für die 3. Deutsche Gehörlosenmeisterschaft im Triathlon und es gibt natürlich auch wieder die Paratriathlon-Wertungen über die Volks-, die Kurz- sowie die Mitteldistanz. Für diese Veranstaltungen hat die zwölffache Paralympics-Siegerin Verena Bentele die Schirmherrschaft übernommen.

Chiemings Bürgermeister Benno Graf sprach den Organisatoren ein dickes Lob aus: »Es ist alles hervorragend organisiert.« Und er versicherte: »Die Gemeinde steht hinter dem Triathlon.« Was auch die Tatsache unterstreicht, dass die Gemeinde und der Veranstalter den Vertrag um weitere drei Jahre verlängert haben. »Ich bin froh, dass es weitergeht«, unterstrich Graf, der auch den Nachbargemeinden, den Helfern und den Hilfsorganisationen wie etwa der Freiwilligen Feuerwehr für ihre Unterstützung dankte.

Auch Nußdorfs Bürgermeister Hans Gnadl, der auch Kreisbrandrat des Landkreises Traunstein ist, lobte den Chiemsee-Triathlon als »pfundige Sache, die auch europaweit beworben wird«. Er wies darauf hin, dass vor allem die frühzeitige Information der Bürger, die an den beiden Wettkampftagen unter Umständen durch die notwendigen Straßensperrungen behindert werden, rechtzeitig unterrichtet werden müssen. »Aber das hat zuletzt immer gut funktioniert«, betonte er.

Bernd Rose informierte über das »Local-Hero«-Projekt des Veranstalters. Dabei werden jedes Jahr mehreren sportbegeisterten Hobbyathleten die Möglichkeit geboten, bei ihrem ersten Triathlon zu starten. Das Besondere dabei: Sie werden von Rose als Trainer vier Monate vor dem Wettkampf professionell begleitet und fit gemacht für die Volksdistanz. »Bisher ist uns das jedes Jahr gut gelungen«, stellte Rose zufrieden fest, »das spricht für den Erfolg des Projekts.«

Bei der diesjährigen Auflage wird übrigens erstmals eine Werbekolonne vor dem eigentlichen Starterfeld fahren. Wolfgang Helldobler, der Leiter des Tourismusverbunds Bergen-Siegsdorf, und Fritz Schmuck, der Leiter der Tourist-Info in Siegsdorf, schlugen diese Idee Sven Hindl vor, der sofort davon begeistert war. »Für die Zuschauer bietet das einfach zusätzlich ein bisschen Abwechslung«, ist Helldobler überzeugt. Sven Hindl zeigte sich jedenfalls wieder sehr zuversichtlich: »Wir wollen wieder kräftig für Stimmung sorgen.« SB