Chieminger Triathleten sichern sich die Vizemeisterschaft

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Eine überaus erfolgreiche Bayernliga-Saison liegt hinter den Triathleten des TSV Chieming. Stefan Ehehalt (von links), Johannes Green, Florian Fritzenwenger und Simon Manteufel sicherten sich den zweiten Gesamtplatz und wären damit unter normalen Umständen in die Regionalliga aufgestiegen. Aber coronabedingt ist der Auf- und Abstieg in diesem Jahr ausgesetzt, weil es unter dem Strich zu wenig Wettkämpfe in dieser kurzen Saison gab. (Fotos: TSV Chieming)
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Endlich hat es auch für die SG Allgäu-Chiemgau mit dem ersten Start in der Liga geklappt (von links): Michaela Barro, Paula Schuhbeck, Tina Just und Julia Hübner.

Die Saison in der Bayernliga war für die Triathleten des TSV Chieming sehr kurz, dafür überaus erfolgreich! Auch beim zweiten und gleichzeitig schon wieder letzten Wettkampf in dieser Saison standen die TSV-Athleten auf dem Podest: Bei Sprint in Hof wurden die Chieminger Herren diesmal sogar starke Zweite und rückten damit auch in der Gesamtwertung auf den zweiten Rang vor und dürfen sich nun Vizemeister nennen. Beim ersten Wettkampf in Weiden belegten sie am Ende ja den dritten Rang.


Schade nur, dass diesmal der Auf- und Abstieg seitens des Verbands ausgesetzt wurde, weil dafür laut Statuten mindestens drei Liga-Wettkämpfe durchgeführt hätten werden müssen. Aber coronabedingt waren in diesem Jahr – 2020 fiel der Ligabetrieb wegen der Krise ja gänzlich ins Wasser – eben nur zwei möglich. Unter normalen Umständen wären die Chieminger in ihrem erst zweiten Bayernliga-Jahr mit Platz zwei jedenfalls schon wieder aufgestiegen, die Regionalliga war zum Greifen nah. »Aber so bleibt jetzt eben alles beim Alten«, sagte Mannschaftskapitän Simon Manteufel im Gespräch mit unserer Sportredaktion.

Ein wenig enttäuscht zeigte er sich deshalb schon, aber auf diesen Erfolg lasse sich nun eben auch aufbauen. »Wir haben es jetzt zweimal bewiesen, dass wir es draufhaben«, zog er ein rundum positives Saisonfazit. »Ich bin deshalb wirklich sehr stolz auf mein Team. Es hat alles super geklappt.« Und im nächsten Jahr werde man erneut angreifen und »wir können dann mit breiter Brust in die Saison starten«.

In der Besetzung Florian Fritzenwenger, Simon Manteufel, Johannes Green und Stefan Ehehalt gingen die Chieminger diesmal ins Rennen – und das hatte es durchaus in sich. »Es war saukalt«, berichtete Manteufel. »Aber immerhin war es trocken.«

Der Sprint über 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen war als Verfolgerrennen mit Windschattenverbot ausgeschrieben – sprich die Athleten gingen im Abstand von ein paar Sekunden ins Wasser im Freibad. »Jeder hat praktisch sein Rennen gemacht«, informierte Manteufel. Am Ende wurden die drei besten Ergebnisse jeder Mannschaft zusammengezählt und kamen in die Wertung. »Wenn Stefan und ich nur um ein paar Sekunden schneller gewesen wären, hätte es sogar für ganz nach oben gereicht«, erzählte Manteufel. »Da sieht man, wie eng es in der Liga zugeht.« Allerdings habe das Team Arriba Göppersdorf am Ende auch verdient gewonnen, hob er hervor. »Die haben ein brutales Feuerwerk abgebrannt«, lobte er die Konkurrenz, die auch den ersten Wettkampf in Weiden dominierte.

Übrigens gab's auch noch einen schönen Nebeneffekt für die Chieminger. Denn in Hof fand gleichzeitig auch die Bayerische Meisterschaft im Sprint statt und die Ergebnisse der Ligastarter flossen auch in die Einzelwertung der »Bayerischen« ein. Simon Manteufel freute sich so in seiner Altersklasse 30 über den Bayerischen Vizetitel. Knapp am Podest vorbeigeschrammt war sein Teamkollege Stefan Ehehalt, der bei der »Bayerischen« in der AK 25 Vierter wurde. In der AK 30 landete Florian Fritzenwenger zudem noch auf dem fünften Rang und Johannes Green wurde Achter. Chiemings Ersatzmann Christian Dammert, der in der Liga nicht zum Zug kam, startete im Einzelwettbewerb und belegte bei der »Bayerischen« in der AK 40 am Ende den fünften Platz – was für ein überaus starkes Gesamtergebnis für den TSV!

Auch die Chieminger Frauen, die in dieser Saison eine Startgemeinschaft mit Memmingen haben, haben in Hof endlich ihre langersehnte Bayernliga-Premiere feiern dürfen. Nachdem die SG Allgäu-Chiemgau in Weiden kurzfristig nicht antreten konnte, klappte es für Paula Schuhbeck, Julia Hübner, Tina Just und Michaela Barro nun eben in Oberfranken. Am Ende stand der siebte Platz zu Buche. Im Gesamtklassement freuten sich die Damen, die ja eigentlich schon letztes Jahr starten wollten, dann aber von der Corona-Pandemie jäh ausgebremst wurden, über Rang acht. »Die Premiere ist damit geglückt«, betonte Simon Manteufel. Die Chiemingerin Paula Schuhbeck wurde in der Wertung zur Bayerischen Meisterschaft übrigens bei den Junioren noch Fünfte.

Nun geht's für die Triathleten demnächst erst einmal in die Saisonpause. »Kräfte sammeln, Motivation tanken, das Material checken« steht in diesen Wochen laut Simon Manteufel ganz weit vorne auf der To-do-Liste.

Dann beginnt aber auch schon bald wieder die Vorbereitung auf die neue Saison – und dafür sucht der TSV weiterhin neue Mitglieder. Wer Interesse am Triathlonsport hat, kann sich an Simon Manteufel wenden und zwar am besten per E-Mail an simon.manteufel@web.de. Die Zielsetzung für das dritte Bayernliga-Jahr der Herren ist klar: »Wir wollen wieder vorne dabei sein.« Bei den Damen gibt's weiter-hin »keinen Leistungsdruck«.

SB

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