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»Chiemgau-Doppel« bei der WM dabei

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Gleich mit einem Chiemgauer »Doppelpack« geht es 2013 bei der Eisspeedway-Weltmeisterschaft (Grand Prix) zur Sache: Bei der WM-Qualifikation in Norrköping (Schweden) sicherten sich Günther Bauer (Schleching) und Stefan Pletschacher (Ruhpolding) je einen Platz in der WM-Serie.


Dagegen konnte Max Niedermaier (Edling) nach seiner Schulterverletzung noch nicht ganz an seine Bestform anknüpfen und verfehlte als Zwölfter die WM-Teilnahme.

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In Schweden ging es darum, sich erst einmal in den Vorläufen einen Platz unter den besten Acht zu sichern, um die Halbfinals zu erreichen. Wer dort dann Dritter oder Vierter wurde, kämpfte im »Last Chance Heat« um die Plätze 5 bis 8, wobei die Ränge 5 bis 7 noch ein WM-Ticket brachten, der achte Platz das Aus.

Und genau diesen Lauf erreichte das Duo Bauer/Pletschacher. Der Schlechinger hatte in seinem Halbfinale Rang 4 belegt, Pletschacher war Dritter vor Rene Stellingwerf (Niederlande) geworden. Im »Last Chance Heat« gewann dann Bauer vor Stefan Svensson (Schweden), Pletschacher und Stellingwerf. Der Niederländer war also der einzige Enttäuschte in diesem Quartett, kann aber darauf hoffen, dass die permanente WM-Wildcard, die der Weltverband FIM vergibt, vielleicht an ihn geht.

In überragender Verfassung präsentierte sich der Saalfeldener Franz Zorn: Er gewann alle Vorläufe, das Halbfinale und auch den Endlauf. In diesem ließ er das russische Trio Eduard Krysow, Witali Khomisewitsch und Pawel Tschajka in dieser Reihenfolge hinter sich.

Um einen Punkt an den Halbfinals vorbei fuhr der Tscheche Jan Klatovsky. In seinem letzten Vorlauf wurde er Dritter hinter dem stark auftrumpfenden Stefan Pletschacher und verfehlte damit das Halbfinale, das der Pilot des MSC Ruhpolding gut erkämpfte. Pletschacher musste sich zwar in seinem ersten Auftritt gegen Bauer und Svensson geschlagen geben, holte aber in den anderen vier Durchgängen jeweils zweite Plätze – nur die drei Russen und Zorn lagen dabei vor ihm. Alle anderen als stark eingeschätzten Konkurrenten ließ der 34-Jährige aber hinter sich und verdiente sich so seinen WM-Platz.

Noch besser lief es bei Bauer – der 41-Jährige war begeistert: »Es war einwandfrei, sogar besser, als ich gedacht hätte. Eine große Hilfe war, dass Nikolaj Krasnikow mir Tipps gegeben hat. Daraufhin habe ich am Motorrad einiges geändert, und das ging genau in die richtige Richtung«, freut er sich über die Unterstützung des Weltmeisters, der heuer nur noch bei der Team-WM mitfährt.

»Einmal habe ich Pawel Tschajka überholen wollen, aber dann ist Martin Leitner gestürzt. Beim Neustart war Tschajka dann nicht mehr zu schlagen«, so der Schlechinger. Im letzten Lauf »war ich sogar vor Krysow, aber dann ist bei mir kurz vor dem Ziel die Kette rausgesprungen, aber ich bin gerade noch als Zweiter angekommen.«

Hinter Jan Klatovsky (9.) mit 7 Punkten folgten; 10. Per Anders Lindström (Schweden) 6, 11. Tomi Tani (Finnland) 5), 12. Max Niedermaier (Edling), 13. Antonin Klatovsky (Tschechien), je 4, 14. Fredrik Olsson (Schweden) 3 (der Ersatzfahrer kam nur einmal zum Einsatz), 15. Miroslaw Daniczewski (Polen) 2, 16. Sven Holstein (Niederlande), 17. Martin Leitner (Kössen) je 1. who