Chiemgau Baskets müssen in den »Hexenkessel«

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Für ihn gibt es ein Wiedersehen mit vielen Bekannten: Markus Haindl (am Ball) vom TV Traunstein – hier gegen Ndombasi Kiangani – muss sich mit seinem Team in Neuötting aber auf kräftige Gegenwehr gefasst machen. (Foto: Weitz)

Im Anschluss an den Heimsieg gegen den BC Hellenen München vom vergangenen Wochenende steht für die Chiemgau Baskets am heutigen Samstag um 19.30 Uhr das erste von vier Auswärtsspielen in Folge an. Das Erste Herrenteam des TV Traunstein (TVT) will seine Serie fortsetzen und auch beim TSV Neuötting punkten – zumal zwei Baskets-Spieler bei diesem Derby an ihre alte Wirkungsstätte zurückkehren.


TVT-Kapitän Thomas Weber und Markus Haindl spielten gemeinsam beim TSV Neuötting, bevor sie 2015 beziehungsweise 2018 nach Traunstein wechselten. »Als langjähriger Neuöttinger Spieler ist es natürlich etwas ganz Besonderes für mich, gegen viele Spieler aus meinem damaligen Team anzutreten«, hebt Weber denn auch die Bedeutung dieser Partie hervor. »Das macht mich etwas nervös, aber ich freue mich darauf, die altbekannten Gesichter wiederzusehen.«

Markus Haindl schlägt in die gleiche Kerbe: »Das wird für mich ein ganz spezielles Auswärtsspiel. Ich habe ja seit der U 16 in Neuötting alle Jugendmannschaften durchlaufen und dann bei den Herren Zweite Regionalliga und Bayernliga gespielt.« In seinen 15 Jahren in Neuötting habe er viele Freunde gewonnen, mit denen er heute noch in Kontakt sei.

Während die Traunsteiner nach sechs Siegen in sechs Spielen nur wegen des schlechteren Punkteverhältnisses knapp hinter TS Jahn München Platz zwei der Bayernliga Südost belegen, haben die Neuöttinger sich mit drei Siegen und vier Niederlagen im Mittelfeld der Tabelle festgesetzt. Sie gehen als Siebter in das Derby mit den Großen Kreisstädtern, die mit Kameron Rooks und Stefan Gruber zwei der Topscorer der Spielklasse in ihren Reihen führen. 2,17-Meter-Mann Rooks hat mit durchschnittlich 22 Punkten pro Spiel sogar öfter getroffen als alle anderen Spieler der Liga. Aber auch die Neuöttinger haben mit Jonathan Macé, der im Schnitt 20,5 Punkte holte, einen herausragenden Werfer in ihren Reihen.

»Laut Tabelle gehen wir eindeutig als Favorit in die Partie«, sagt Weber, weist aber gleich darauf hin, dass es immer schwer sei, in Neuötting zu spielen. »Der erfahrene Trainer Milos Perovic wird sich gegen unsere Großen sicherlich etwas einfallen lassen. Und es wird spannend sein zu sehen, wie wir mit der 1-3-1-Zone der Neuöttinger zurechtkommen.« Markus Haindl warnt ebenfalls: »Die Jungs kommen bei jedem Heimspiel mit voller Energie und vollem Fokus raus. Mit den Fans im Hintergrund ist das dort immer ein Hexenkessel.« Nichtsdestotrotz könne sein Team in Neuötting bestehen, wenn es sein Spiel durchziehe, glaubt der 33-Jährige. Cheftrainer Luis Prantl teilt diese Einschätzung: »Wir fahren nach dem Heimsieg mit einem guten Gefühl nach Neuötting. Aber wir müssen unser volles Potenzial abrufen, um auch dort erfolgreich zu sein.«

Ein Sieg ist nötig, um den Kontakt zur TS Jahn München zu halten. Am 4. Dezember kommt es zum direkten Duell mit dem Spitzenreiter. Dabei hoffen die Baskets auf die Unterstützung ihrer Fans und planen einen Fanbus nach München.

Der Fahrpreis hin und zurück beträgt pro Sitzplatz 20 Euro. Die Anmeldung dazu ist noch bis kommenden Montag, 22. November, möglich. Nähere Informationen zu den Abfahrtszeiten und Covid-19-Maßnahmen erhält man unter E-Mail events@chiemgau-baskets.de. fb

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