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Chancen am Schießstand vergeben

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Er erkämpfte den 13. Platz: Johannes Kühn vom WSV Reit im Winkl. (Foto: Weitz)

Ohne Medaillengewinne endeten für die deutschen Biathleten ihre ersten Wettkämpfe bei der Europameisterschaft in Otepää (Estland): im schießlastigen Einzellauf kassierten Damen und Herren zu viele Strafminuten.


Allerdings kam bei den Damen im Feld der gut 70 Teilnehmerinnen Karolin Horchler als beste Deutsche »nur« auf den 21. Platz, während bei den Herren Florian Graf vom Stützpunkt Ruhpolding als Siebter bester Deutscher wurde. Ebenfalls stark präsentierte sich der Tüßlinger Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl), der sich bei den rund 100 Herren den 13. Platz sicherte.

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Sowohl bei den deutschen Damen als auch bei den Herren waren jedoch die läuferischen Vorstellungen durchaus ansprechend, und so dürfen sie bei den kommenden Wettbewerben durchaus auf Spitzenplatzierungen hoffen.

Bei den Damen gewann die Rumänin Luminita Piscoran. Mit fünf Strafminuten war sie eine der sichersten Schützinnen des gesamten Wettbewerbs, nur die zweitplatzierte Österreicherin Christina Rieder (3) war hier besser, Dritte wurde Jekaterina Jurlowa (Russland/+47,5 Sekunden/7 Strafminuten). Karolin Horchler (WSV Clausthal-Zellerfeld/+3:33,2 Minuten/7) kam auf den 21. Platz, Nadine Horchler (SC Willingen/+ 5:09,8/8) auf den 37. Rang. Platz 43 verbuchte Tina Bachmann (SG Stahl Schmiedeberg/+ 6:03,0/10), Rang 50 Annika Knoll (SC Friedenweiler/+ 7:01,8/9) vom Stützpunkt Ruhpolding.

Der Russe Alexej Wolkow setzte sich bei den Herren mit nur zwei Strafminuten an die Spitze und wurde Europameister. Silber ging an den Ukrainer Sergej Semenow (+ 1:05,6/4) vor dem Bulgaren Vladimir Iliev (+ 1:31,2/4). Florian Graf (WSV Eppenschlag) durfte nach dem dritten Schießen – bis dahin hatte er erst zwei Strafminuten kassiert – noch auf Edelmetall hoffen, doch beim letzten Durchgang unterliefen ihm zwei weitere Fehler. Mit 3:08,7 Minuten Rückstand belegte er den dennoch beachtlichen 7. Platz.

Fünf Strafminuten musste Johannes Kühn hinnehmen und kam mit 3:59,2 Minuten Rückstand auf den Sieger auf Rang 13. Matthias Bischl (SV Söchering/+ 7:01,1/7) lag bis zum letzten Schießen ebenfalls gut im Rennen, ehe ihn vier »Fahrkarten« auf den 30. Rang zurückwarfen. Große Moral bewies Michael Willeitner (SK Berchtesgaden/+ 9:16,2/8): Obwohl nach dem ersten Durchgang (3 Fehler) schon weit zurück (96.) kämpfte er sich immerhin noch auf Rang 52 nach vorn.

Am Samstag finden bei Damen und Herren die Sprints statt, am Sonntag bereits die Verfolgungsläufe. Hier hoffen die deutschen Biathleten dann möglichst auf einen oder mehrere Podestplätze. who