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Challenge Davos: Julian Erhardt mit starkem Ergebnis zum Saisonabschluss

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Challenge Davos - Julian Erhardt
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Der Überseer Profi-Triathlet Julian Erhardt rief bei der Challenge Davos nochmals eine ganz starke Leistung ab und wurde am Ende Sechster.

Das war nochmals ein Ausrufezeichen zum Saisonabschluss! Der Überseer Profi-Triathlet Julian Erhardt hat bei der Challenge Davos den sechsten Platz erreicht. Der 26-Jährige erzielte damit sein bisher bestes Ergebnis bei einem Challenge-Profi-Rennen und qualifizierte sich dadurch für die »Championship« in Samorin (Slowakei) im nächsten Jahr.


Erhardts Saisonfazit fiel nach dem Wettkampf in der Schweiz daher auch positiv aus: »Ich bin super zufrieden mit den meisten Wettkämpfen«, betonte er. »Natürlich bleibt noch viel Luft nach oben, jedoch gab es viele gute Ansätze die Lust auf mehr in 2019 machen.«

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Zweimal ging es den Flüela-Pass hoch

Beim letzten Saisonrennen in Davos war's laut Erhardt »ein brutaler Tag«. Die 1,9 km Schwimmen mussten die Athleten bei 16 Grad Celsius im Davoser See absolvieren. Dann ging es auf die 55 km lange Radstrecke, auf der 1800 Höhenmeter (unter anderem ging es zweimal den Flüela-Pass hoch) zu absolvieren waren. Beim abschließenden Halbmarathon standen nochmals 300 Höhenmeter auf dem Programm.

»Das Schwimmen beendete ich in einer vier Mann starken Spitzengruppe und konnte dann sogar in Führung liegend den Anstieg zum Flüela-Pass in Angriff nehmen«, berichtete Erhardt. Pieter Heemeryck und Sven Riederer holten den Überseer dann aber ein und konnten sich recht schnell etwas absetzen. »Ich habe es aber geschafft, den Rückstand bis zur Hälfte der Radstrecke bei unter einer Minute zu halten beziehungsweise durch eine sehr schnelle Abfahrt nach Susch sogar wieder auf gute 30 Sekunden heranzukommen.«

Beim zweiten Anstieg zum Flüela musste Erhardt, der für Triathlon Grassau startet, dann aber zwei weitere Athleten vorbeiziehen lassen. »Ich musste dem hohen Anfangstempo etwas Tribut zollen«, gab er zu. Als Fünfter kam er in die Wechselzone und ging mit rund fünf Minuten Rückstand auf die zwei Führenden auf die Laufstrecke.

Recht bald war Julian Erhardt am Viertplatzierten dran. Von hinten kam noch Laszlo Tarnai angelaufen. Dieser musste sich aber bald wieder überholen lassen, da er mit Krämpfen zu kämpfen hatte. »Mir selbst ging es auch nicht wirklich gut, aber ich schaffte es, recht konstant weiter zu laufen«, berichtete Erhardt.

Beim Laufen von Krämpfen geplagt

Doch zum Schluss wurde es richtig hart. »Ich bekam dann selbst leider regelmäßig Krämpfe und kämpfte dann nur noch gegen mich selbst. Ich kam total platt auf Platz sechs im Ziel an.« Dennoch war der Abstand zu Platz vier und fünf auch nicht allzu groß – und so war's für Julian Erhardt ein sehr versöhnlicher Saisonabschluss. »Es war die erste Mitteldistanz in diesem Jahr, bei der ich am Ende mit der Platzierung und dem Rennverlauf leben kann.« Denn bei den Rennen am Walchsee und am Chiemsee hatte er ja viel Pech. »Dabei war ich auch dort jeweils in einer super Ausgangslage, um eine Topplatzierung erreichen zu können.«

Doch sei's drum, was am Ende bleibt, sind eben der starke sechste Platz in Davos sowie der Sieg beim »Heidelbergman«, der zweite Platz in Viernheim und damit letztlich der Sieg in der Gesamtwertung des Rhein-Neckar-Cups. »Das sind sicher Meilensteine für meine Karriere«, betonte Julian Erhardt nicht ohne stolz. Und die soll 2019 weiter steil nach oben gehen. SB