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Bronze war diesmal nicht drin

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Sie trugen zum fünften Platz der deutschen Mannschaft bei der Team-WM bei: Günther Bauer (vorn) und Hans Weber. (Foto: Weitz)

Einen respektablen, aber nicht überragenden fünften Platz erkämpfte das deutsche Eisspeedway-Trio bei der Team-Weltmeisterschaft in Berlin. Vor insgesamt gut 6000 Zuschauern an den zwei Wettkampftagen in Berlin-Wilmersdorf hatte der »Bayern-Express« mit Günther Bauer (Schleching), Max Niedermaier (Edling) und Hans Weber (Schliersee) schon nach dem ersten Tag keine realistische Chance mehr auf die insgeheim erhoffte Bronzemedaille. Acht Punkte betrug da schon der Rückstand auf die drittplatzierten Tschechen.


Mäßige Ausbeute am ersten Tag

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Für den dritten Gesamtplatz aber hätte alles perfekt laufen müssen. Günther Bauer (12 Punkte/7 Einsätze) war zwar insgesamt bester Punktesammler vor Niedermaier (11 aus 9) und Weber (6 aus 8), aber am ersten Tag (er holte hier 4 Punkte) war er nicht zufrieden.

»Da haben wir von der Einstellung her was ausprobiert, und das ist ziemlich in die Hose gegangen. Aber irgendwann muss man ja mal was testen«, so der 43-Jährige. Tags darauf lief es besser, doch im Duell mit Österreich »wollte ich mit aller Gewalt außen vorbei, dann ging mir der Platz aus«, berichtet der Schlechinger.

Die Folge: Er wurde disqualifiziert und ging ohne Punktgewinn aus, sodass in diesem »Länderkampf« Franz Zorn (Saalfelden) und Harald Simon (Pfaffenschlag) einen Doppelsieg für Österreich einfuhren und Max Niedermaier einen Punkt für Deutschland holte.

Trotzdem: »Am zweiten Tag hat die Motorradeinstellung wieder gepasst, jetzt geht es in die richtige Richtung«, freut sich Bauer, der in Berlin mit seiner Ersatzmaschine fahren musste. Beim nächsten Grand Prix am kommenden Wochenende in Assen (Niederlande) hat er wieder sein »Stamm-Motorrad« zur Verfügung. Dann hofft er in den Niederlanden auf eine gute Generalprobe für das GP-Finale (14./15. März) in Inzell.

Zorn und Simon für Inzell gut gerüstet

Dort werden auch wieder Franz Zorn und Harald Simon den russischen Piloten heiße Kämpfe liefern. Bei der Team-WM führte eine knappe Disqualifikation von Simon (wegen Überfahrens der Innenlinie) im allerersten Einsatz (gegen Tschechien) dazu, dass wertvolle Zähler verloren gingen. Auch im direkten Duell mit den Russen gab es letztlich »nur« Rang 2 (Simon) und 4 (Zorn) für die Österreicher und damit 2:4 Punkte. Tags darauf »stach« Simon noch auf Rang 1 vor und Zorn wurde Dritter.

Mit 54 Punkten landeten die Piloten aus der Alpenrepublik nur knapp hinter Weltmeister Russland (56), für den Daniil Iwanow, Dimitri Khomisewitsch und Nikolaj Krasnikow im Einsatz waren. Rang 3 mit 42 Zählern sicherten sich souverän die tschechischen Brüder Jan und Antonin Klatovsky, Ersatzmann Lukas Hutla kam nur im bedeutungslosen letzten Auftritt zum Einsatz.

Es folgten: 4. Schweden (37); 5. Deutschland (29); 6. Finnland (19); 7. Schweiz (15). who