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Breitwieser kehrt auf die Stoißer Alm zurück und triumphiert

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Die Siegerehrung mit den erfolgreichen Sportlern (vorne von links): Abteilungsleiter Helmut Thanbichler, die Jugendsieger Alexandra Rieger und Christian Spiegelsberger sowie (hinten von links): Johanna Emig, Hans Breitwieser, Max Glaser jun. und Martin Glaser.

Der langjährige Champion im bajuwarischen Fünfkampf beim Bergturnfest auf der Stoißer Alm kehrte nun an die Stätte seiner Erfolge zurück und triumphierte so, als ob er nie weg gewesen wäre. Der ehemalige Neukirchner Hans Breitwieser (jetzt in Reit im Winkl wohnend) gewann den bajuwarischen Fünfkampf.


Der Teisendorfer Turnierchef Helmut Thanbichler konnte trotz der schlechten Wetterprognose 67 Teilnehmer im Alter zwischen 4 und 88 Jahren zum 44. Bergsportfest des TSV Teisendorf auf der Stoißer Alm begrüßen. Max Glaser jun. und Hans Breitwieser untermalten die Begrüßung musikalisch mit der Ziach und mit dem Alphorn. Für den Ausrichterverein gingen insgesamt 36 Sportler an den Start. Wie in den letzten Jahren auch stellte der TuS Alztal Garching mit 15 Athleten den zweitgrößten Teilnehmerkreis und mit dem 88-jährigen Hans Eimannsberger den ältesten Teilnehmer.

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Die Akteure gingen zum Beginn in insgesamt 27 Leistungsklassen nach Alter und Geschlecht getrennt im Dreikampf zu Werke. Als Bahn für den 50-Meter-Lauf diente erneut die abschüssige Almwiese oberhalb der Almhütte. Dort war auch der Standweitsprung zu absolvieren, während neben der Almhütte das Kugelstoßen bzw. für die älteren Teilnehmer alternativ zum Lauf der Medizinballweitwurf stattfand.

Bei der männlichen Jugend ging kein Weg am 15-jährigen Teisendorfer Christian Spiegelsberger vorbei. Seine Laufzeit mit 7,9 Sekunden, die Sprungweite von 2,87 Meter sowie 7,06 Meter beim Kugelstoßen bescherten ihm mit 27,30 erreichten Punkten den Dreikampfsieg bei der männlichen Jugend. Gefolgt von seinem Vereinskameraden Markus Lindner (25,45) und dem Garchinger Timo Franz (23,90).

Die Wertung der weiblichen Jugend bestimmte Alexandra Rieger, ebenfalls vom TSV Teisendorf. Die 15-Jährige lief die 50 Meter in 8,4 Sekunden, sprang aus dem Stand 2,31 Meter weit und erzielte beim Kugelstoßen 5,98 Meter. Das brachte ihr 26,05 Punkte und damit den Höchstwert bei der weiblichen Jugend. Knapp dahinter folgten in Leonora Haziri (25,85) und Eva Hofmann (24,55) zwei weitere junge Damen vom Ausrichterverein.

Martin Glaser aus Teisendorf ließ in der Herrenwertung mit 7,1 Sekunden Tagesbestzeit im 50-Meter-Lauf keine Zweifel an seinen Siegambitionen im Dreikampf aufkommen. Mit 2,91 Meter im Standweitsprung und 9,11 Meter Bestweite im Kugelstoßen wiederholte er seinen Vorjahressieg mit insgesamt 31,90 erzielten Punkten. Lediglich im Standweitsprung konnte ihm sein älterer Bruder Max mit 3,05 Meter Tagesbestweite das Wasser reichen.

Der Damen Dreikampftitel blieb in der Familie. Martin Glasers Schwester Johanna setzte sich in der anzahlmäßig schwach besetzten Damenkonkurrenz mit 27,30 erzielten Punkten vor Vorjahressiegerin Regina Stalleder aus Surberg (26,85) und der Garchingerin Melanie Alramseder (24,65) durch.

Traditionell folgten dem Dreikampf noch Staffelwettbewerbe im Steinstoßen sowie der mit großer Spannung erwartete Bajuwarische Fünfkampf der Männer. Bereits im Dreikampf hatte sich mit dem ehemaligen Neukirchner Hans Breitwieser ein alter Bekannter ins Teilnehmerfeld gemischt. Zuletzt hatte der heute in Reit im Winkl beheimatete Breitwieser vor zwölf Jahren am Bergsportfest teilgenommen und damals seinen zehnten Sieg im Bajuwarischen Fünfkampf gefeiert.

Große Spannung vor dem Finale

Der Ausscheidungs-Fünfkampf setzt sich aus den Disziplinen Steinstoßen, Standweitsprung, Boahakeln, Keulenschleudern und dem finalen Fingerhakeln zusammen. Bis zum Halbfinale im Keulenschleudern hatten sich mit Max Glaser jun., Herbert Rauscher und Hans Breitwieser drei mehrmalige Sieger des Fünfkampfes durchgerungen. Lediglich Martin Glaser stand im Fünfkampf noch nie ganz oben.

Bereits zuvor hatte »Urvieh« Hans Breitwieser aufgezeigt, dass er in den vergangenen zwölf Jahren kaum etwas von seiner Leistungsfähigkeit verloren hat. So war es auch nicht verwunderlich, dass er die unhandliche Holzkeule im Halbfinale auf 9,20 Meter wuchtete und sich damit fürs Finale qualifizierte. Unter den drei Übrigen setzte sich Max Glaser jun. mit 8,67 Meter durch. Vorjahressieger Herbert Rauscher war somit ebenso aus dem Rennen wie Martin Glaser.

Große Spannung war also vor dem Finale der beiden Fünfkampf-Haudegen geboten. Trotz großer Anstrengung gelang es Max Glaser nicht, seinem Kontrahenten den elften Sieg im Fünfkampf zu verwehren. Hans Breitwieser zog alle Register an Erfahrung gepaart mit seinen Muskeln und zog Max Glaser zweimal am Stück mit dem Mittelfinger über den Tisch. Für Hans Breitwieser war es der elfte Sieg beim 44. Bergturnfest. Eine Bestmarke, die wohl niemand so schnell einholen wird.

Im Rahmen der anschließenden Siegerehrung, bei der alle Teilnehmer mit ansehnlichen Sachpreisen, Urkunden und Medaillen geehrt wurden, gratulierte Teisendorfs 2. Vorstand Gerry Lindner dem Turnerchef Helmut Thanbichler zu dem rundum gelungenen Sportfest. Lediglich das Wetter spielte in der zweiten Hälfte der Veranstaltung nicht mehr mit. Gemütlich saßen Sportler und Funktionäre anschließend noch zusammen und resümierten über viele vergangene Bergsportfeste. fb