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Bobenstetter erhält Vorzug vor Lamminger

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SVK-Trainer Michael Kostner (rechts) hat sich in der Torwartfrage entschieden: Für den gesperrten Stammtorwart Dominic Zmugg wird heute Georg Bobenstetter (Zweiter von rechts) das Tor hüten. (Foto: Butzhammer)

Mit einer vierstelligen Zuschauerkulisse rechnen die Verantwortlichen des SV Kirchanschöring heute Abend in Laufen. Dort steigt das Relegations-Hinspiel zur Fußball-Bayernliga (2. und entscheidende Runde) zwischen den Gelb-Schwarzen und dem BCF Wolfratshausen, Anstoß auf der Anlage an der Freilassinger Straße ist um 18.30 Uhr, geleitet wird die Partie von Referee Michael Emmer (SV Schalding-Heining). Der Grund, dass – wie schon am vergangenen Samstag – nicht in »Anschöring« gespielt werden kann, ist die dortige Sportplatzsanierung.


Es gibt einige Aspekte, die SVK-Trainer Michael Kostner positiv in die beiden Begegnungen mit dem »Stoiber-Club« blicken lassen (das Rückspiel steigt am Samstag um 16 Uhr im Isar-Loisach-Stadion): »Meine Jungs zeigen Charakter und Mut, sie zerreißen sich – auch wenn wir zu Recht da unten in der Bayernliga stehen«, betont der Ex-Profi, »mit dieser Mentalität ist es uns in den letzten Wochen gelungen, die fehlende Cleverness und Qualität zu kompensieren.«

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Gegner hat in der Defensive Probleme

Zudem war der SVK in der Liga nicht nur einen Punkt vor den Farchetern gelandet, sondern hatte vor allem auch das klar bessere Torverhältnis (SVK: 44:51/BCF: 57:85). Gerade die Defensivprobleme der Marco-Stier-Truppe sind bei 85 Gegentreffern offenkundig. Insofern hat es Kostner auch »sehr überrascht, dass sie Traunstein mit 1:1 und 3:1 ausgeschaltet haben. Schade, denn ich hätte mich sehr auf zwei Spiele gegen den SB Chiemgau gefreut – allein schon wegen des Zuschauerinteresses wären das absolute Highlights für die Region geworden.«

Doch das Interesse dürfte auch heute in Laufen immens sein – und einer, der besonders ins Rampenlicht rücken wird, ist Georg Bobenstetter. Der 43-Jährige wird anstelle von Stammtormann Dominic Zmugg – die Dauer seiner Sperre war bis gestern Mittag noch nicht verhandelt worden – den SVK-Kasten hüten. Youngster Niklas Lamminger, zuletzt gegen Freising eingewechselt, nimmt also vorerst nur auf der Ersatzbank Platz.

»Wenn wir jetzt eine Liga-Partie am 15. oder 17. Spieltag hätten, würde ich Niki bedenkenlos ins Tor stellen«, erklärte Kostner, »da ich aber weiß, wie wichtig in so einem Relegationsspiel das Nervenkostüm sein kann, habe ich mich für ,Bobe’ entschieden. Er hat ganz einfach die größere Erfahrung und auch die nötige Spielpraxis nach seinen Einsätzen in der ,Zweiten’.« Zu seiner besten Zeit gehörte Bobenstetter – egal ob beim TV Altötting in der Bezirksliga oder beim SVK in der Bezirksoberliga – zu den stärksten Torhütern im Kreis Inn/Salzach.

Der »Oldie« bekommt unmittelbar vor sich in der Innenverteidigung Albert Eder zurück, zumal der Kapitän nach seinem Nasenbeinbruch wieder einsatzfähig ist. »Doch auch der 19-jährige Luka Ban und der 21-jährige Daniel Köck haben ihre Sache super gemacht«, freute sich Kostner. Wer von den beiden heute zunächst draußen sitzen wird, das möchte der SVK-Coach kurzfristig entscheiden.

»Insgesamt könnten es schon zwei, drei Veränderungen im Vergleich zur Startformation vom Samstag werden, ich muss mir das alles erst noch durch den Kopf gehen lassen«, sagte Kostner, der übrigens nur auf Tobias Stöger (Rückenprobleme) verzichten muss, ansonsten jedoch weitestgehend aus dem Vollen schöpfen kann. An vorderster Front werden auf alle Fälle Tobias Schild und »Ötzi« Kart versuchen, den einen oder anderen Treffer zu setzen, damit man ein gutes Ergebnis vorlegen kann.

Knecht und Hauk in der Offensive gefährlich

Dass die Wolfratshauser jedoch selbst bei einem Erfolg in Laufen noch nicht auf der sicheren Seite sind, dürfte ihnen klar sein. Vor knapp zwei Wochen gelang es ja dem SVK schon einmal, mit einem 1:0 das Isar-Loisach-Stadion als Sieger zu verlassen. Doch damals war beispielsweise der gefährliche Offensivmann Marian Knecht nicht dabei – auf ihn und auf den BCF-Doppeltorschützen von Traunstein, den Ex-Burghauser Angelo Hauk, sollte die »Anschöringer« Defensive auf alle Fälle ein besonderes Augenmerk richten. »Kleinigkeiten werden entscheiden, wir müssen unsere Nerven im Griff haben«, ergänzt Kostner, »einen schlechten Tag kannst du dir in der Relegation nicht leisten – das hat man am Samstag beim SBC gesehen.«

Einen Klassenerhalt hat Kostner in dieser Saison bereits »gefeiert«, denn der TSV Dorfen, den er nach sechs Jahren zur Frühjahrsrunde 2018 verließ, bleibt nach seinem Relegations-Erfolg in der Bezirksliga nun soll auch der Ligaverbleib mit den Gelb-Schwarzen folgen. »Ich bin mit den Dorfenern noch eng in Kontakt, das sind ja meine Jungs – klar habe ich allen meine Glückwünsche ausgesprochen«, meint der DFB-Pokalsieger von 1988 mit Eintracht Frankfurt – ein Titel, den die Hessen bekanntlich auch erst heuer wieder, also nach 30 Jahren, erreichen konnten. cs