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Bleibt Teisendorf alleiniger Tabellenführer der Kreisliga II?

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Zuletzt trafen sie im direkten Duell aufeinander, an diesem Wochenende sind sie mit ihren Mannschaften jeweils gegen Spitzenteams gefordert: Peterskirchens Matthias Wessely (links) und Siegsdorfs Maximilian Huber. Wessely empfängt mit TSV Peterskirchen den Tabellendritten SV Saaldorf, Huber reist mit dem TSV Siegsdorf zum Tabellenführer TSV Teisendorf. (Foto: Weitz)

Seit vergangenem Sonntag ist der TSV Teisendorf alleiniger Tabellenführer der Fußball-Kreisliga II. »Die Mannschaft macht zurzeit einen sehr gefestigten Eindruck und ich habe außer Max Streibl alle Spieler zur Verfügung«, so Trainer Sepp Aschauer nach dem 1:0-Sieg im Spitzenspiel in Neumarkt-St. Veit und vor der Heimpartie gegen den TSV Siegsdorf am morgigen Samstag (15 Uhr).


»Wir machen wenig Fehler. Solche werden wir uns gegen Siegsdorf auch nicht erlauben dürfen. Die Gäste haben sich sehr gut entwickelt«, warnt Aschauer. Tatsächlich hat sich der TSV Siegsdorf gut verstärkt und den TSV Teisendorf ja auch im Wieninger-Pokal geschlagen. »Keiner wird also bei uns den Fehler machen und sie unterschätzen«, zwinkert Sepp Aschauer vor dem nächsten Top-Spiel gegen den Tabellenvierten.

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Ein Top-Spiel würde auch der TSV Peterskirchen gerne seinen Fans bieten – doch nicht die Winklmaier-Truppe, sondern der SV Saaldorf, der morgen um 18 Uhr im Mörntal-Stadion vorstellig wird, gehört der Spitzengruppe an. »Wir müssen nach den beiden Niederlagen gegen Neumarkt und in Siegsdorf endlich wieder punkten«, fordert Peterskirchens 2. Abteilungsleiter Reinhard Binder, »unser Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt nur vier Punkte, da müssen wir schon auch nach unten schauen.«

Spielertrainer Daniel Winklmaier leiste laut Binder »hervorragende Arbeit – das passt perfekt«, doch ein paar Kleinigkeiten fehlen derzeit, um endlich wieder in die Erfolgsspur einzubiegen. »Die Mannschaft braucht mehr Leben, muss engagierter auftreten als in Siegsdorf«, redet Binder Klartext, »auch im eher taktisch geprägten Spiel gegen Neumarkt haben wir nach vorne zu wenig gezeigt – das muss sich gegen Saaldorf ändern.« Bekanntlich stellt der SVS nicht nur die Torfabrik der Liga, sondern in Michael Hauser auch den Top-Torjäger (10 Treffer). Dieser trifft morgen auf seinen schärfsten Verfolger (Dominik Schlögl/7 Tore).

Der TSV Bad Reichenhall konnte zuletzt auf eigenem Rasen gegen den FC Töging II seine Talfahrt beenden. Nach drei Niederlagen in Folge klappte es mit einem verdienten 2:0-Heimsieg. »Wichtig waren die Punkte – und dass die Mannschaft gekämpft hat. Spielerisch ist noch Luft nach oben«, so Trainer Michi Schlagintweit. Nun muss seine Truppe am morgigen Samstag (15 Uhr) gegen den SV Kay ran – wieder daheim im Nonner Stadion.

»Da können wir Boden gutmachen«

»Wir sind jetzt zwar in der oberen Tabellenhälfte, der Abstand zu den Spitzenteams stört aber etwas«, so Schlagintweit, der gegen Kay ein intensives Spiel erwartet: »Da müssen wir kämpferisch dagegenhalten, das ist das A und O.« Der TSV Bad Reichenhall kickt in den nächsten Wochen ausschließlich gegen Teams aus der oberen Hälfte. »Da können wir Boden gutmachen«, betont ein selbstbewusster Michi Schlagintweit.

Einen eminent wichtigen Dreier feierte der SV Oberteisendorf zuletzt im Kellerduell beim SV Seeon/Seebruck. Beim 2:0-Sieg der Andi-Horner-Elf saßen dabei die Standards, die den Weg zum zweiten Saison-Dreier ebneten. Nach dem 2:2 zuvor gegen den TSV Buchbach II sammelte der SVO also binnen einer Woche einen Zähler – mehr als im gesamten Saisonverlauf davor. Mit nun sieben Punkten erwarten die Oberteisendorfer Kicker am Sonntag (15 Uhr) den zählergleichen FC Töging II.

Die Seeoner wollen im Gastspiel bei der SG Schönau (Samstag, 16 Uhr/Alpenstadion) »die Negativserie unbedingt stoppen«, so Trainer Ralf Rößler, der mehr Aggressivität in den Zweikämpfen sehen möchte. Ob der Aufsteiger, der als einzige Mannschaft des 14er-Feldes noch keinen Auswärtspunkt geholt hat, ausgerechnet bei der SG die Kurve kriegt, scheint eher fraglich. Dennoch hat Rößler den Optimismus nicht verloren: »Wir haben in den letzten Spielen durch leichte individuelle Fehler unserer Gegentore kassiert – wenn sich das ändert, traue ich meinen Jungs mindestens einen Punkt zu.«

Mindestens ein Punkt, besser ein Sieg muss auch das Ziel des Tabellenletzten SB Chiemgau Traunstein sein, der am Sonntag um 15 Uhr im Jakob-Schaumaier-Sportpark den Rangachten TSV Buchbach II zum »Reserve-Duell« erwartet. Das Torverhältnis von 6:21 verrät, dass die U 23 des Landesliga-Neulings nicht zu Unrecht ganz unten steht. Ob Trainer Bernd Ober hier schon kurzfristig einen Aufwärtstrend einläuten kann, oder ob man in erster Linie auf die Frühjahrsrunde – mit dann besserer Personalsituation – hoffen muss, darauf können die Fans in jedem Fall gespannt sein. Fakt ist: Der im vergangenen Jahr erst in letzter Minute gerettete SBC II steuert schweren Zeiten entgegen.

Leicht wird’s auch für den FC Perach nicht, der am Samstag um 15 Uhr auf eigener Anlage Ex-Tabellenführer TSV Neumarkt-St. Veit begrüßt. Sollten die Hausherren leer ausgehen, bleiben sie der gefährdeten Zone sehr nahe. sts/cs