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Bittere Niederlage für den SVK

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Der SV Kirchanschöring ist in der Fußball-Landesliga Südost beim TSV Dachau mit 0:6 böse unter die Räder gekommen. Damit warten die »Anschöringer« weiter auf den ersten Sieg seit Beginn der Frühjahrsrunde.


Gegen Dachau hatte der SVK 90 Minuten lang keinen Auftrag. Einige Spieler sprachen nach dem Schlusspfiff davon, dass sie regelrecht vorgeführt worden seien. Selbst ersatzgeschwächt zeigten sich die Dachauer noch um einiges stärker als beim Hinspiel – das der TSV bereits mit 3:0 gewonnen hatte – und stellten ihre Aufstiegsambitionen mit hoher Ballsicherheit, klugem Kurzpassspiel und eiskalter Zielstrebigkeit vor dem Tor eindrucksvoll unter Beweis.

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Symptomatisch für das Spiel des SVK war die 21. Minute: Bei einer Dachauer Kombination brachten die »Anschöringer« keinen Fuß dazwischen, wodurch nach einem feinen Pass in die Schnittstelle vor Torhüter Dennis Kracker noch einmal quergelegt wurde und Florian Wolf das 1:0 markieren konnte.

Drei Minuten später hatte die Elf von Patrick Mölzl und Stephan Schmidhuber die große Chance zum Ausgleich, doch Schmidhuber selbst entschied sich im Duell mit dem Dachauer Schlussmann Maximilian Mayer, nach einem Zuspiel von Max Vogl, für einen Lupfer, der um Haaresbreite sein Ziel verfehlte.

Die Gastgeber hielten das Tempo hoch und erwiesen sich an diesem Nachmittag als gnadenlos vor dem Tor der Gäste. Bestes Beispiel dafür war das 2:0: Der Ex-Schalker Fabian Lamotte bediente Florian Wolf mit einem Traumpass über die Viererkette des SVK. Wolf fackelte nicht lange und hämmerte das Leder volley ins lange Kreuzeck. Dennis Kracker konnte dem Ball nur machtlos hinterhersehen – ein toller Treffer! Dem nicht genug, erzielte die Heimelf vor der Pause noch den dritten Treffer. Nach einem Fehlpass im Spielaufbau schaltete der TSV schnell um und brachte Fabian Negele vor das Gehäuse von Kracker. Negele blieb ruhig und schob gekonnt ein.

Um das Ruder doch noch herumzureißen, griff Trainer Patrick Mölzl in der Pause zu einer drastischen Maßnahme. Kirchanschöring wechselte dreimal und stellte um auf ein 3-4-3-System. Großartig änderte sich am Spielgeschehen allerdings dadurch nichts.

Stattdessen zogen die Platzherren ihr Spiel weiter durch. Mit einem Doppelschlag des eingewechselten Nicolas Walz (59./64.) stellte Dachau auf 5:0. Oliver Wargalla setzte in der 71. Minute mit seinem Treffer den Schlusspunkt unter einen rabenschwarzen Tag aus SVK-Sicht. Das Derby an diesem Samstag gegen den SV Erlbach bietet nun einen optimalen Rahmen für die erhoffte Kirchanschöringer Wende. bts