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Bis zu 1000 Besucher im EHG-Sportpark erwartet

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ER hofft mit seiner Mannschaft zum Auftakt auf einen Sieg im Derby: Stefan Mauerkirchner vom SBC Traunstein. (Foto: Weitz)

Mit einem echten Kracher wird am heutigen Mittwoch um 20 Uhr die Bezirksliga-Saison 2014/15 eingeläutet: Der letztjährige Dritte SB Chiemgau Traunstein hat im EHG-Sportpark den Vorjahres-Siebten ESV Freilassing zu Gast. Beide Teams wollen eine möglichst gute Rolle spielen – und natürlich am liebsten mit einem Sieg starten. Die Partie wurde übrigens vorverlegt, weil der SBC am Samstag ein Jubiläumsspiel beim SV Seeon/Seebruck austrägt.


»Der ESV ist für mich gleich eine echte Messlatte, wie ich das Niveau in dieser Liga einschätzen muss«, meint der neue Traunsteiner Trainer Adam Gawron vor seiner Punktspielpremiere auf der SBC-Bank. Die exakte Aufstellung möchte er seinem Team erst heute bekannt geben, auf Anfrage wollte er gestern auch noch nicht verraten, ob die beiden Neuzugänge Florian Griesbeck und Waldemar Daniel in der Startformation zu finden sein werden.

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Da Gawron alle Mann an Bord hat, falle es ihm sehr schwer, die erste Elf zu bilden, erklärte er. »Alle Spieler geben richtig Gas, jeder möchte sich in den Vordergrund spielen.«

Günstige Wetterprognosen und die Tradition dieses Derbys versprechen gleich mal eine Rekordkulisse von etwa 700 bis 1000 Zuschauern, zumal ja das letzte Lokalderby zwischen diesen beiden Teams (5:1 für Traunstein) »nur« auf dem B-Platz des EHG-Sportparks stattgefunden hatte. Heute dürfen die »Eisenbahner« – deren Ex-Trainer Michael Kostner sich ebenso als Beobachter angesagt hat wie viele weitere Interessenten der Liga – erstmals den Stadionrasen betreten.

Der letzte Test beim österreichischen Regionalliga-West-Meister SV Austria Salzburg hatte für die Traunsteiner nur wegen der »hohen Intensität« (Gawron) den Charakter einer echten Generalprobe. Der Gegner sei insgesamt zu hochkarätig gewesen, wodurch auch eine 0:5-Niederlage resultierte. Dennoch ist Traunsteins Trainer sehr zuversichtlich, dass seine Truppe gut gerüstet in den heutigen Auftaktschlager gehen kann. »Das Spiel gegen die Austria hat sicher nicht geschadet«, sagt der frühere Trainer des TuS Traunreut, »da haben meine Jungs mal gesehen, wo richtiger Fußball losgeht. Wir haben aber auch ganz gut dagegengehalten.«

ESV-Trainer Helmut Fraisl meinte rückblickend auf die Vorbereitung, dass diese insgesamt nicht schlecht, aber eben auch nicht perfekt verlaufen sei, zumal einige Akteure angeschlagen oder aus beruflichen und privaten Gründen nicht anwesend sein konnten. »Das Trainingslager in Werfen war gut und hat uns zusammengeschweißt«, berichtet er, »um unsere Ziele, die wir intern definiert haben, zu erreichen, müssen wir uns in und mit den Aufgaben auf alle Fälle steigern.« Der letzte Test beim FC Grünthal (5:2-Sieg) brachte den Einzug in die Endrunde des Wieninger-Pokals, die am kommenden Samstag in Oberteisendorf ausgetragen wird.

Der Freilassinger Trainer strahlt trotz aller Anspannung Zuversicht aus: »Wir freuen uns sehr, die neue Saison mit gleich zwei Derbys (am Dienstag kommt dann der TSV Waging, d. Red.), sicher vor einer super Kulisse, beginnen zu dürfen.« Die ersten Meisterschaftsspiele würden jedem in der Liga zeigen, »wo man wirklich steht.« Fraisl erwartet gegen Traunstein »vor allem den nötigen Biss und die Sachlichkeit in den 90 Minuten, um etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen.«

Aus dem Freilassinger Kader fehlen heute Manfred Aicher, Franz Rehrl, Jakob Grath, Fabian Rehrl und Niko Otto, dennoch dürfte auch Fraisl eine schlagkräftige Mannschaft aufs Feld schicken können.

Eines müssen sich die Hausherren wohl schnell »abschminken«: dass sie ihre bisher so sensationelle »Stadion-Bilanz« (vier Spiele, vier Siege, 25:0 Tore) in gleicher Weise ausbauen können. So leicht wie beispielsweise am letzten Spieltag der vergangenen Saison beim 10:0 gegen den SV Heimstetten II wird’s wohl nicht mehr so schnell.

Doch immerhin: Schon damals fehlte Bezirksliga-Torschützenkönig Maxi Probst (27 Tore), auf den Gawron vorerst länger verzichten muss (berufliche Gründe). Und trotzdem zeigten sich die Traunsteiner extrem torhungrig. cs