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Biathlon-Trainer Reiter zu Gössner: Kein Druck wegen WM-Quali

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Miriam Gössner beim Biathlon-Weltcup 2017 Foto: dpa
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Biathlon Co-Trainer Tobias Reiter hält beim Training zum Biathlon-Weltcup in der Chiemgau Arena in Ruhpolding eine Scheibe von Franziska Preuß hoch. Foto: dpa

Ruhpolding (dpa) – Biathlon-Trainer Tobias Reiter hat Miriam Gössner im Kampf um das WM-Ticket noch nicht abgeschrieben.


«Wenn sie die Trainingsleistungen besser umsetzt, hat sie definitiv die Möglichkeit, die WM-Qualifikation zu schaffen», sagte der Assistent von Damen-Bundestrainer Gerald Hönig im Interview mit der Münchner «tz». Gössner würde im Training konstanter als im Wettkampf schießen. «Im Rennen fehlt ihr die nötige Ruhe. Allerdings fand ich ihre Leistungen in Oberhof nicht so schlecht», sagte Reiter. In der vergangenen Woche beim Weltcup in Thüringen belegte Gössner in Sprint und Verfolgung die Plätze 26 und 24 mit drei und sechs Schießfehlern.

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Der zehnte Rang im Sprint in Pokljuka im Dezember ist das bisher beste Saison-Resultat von Gössner, ansonsten gab es ernüchternde Platzierungen. Die vom Deutschen Skiverband geforderte WM-Norm (einmal Top acht oder zweimal Top 15) hat sie noch nicht erfüllt – als einzige Skijägerin im deutschen Team um Laura Dahlmeier. Trotzdem gibt es keinen Druck: «Wenn wir als Trainer jetzt permanent auf sie einreden würden, wäre das kontraproduktiv, dann macht sich der Athlet noch mehr Gedanken. Wir wollen aus einer Mücke keinen Elefanten machen. Miri muss am Schießstand normal weiterarbeiten», sagte Reiter.