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Biathlon-Nachwuchs überzeugt

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Er setzte sich beim Deutschlandpokal gleich in beiden Rennen bei den Männern an die Spitze: Dominic Reiter vom SC Ruhpolding. (Foto: Wukits)

Der Biathlon-Nachwuchs des heimischen Stützpunkts hat kurz vor Weihnachten noch einmal richtig aufgezeigt. Das war sowohl beim IBU-Juniorencup in Hochfilzen als auch beim Deutschlandpokal in Martell der Fall.


Für Anna Weidel vom WSV Kiefersfelden war der tirolerische WM-Ort Hochfilzen die Reise allemal wert. Die 20-Jährige sicherte sich den Sieg in der Verfolgung, nachdem sie zuvor im Sprint Siebte geworden ist. »Nachdem ich letzte Woche krank gewesen bin, bin ich sehr zufrieden. An meine läuferischen Leistungen bin ich nicht so rangekommen«, meinte Weidel.

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Zufrieden war auch ihr Trainer Kristian Mehringer. Im Sprint sah er zwei Fehler im Liegendanschlag. »Beim Verfolger hat Anna ihre ganze Stärke gezeigt«, freut sich Mehringer. Auch hier passierten ihr zwei Fehler im Liegendschießen. Beim vierten Schießen im Stehendanschlag demonstrierte Weidel ihre Klasse und holte sich mit einem komfortablen Vorsprung den Sieg. Über 30 Sekunden betrug ihr Vorsprung auf die Französin Begue.

Für Sophia Schneider vom SV Oberteisendorf verlief der Saisoneinstieg etwas zäher. Sie hatte mit einer hartnäckigen Entzündung in der Ferse zu kämpfen. Im Sprint erreichte die 19-Jährige den 11. Platz. Nach dem Liegendanschlag war sie sogar in Führung, ehe sie im Stehendschießen zwei Fahrkarten fabrizierte. In der Verfolgung hatte sie je einen Fehler in den vier Anschlägen und wurde Zehnte. »Läuferisch ging es schon wieder ganz gut, das stimmt mich positiv für das neue Jahr«, so Mehringer. Schneider sah ihre Leistung am Schießstand kritisch: »Da muss ich noch sauberer arbeiten, das ist nicht das, was ich mir beim Schießen vorstelle. Das Laufen hat aber ganz gut geklappt.« Zum Abschluss der Rennen in Hochfilzen stand noch die Staffel auf dem Programm. Als Schlussläuferin lief Anna Weidel das deutsche Team vom vierten auf den zweiten Platz hinter den starken Französinnen. Neben Weidel liefen für Deutschland Vanessa Voigt und Christin Maier.

Beim Deutschlandpokal in Martell/Südtirol zeigte Dominic Reiter vom SC Ruhpolding die herausragende Leistung aus heimischer Sicht. Auf der auf fast 1700 Meter hoch liegenden Strecke sicherte er sich zweimal den Sieg im Sprint bei den Herren. Vor allem am Schießstand war er eine Klasse für sich. Es war sein vierter Wettkampf in Serie, den er ohne Fehler absolvierte.

Zwei gute Rennen zeigte auch der Ruhpoldinger Marco Groß. Am Ende kamen ein dritter und ein zweiter Platz heraus. Niklas Homberg vom SK Berchtesgaden sicherte sich ebenfalls einmal den dritten Platz.

Lisa Spark (J 17) vom SC Traunstein war laut Trainer Isidor Scheurl in der Loipe mal wieder als Schnellste unterwegs. Allerdings fabrizierte sie den einen oder anderen Schießfehler zu viel. Am Ende standen ein zweiter und ein vierter Platz mit insgesamt fünf Fahrkarten für die Traunsteinerin. Franziska Pfnür (Jugend II) aus der Ramsau schaffte im ersten Sprint als Dritte den Sprung auf das Stockerl. Im zweiten Rennen reichte es zum sechsten Rang. Für den Ruhpoldinger Simon Groß (Jugend II) gab es zunächst mit einem Schießfehler den dritten Rang. Ebenfalls nur eine Fahrkarte leistete er sich im zweiten Rennen. Allerdings sprang dennoch nur der achte Platz für den talentierten Sportler heraus.

Ansprechende Leistungen lieferten in der J 16 Johan Werner vom SC Aising-Pang und Florian Arsan vom SC Vachendorf ab. Werner holte die Plätze 5 und 6 und Arsan die Ränge 6 und 5. »Für sein Alter hat der Florian sehr gute Leistungen am Schießstand abgeliefert«, lobte Scheurl den Vachendorfer angesichts von nur einer Fahrkarte bei insgesamt zwanzig Schuss. »Im neuen Jahr erwarte ich mir vor allem mehr in der Laufleistung. Allerdings war die Vorbereitung für die jüngeren Sportler schwierig. Uns hat einfach der Schnee gefehlt«, so Scheurl. SHu