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Biathlon »ist und bleibt das Aushängeschild«

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Sie sorgen dafür, dass Biathlon ein Aushängeschild des SC Ruhpolding bleibt: Alois Reiter (von links), Florian Mortier, Christoph Müller, Florian Schweiger, Bernhard Schmid, Christian Hochreiter, Marc Hoheisel, Lucas Lechner, Elisabeth Sklorz und Vorsitzender Harald von Knoerzer. (Foto: Huber)

Die Erfolge der vergangenen Saison, der Ausblick auf den Biathlon-Weltcup, Sparmaßnahmen und die Zukunft des Sprungbetriebs in der Chiemgau-Arena waren die Themen bei der Jahreshauptversammlung des SC Ruhpolding.


Der Vorsitzende des Vereins, Harald von Knoerzer, berichtete von leicht sinkenden Mitgliederzahlen. Dennoch bleibt der SCR mit weit über 1000 Mitgliedern einer der größten Skiclubs Deutschlands. In seinem Rückblick erinnerte von Knoerzer an die Veranstaltungen des Vereins. Einer der Höhepunkte war die Teilnahme am Gaufest des GTEV D´Miesenbacher.

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Konzept für die Sprungschanzen in Arbeit

Die Hauptveranstaltung des Vereins bleibt der Biathlon-Weltcup. Der ist inzwischen im Sportbereich fest in Ruhpoldinger Hand, nachdem Alois Reiter seine Feuertaufe als Wettkampfleiter mit Bravour bestanden hat. Durch die Streckenneugestaltung ist zudem die Attraktivität der Chiemgau-Arena für Sportler und Zuschauer wesentlich erhöht worden. »Auf alle Fälle ist und bleibt der Weltcup das Aushängeschild für die Gemeinde und den Skiclub«, betonte Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler. Die Erfolge der deutschen Athleten lassen für die Zukunft hoffen.

Schließlich musste der Skiclub zuletzt durch den Rückgang der Zuschauerzahlen beim Weltcup den Gürtel enger schnallen. Deswegen hat sich die Vorstandschaft entschlossen, die Budgets der einzelnen Abteilungen generell um 20 Prozent zu kürzen. Die Kürzung findet wesentlich im Bereich der Spesen statt. Dazu ist eine neue Spesenabrechnung erlassen worden, die an die Helfereinsätze gebunden ist. Pro Saison müssen mindestens sechs Helfereinsätze erreicht werden, um den vollen Zuschuss zu erhalten.

Nicht erfreut war von Knoerzer über die Zusammenarbeit mit dem DSV bei der Abwicklung des Finales im Deutschen Schülercup. Erst ein etwas schärfer formulierter Brief fand Gehör, nachdem die Veranstaltung unter den gegebenen Voraussetzungen infrage gestellt worden war. »Als Veranstalter sind wir in den vergangenen Jahren immer mehr vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Diese haben einen erheblichen Mehraufwand bedeutet, ohne dass auf unsere Kernvorschläge eingegangen wurde«, kritisierte von Knoerzer. So findet zu diesem Problem demnächst ein Gespräch statt. »Keine Lösung – kein Finale mehr«, so die klare Ansage des Vorsitzenden an den DSV.

Als erfreulich bezeichnete er die Nachricht, dass es auch in diesem Winter wieder Skibetrieb am Unternberg geben wird. Auch an einem Konzept für die Sprungschanzen wird gearbeitet. Dieses Thema ist bereits vom Leiter der Chiemgau-Arena, Engelbert Schweiger, bei den Verantwortlichen im Skiverband moniert worden. Schweiger erklärte, dass er für die Anlagen in Ruhpolding und Berchtesgaden mit einer Entscheidung im September rechnet.

Sportliche Erfolge gab es im Sparkassencup vom SV Chiemgau für Maxi Erhardt und Maxi Reiter, die beiden holten sich auch die Chiemgau-Meisterschaft (Reiter) und den Pumucklcup (Erhardt). Kreismeisterin wurde Luisa Brandmair. Die Titel bei der Clubmeisterschaft holten sich Franziska Beil und Herbert Ringsgwandl sowie im Schülerbereich Hannah Haßlberger und Maxi Hallweger.

Herausragende Ergebnisse schafften wieder einmal die jungen Biathleten. Marco Groß hat an der Junioren-WM teilgenommen und ist deutscher Juniorenmeister im Einzel geworden. Sein Bruder Simon nahm an den EYOF-Spielen teil. Im Deutschlandpokal sicherte er sich die Gesamtwertung in der J 17. Christian Hochreiter wurde jeweils Zweiter bei den deutschen Juniorenmeisterschaften im Einzel und der Staffel. Allerdings hat er seine sportliche Karriere beendet.

Die Skilangläufer erzielten nur kleinere Teilerfolge. Vor allem Alexander Weingärtner ist hervorzuheben: Er wurde Gesamtsieger in der Sparkassen-Langlauf-Tournee und holte sich bei den Bayerischen Meisterschaften den ersten Platz im Einzel und der Staffel.

Herausragende Leistungen trotz seiner schweren Verletzung zeigte Skispringer Andreas Wellinger mit seinen beiden Silbermedaillen bei der Junioren-WM in Almaty. Trotz seines schweren Sturzes beim Weltcup im finnischen Ruka schaffte es Wellinger noch, bei der Senioren-Weltmeisterschaft in Falun zu starten. Einen großen Auftritt hatte auch Philipp Mauersberger im Teamwettkampf der Nordischen Kombination bei der Junioren-WM mit der Silbermedaille. Dieses Kunststück gelang auch Benedikt Schweiger beim EYOF-Festival in Vorarlberg und Liechtenstein. Benedikt Hahne sicherte sich im Skispringen die Gesamtwertung der S 14/15 im bayerischen Schülercup und den zweiten Platz im deutschen Schülercup in der S 15. Siebenmal stand er bei Springen im vorigen Winter ganz oben auf dem Stockerl.

Nach 14 Jahren Engagement im Eiskunstlaufen hat Ulrike Scholze ihr Amt als Abteilungsleiterin niedergelegt. 45 Kinder und Jugendliche umfasst die Abteilung. Herausragende Ergebnisse schafften Marie Zimmermann, Anna-Lena Finkenzellner mit ersten Plätzen sowie Elena Nakoff, Sabine Steinbeißer mit zweiten Rängen sowie Daniela Hunklinger, Anna Koch und Laura Huber, die jeweils dritte Plätze erreichten.

Die »Mission Klassenerhalt« ist der Hobby-Eishockeymannschaft »Sharks« geglückt. Nach dem Aufstieg in die Gruppe B der Inn-Chiemgau-Hockey-Liga erreichte die Truppe um Hermann Hipf mit dem vierten Rang ihr Ziel. SHu.