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Bezirksligist TSV Waging bietet Derby-Höhepunkt

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Für das Derby gegen den ESV Freilassing haben sich die Waginger Fußballer viel vorgenommen. Ob sie ESV-Torhüter Stefan Schönberger wieder unter Druck setzen können, so wie in dieser Szene TSV-Spieler Stefan Hinterreiter? (Foto: Weitz)

Zwei Heim-Derbys in Folge – und dazwischen das Gastspiel beim TSV Ebersberg (31. Oktober): Auf die Bezirksliga-Kicker des TSV Waging warten spannende und richtungsweisende Wochen, die mit dem Lokalfight am morgigen Samstag um 16 Uhr im Wilhelm-Scharnow-Stadion gegen den ESV Freilassing beginnen.


»Wir wollen versuchen, mit einem Sieg Werbung für das nächste Derby gegen den SB Chiemgau Traunstein (8. November) zu machen«, sagt Wagings Defensiv-Routinier und 2. Abteilungsleiter Stefan Hinterreiter, der auf eine große Kulisse hofft. Insgesamt findet er es aber »schade, dass der BFV unsere Derbys so unglücklich angesetzt hat: die Auswärtsspiele im Sommer und die Heimspiele im 'Winter'«.

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Ärgerliche Niederlage

Ärgerlich sind für die »Seerosen« aber nicht nur diese Ansetzungen, sondern vor allem die verlorenen Punkte zuletzt bei der 2:3-Niederlage in Ottobrunn. »Das wäre ein schlagbarer Gegner gewesen«, meint Hinterreiter, »aber wir haben es nicht geschafft, unsere Chancen zu verwerten – kurz vor dem Ottobrunner 3:1 hatten wir zum Beispiel eine Hundertprozentige zum 2:2. Außerdem haben wir auch nicht die nötige Kompaktheit herstellen können.« Ein erfreulicher Aspekt aus dem Ottobrunn-Spiel ist aber die Tatsache, dass Basti Maier nach längerer Verletzungsphase immer besser in Tritt kommt. »Er erreicht immer mehr seine Leistungen von früher«, freute sich Hinterreiter, der zudem vermelden konnte, dass Michi Fuchs diese Woche wieder ins Training eingestiegen ist. Ob es schon für einen Einsatz gegen die »Eisenbahner« reicht, sei offen. »Wir wollen auf alle Fälle kein Risiko eingehen.«

Für den ESV hieß in dieser Woche die Devise »Nach dem Derby ist vor dem Derby«: Das jüngste, spektakuläre 4:4 gegen Traunstein lieferte bekanntlich genügend Gesprächsstoff und musste erst einmal aufgearbeitet werden. »Dieses Spiel war der Beweis dafür, dass wir mit Helmut Fraisl einen gewieften Taktiker und Motivationskünstler auf der Bank sitzen haben, und dass die Moral der Mannschaft absolut intakt ist«, erklärte Freilassings Abteilungsleiter Hans Gietl. Er hätte natürlich nichts dagegen, wenn es in der Offensive – wie auch beim 4:2 im Hinspiel gegen Waging – erneut so gut klappen würde. Dagegen erhofft er sich von der Hintermannschaft mehr Stabilität.

Fraisl dürfte diesmal wieder eine schlagkräftige Truppe aufs Feld schicken können, zumal bis auf die Langzeitverletzten (wie etwa Daniel Leitz) und Youngster Lukas Enzinger (steigt kommende Woche ins Training ein) im Prinzip alle Mann zur Verfügung stehen. Deshalb gibt sich der ESV-Übungsleiter auch zuversichtlich: »Wir haben vor jedem Gegner Respekt – so auch vor Waging. Trotzdem möchten wir am Samstag gewinnen und die drei Punkte mit nach Hause nehmen. Wir wollen unser Spiel durchdrücken, auch wenn’s nicht leicht wird.«

Doch auch die Crew von TSV-Trainer »Berni« Zeif will unbedingt die Derby-Punkte, auch wenn die »Seerosen« in den jüngsten Spielen gegen Freilassing »nie gut ausgesehen haben«, so Hinterreiter. Doch das zählt für Co-Trainer Patrick Quast jetzt nicht mehr – er meint: »Da die Liga extrem ausgeglichen ist, müssen wir wieder unsere Heimspiele gewinnen, um eine Chance im Kampf um den Klassenerhalt zu haben.«

Im Hinspiel schwach

Das Hinspiel sei »eines unserer schlechtesten Spiele in der Vorrunde« gewesen, behauptet Quast, »unser Torhüter Michi Endlmaier hat damals eine höhere Niederlage verhindert.« Nun hofft das Waginger Trainerteam, dass die Mannschaft aus diesen Fehlern gelernt hat.

Doch selbst an einem guten Tag dürfte es nicht leicht werden, den früheren Landesligisten aus der Grenzstadt in die Schranken zu verweisen, denn der ESV besitzt eine der besten Offensivabteilungen der Liga (38 Tore). Mit Albert Deiter (15 Tore) und Denis Krojer (9) haben die Gäste zwei der drei besten Torschützen der Liga in ihren Reihen. »Das Derby des ESV gegen Traunstein hat aber auch gezeigt, dass die Freilassinger in der Abwehr anfällig sind – und das wollen wir natürlich ausnutzen«, betont Patrick Quast. cs