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Bewegender Abschied für Bezirksschützenmeister Schuhmann

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Verdiente Mitarbeiter im Schützenbezirk Oberbayern wurden vom scheidenden Bezirksschützenmeister Eberhard Schuhmann (rechts) und Landesschützenmeister Wolfgang Kink (Dritter von rechts) beim 65. Oberbayerischen Bezirksschützentag in Waging geehrt: Anton Stutz (von links), Hugo Kammerer, Jakob Geiger, Bernd Hofmann und Armin Singer.
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Das ist die neue Vorstandschaft des Schützenbezirks Oberbayern: Stefan Fersch (von links), Hans Oberauer, Christian Schröck (hinten), Elisabeth Maier, Bezirksjugendleiter Klaus Waldherr, Gabriele Gams, der neue Bezirksschützenmeister Alfred Reiner, Bezirksdamenleiterin Christine Daum und Johannes Enders. (Fotos: Hans Eder)

In seinem Dank an alle, die zum Gelingen des 65. Oberbayerischen Bezirksschützentages beigetragen hatten, schloss Gauschützenmeister Anton Stutz die Bitte mit ein, dass der Rupertigau beim Oktoberfest dieses Jahres mitmarschieren darf. Schließlich freue man sich sehr über den Erfolg von Sandra Ziegler aus Fridolfing, die beim Bezirksschießen für den Rupertigau den Titel der Bezirkskönigin geholt hatte (wir berichteten). Der neu gewählte Bezirksschützenmeister Alfred Reiner sagte zu, diese Anfrage zu prüfen.


Der aus dem Gau Dachau stammende Reiner, bisher stellvertretender Bezirksschützenmeister, ist bei der sechsstündigen Bezirksversammlung im Kurhaus zum Nachfolger des 70-jährigen Eberhard Schuhmann aus Bernau gewählt worden, der das Amt sieben Jahre lang innegehabt hatte. Ein wesentlicher Teil der Versammlung war diesem Abschied gewidmet, der ausführlich zelebriert wurde. Schuhmann selber hatte in einem rund einstündigen Vortrag seinen Jahresbericht vorgelegt und auf die 25 Jahre zurückgeblickt, in denen er im Schützenbezirk tätig war: zunächst als Schriftführer, dann als zweiter und schließlich seit 2008 als erster Bezirksschützenmeister.

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Wolfgang Kink hält ausführlichste Laudatio

Von allen Seiten wurde ihm für seine Verdienste gedankt. Seine sechs Kollegen aus den anderen bayerischen Bezirken hatten die weite Anfahrt nicht gescheut, um ihn zu verabschieden. Die ausführlichste Laudatio für Schuhmann kam von Landesschützenmeister Wolfgang Kink, der am Chiemsee aufgewachsen und von Kindesbeinen an mit Schuhmann eng befreundet ist. Lustige Anekdoten aus Jugendtagen waren der eine, ein großes Lob mit kritischer Würdigung seiner Tätigkeit der andere Teil der Laudatio. Schuhmann habe stets großes oberbayerisches Selbstbewusstsein »zelebriert«, aber zur Kenntnis nehmen müssen, »dass Bayern auch Franken und Schwaben braucht«. Mit Schuhmanns Ausscheiden ende »ein Stück oberbayerische Schützengeschichte«, sagte Kink. Fasziniert hörten die Vertreter der Schützengaue im Kurhaus, dass Schuhmann nicht nur im Schützenbereich tätig war, sondern sage und schreibe 350 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit in ganz unterschiedlichen Bereichen absolviert hat. Neben zahlreichen anderen Ehrungen erhielt Schuhmann schließlich das Ehrenkreuz in Gold, Sonderstufe für besondere Verdienste, des deutschen Schützenbundes. Außerdem wurde er zum Ehrenbezirksschützenmeister ernannt.

Die neue Vorstandschaft des oberbayerischen Schützenbezirks sieht nach der schriftlichen Wahl, die der frühere Gauschützenmeister Klaus Daiber leitete, wie folgt aus: Bezirksschützenmeister Alfred Reiner, Stellvertreter Elisabeth Maier (Gau Ingolstadt), Stefan Fersch (Gau Starnberg, neu) und Johannes Enders (Gau Altötting, neu), Schatzmeister Hans Oberauer (Gau Freising), Schriftführerin Gabriele Gams (Gau Erding, neu) und Bezirkssportleiter Christian Schröck (Gau Holzkirchen), sein Stellvertreter Gregor Liebe (Gau Massenhausen, neu).

Die ausscheidenden Mitglieder des Bezirksschützenamtes, der bisherige Schriftführer Josef Gigler (Gau Landsberg) und der bisherige dritte Bezirksschützenmeister Armin Wiedemann (Gau Werdenfels), beide seit rund 20 Jahren im Bezirk tätig, wurden ebenso zu Ehrenmitgliedern ernannt wie die weiteren verdienten Schützen Helmut Wagner (Gau Wasserburg-Haag), Franz-Josef Radlmeier (Massenhausen), Anton Müller (Mühldorf). Mit weiteren Ehrenzeichen, Medaillen und Verdienstnadeln geehrt wurden die folgenden Personen: Johann Grundner (Gau Dorfen), Josef Schuster (Chiemgau-Prien), Bernhard Hoffmann (Werdenfels), Armin Singer (Trostberg), Gabriele Gams (Erding), Jakob Geiger (Bad Tölz), Hugo Kammerer (Wasserburg-Haag), Anton Stutz (Rupertigau), Johann Maier (Ingolstadt) und Lorenz Knoll (Holzkirchen).

Grußworte sprachen unter anderem Bürgermeister Herbert Häusl, Landrat Siegfried Walch, Regierungspräsidentin Maria Els und Bezirkstagspräsident Josef Mederer.

Mitgliederzahl im Bezirk beträgt 151 224

In seinem umfangreichen Bericht hob Schuhmann vor allem die Tatsache hervor, dass sich die Mitgliederzahl im Bezirk um 390 auf exakt 151 224 gesteigert hat; diese sind in 1426 Vereinen organisiert. Davon sind 43 368 Schüler, Jugendliche und Junioren, 44 274 Damen. So konnte der scheidende Bezirksschützenmeister stolz feststellen, dass in den 25 Jahren, die er beim Schützenbezirk engagiert ist, die Mitgliederzahl von 124 640 auf die aktuelle Zahl gestiegen ist. Dennoch müsse die Mitgliederwerbung engagiert weiterbetrieben werden. Auch die Erfolge der Schützen im Bezirk Oberbayern könnten sich sehen lassen. Schatzmeister Oberauer listete bei einem Gesamt-Haushaltsumfang von gut 250 000 Euro ein Minus von rund 12 000 Euro auf, das im heurigen Jahr durch Mehreinnahmen aus Beiträgen wohl wieder aufgefangen werde. Außerdem verfüge der Bezirk über »einiges an Rücklagen«.

Zum Schluss der Versammlung resümierte der neue Bezirksschützenmeister Reiner: »Es war alles super in Waging!« Der Bezirksschützentag sei hervorragend vorbereitet und durchgeführt worden, sagte er unter dem Beifall der Besucher. Sein besonderer Dank galt dem Gauschützenamt unter Leitung von Anton Stutz. Dieser wiederum dankte der Kgl. Priv. FSG Waging, der Feuerwehr, dem BRK, dem Trachtenverein und den Musikkapellen, die zum Gelingen des Wochenendes beigetragen haben. he