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Bestzeiten auf allen vier Einzelstrecken

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Technisch sauber unterwegs: Auch diesmal war Günter Traub vom DEC Inzell bei der Deutschen Meisterschaft wieder der Schnellste in seiner Altersklasse.

Einen klaren Sieg feierte Günter Traub vom DEC Inzell bei den Deutschen Meisterschaften der Eisschnellauf-Senioren in der Altersklasse 75. Er holte sich in Erfurt in der Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle auf der 400-m-Bahn in allen vier Einzeldisziplinen die Bestzeit und damit souverän die Meisterschaft im Mehrkampf. Sein Vereinskollege Olaf Kotva wurde bei den Senioren 50 Gesamtvierter und damit Dritter der DM-Wertung. Die Titelkämpfe wurden wie jedes Jahr vom ESC Erfurt ausgerichtet.


Bei der international offenen Deutschen Meisterschaft für Masters – gültig bereits für das Jahr 2018 – war Traub damit zum vierten Mal in der Altersklasse 75 bis 80 Jahre erfolgreich. Dem Titel 2014 folgten die Titel 2016 und 2017 nun die Meisterschaft 2018. Mit 214,548 Punkten setzte sich das Ehrenmitglied des DEC Inzell souverän vor Reiner Liebert (233,843) sowie Dietrich Steinke (296,444) durch. Besonders gegenüber Liebert ist der Vorsprung beachtlich, denn der Vizemeister fährt im Sommer Radrennen und kam so auf gut 13 000 Rennrad-Trainingskilometer, während sich Traub mit gut 2500 Kilometer auf dem Rad begnügen musste.

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Schon in der vergangenen Saison hatten Traub einige langwierig heilende Verletzungen sowie eine stärker werdende Hüftgelenks-Arthrose zurückgeworfen. Entsprechend konnte er im Frühling und Sommer 2017 nur eingeschränkt seine Vorbereitung absolvieren. Die logische Folge: »Die Zeiten waren nicht mehr so stark wie früher, aber ich habe alle Laufstrecken über 500, 1000, 1500 und 3000 Meter gewonnen«, freut sich Traub. »Im abschließenden 3000-m-Rennen habe ich sogar fast alle mit mir im gleichen Quartett-Lauf gestarteten Alters-Konkurrenten überrundet.«

Dass er trotz aller Probleme so gut abschneiden konnte, sei neben seiner akribischen Vorbereitung auch anderen zu verdanken, betont Traub. Sehr geholfen hätten ihm unter anderem »die umsichtigen Behandlungen während der Sommermonate im Orthopädischen Krankenhaus Schloss Werneck durch Prof. Dr. Hendrich und Dr. Björn Oswald.« Die Therapien hätten zur entscheidenden Verbesserung seiner Arthrose-Schmerzen beigetragen.

Der Vorsprung von Günter Traub ist auch auf seine verbesserte Eisschnelllauf-Lauftechnik zurückzuführen. Diese konnte er dank seiner holländischen Trainerin Monique Vergeer optimieren. Vergeer nimmt in Inzell einen großen Teil der internationalen Masterläufer in Trainingslagern unter ihre Fittiche.

In Inzell weilt Traub immer wieder einmal für längere Trainingsaufenthalte. Dabei trifft er gelegentlich auch die junge Inzeller Gilde, die derzeit im Weltcup gut mitmischt. »Das freut mich schon, dass sich jetzt schon einige für die Olympischen Spiele qualifiziert haben. Natürlich verfolge ich ihre Leistungen genau«, so Traub.

Sein nächstes Saisonziel ist eine erfolgreiche Teilnahme an der Schweizer Meisterschaft, die am 13. und 14. Januar 2018 auf einer 400-m-Natur-Eisschnelllauf-Bahn in seinem Wohnort St. Moritz stattfinden soll. Die Meisterschaft findet zum ersten Mal auf dem St. Moritzer See in 1800 m Höhe statt. »Dass diese Meisterschaften auch für internationale Masters-Teilnehmer ausgeschrieben wurden, war für mich eine große Motivation, in dieser Wintersaison nochmals im Eisschnelllauf an den Start zu gehen«, betont er.

Traub erwägt noch Teilnahmen an der Masters-WM (19. bis 21. Januar 2018 in Baselga di Pine/Italien) und beim Internationalen Masters-Sprint (27./28. Januar 2018 in Inzell). Allerdings ist ihm bewusst, dass seine Starts deutlich schwächer sind als früher, was sich besonders auf den kurzen Strecken negativ auswirkt. »Über die etwas längeren Strecken 1500 und 3000 Meter versuche ich, meine Start-Beschleunigungs-Handicaps einigermaßen zu kompensieren«, kündigt er an. Bei der DM ist ihm dies schon gelungen. who

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