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»Beste Saisonleistung« in der ersten Halbzeit

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Fußball
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Ein Ball geht ins Netz. Foto: Jan Woitas/Archivbild Foto: dpa

Saisonende für den TSV Emmering, Bezirksliga-Hoffnungen dagegen auf Waginger Seite – dieses Fazit kann man nach dem 1:1-Unentschieden im Rückspiel der ersten Relegationsrunde vor gut 800 Zuschauern im Pfarrbachstadion ziehen. Die sensationelle Heim-Serie der Kramlinger-Truppe hielt zwar weiter an (Emmering ist seit gut zwei Jahren zu Hause unbesiegt), doch die »Seerosen« zogen dank des 0:0 im Hinspiel und des Europapokal-Modus in die zweite und entscheidende Runde ein. In dieser treten sie am morgigen Mittwoch um 19.30 Uhr bei der SpVgg Haidhausen an, ehe sie die Münchner am kommenden Samstag, 15 Uhr, im Wilhelm-Scharnow-Stadion zum alles entscheidenden Rückspiel empfangen.


»Waging war in drei der vier Halbzeiten die bessere Mannschaft und ist verdient weitergekommen«, sagte Emmerings Innenverteidiger und Abteilungschef Michael Maier, der mit der gesamten Saison natürlich dennoch sehr zufrieden war. Für Emmerings Trainer Christian Kramlinger war es ebenso das letzte Spiel wie auf der anderen Seite für Ali Gezer, der sich gestern in den Türkei-Urlaub verabschiedete, wo er unter anderem seine 86-jährige Mutter in der Nähe von Ankara besuchen wird. »In der ersten Halbzeit haben wir unsere beste Saisonleistung gezeigt«, erklärte Gezer, »ich bin sicher, dass wir verdient weiter sind. Das haben mir auch die Emmeringer bestätigt.«

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Im zweiten Durchgang steigerte sich jedoch der Vizemeister der Kreisliga I. »Da haben wir auch mehr Biss gezeigt«, so Michael Maier. Doch mehr als der Ausgleich durch einen sehenswerten Kopfball des zur Halbzeit eingewechselten Maximilian Gressierer (56./nach Ecke) war letztlich nicht drin. Das lag auch daran, dass der ebenfalls neu ins Spiel gekommene Christian Breu aus seinen zwei guten Möglichkeiten ebenso wenig Kapital schlug wie Martin Breu aus einem Freistoß, den Gästetorhüter Manfred Sommerauer unschädlich machte.

In der ersten Halbzeit waren jedoch die Waginger das klar bessere Team und hätten auch deutlicher als nur 1:0 führen können. Doch Hannes Maierhofer brachte bei drei Top-Möglichkeiten den Ball nicht am starken Torwart Andreas Kleingütl vorbei. Für den einzigen »Seerosen«-Treffer hatte Bernhard Mühlbacher gesorgt, als er in der 26. Minute nach einem weiten Ball am schnellsten reagierte, auch noch an Kleingütl vorbeizog und traf. Die Defensivabteilung der Hausherren, die eine deutliche Überzahl hatte, sah in dieser Szene »uralt« aus.

Nach Gezers Ansicht war der Schlüssel zum Erfolg vor allem, dass man in der Defensive nicht viel anbrennen ließ. »Wenn ich mir beide Spiele anschaue: Da haben wir in 180 Minuten nur eineinhalb bis zwei Emmeringer Chancen zugelassen«, meint der frühere Landesliga-Spieler des ESV Freilassing, der nun in den beiden letzten Saisonspielen von Co-Trainer Veit Gröbner vertreten wird. Auch der wird dann auf defensive Stabilität ein Augenmerk richten (müssen), zumal Haidhausen mit Florian und Stefan de Prato oder Toni Rauch über bärenstarke Offensivleute verfügt.

Eine umstrittene Entscheidung war übrigens in der 87. Minute die Rote Karte, die der Referee dem Emmeringer Martin Breu nach einer vermeintlichen Attacke an Gästekapitän Manuel Sternhuber gab. »Er hat ihn gar nicht getroffen«, rechtfertigt Michael Maier die Aktion seines Teamkollegen. »Das war eine harte Entscheidung«, meint selbst Wagings Spartenboss Stefan Hinterreiter, »aber der 'Schiri' stand gleich daneben und hat nicht gezögert.«

Verdient war der Aufstieg in die zweite Runde allemal aus Waginger Sicht, zumal Michael Auer und Dennis Baumgartner mit ihren Chancen nach der Pause in Kleingütl ihren Meister fanden. Das sieht auch Michael Maier so: »Wir haben uns aber vor allem in der ersten Halbzeit zu viele leichtfertige Ballverluste erlaubt«, betonte er. Sein Waginger Kollege Hinterreiter bedankte sich mit Blick auf die Haidhausen-Spiele bei den zahlreichen Fans: »Unsere Fans waren in der bisherigen Relegation der Hammer, ich hoffe, sie unterstützen uns auch am Mittwoch und am Samstag wieder so toll.« Dann könnte eine Saison, die von einer starken Rückrunde der »Seerosen« geprägt wurde, vielleicht mit der Rückkehr in die Bezirksliga gekrönt werden.

Einer wurde ja nach der Partie schon so euphorisch gefeiert, als wäre er schon aufgestiegen: der scheidende Trainer Ali Gezer, der zur kommenden Saison von Sepp Aschauer abgelöst wird ... cs