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Berndl ist Deutscher Vizemeister

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Auch wenn Johannes Berndl den ganz großen Wurf um acht Sekunden verpasst hat – die Freude über Silber bei der Deutschen Bergmeisterschaft überwog bei dem Fahrer des RSV Traunstein.

Die Deutsche Bergmeisterschaft wurde jetzt vom RSV Freilassing am Roßfeld ausgetragen. Vor der imposanten Kulisse der Berchtesgadener Alpen ging es um die Titelkämpfe der einzelnen Kategorien, die auf der 13 Kilometer langen Passstraße hinauf zum Roßfeld ausgetragen wurden. Zahlreiche Zuschauer beobachten das Spektakel auf Deutschlands höchstgelegener Passstraße mit Steigungen von bis zu 24 Prozent. Durchschnittlich betrug die Steigung 9,3 Prozent.


Am Start der Elite und der U-23-Bundesliga war auch der Rennfahrer des RSV Traunstein, Johannes Berndl. Gleich zu Beginn fuhr das über 100 Mann umfassende Feld vom Start in Berchtesgaden in die 24 Prozent Steigungen Richtung Obersalzberg. Schnell war klar: Berndl konnte das Tempo der Spitze mitgehen. Am Ende des Steilstücks übernahm der 22-Jährige die Führung und hielt das Tempo so hoch, dass ihm ab dem Mauthäusl nur noch ein Begleiter, der Bundesliga Führende Emanuel Buchmann vom Profi-Team Rad-net Rose, folgen konnte.

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Souverän bauten die beiden ihren Vorsprung aus. Etwa 100 Höhenmeter vor dem Ziel am Ahornkaser setzte Buchmann die entscheidende Attacke. Berndl war einen Moment unachtsam und konnte nicht folgen. Die kleine Lücke blieb und Johannes Berndl kam knapp geschlagen – mit acht Sekunden Rückstand – ins Ziel und krönte sich mit einer hervorragenden Leistung zum Deutschen Vizemeister am Berg. Dritter wurde Mario Vogt ebenfalls Team Rad-net Rose. Robert Glaßl vom RSV Traunstein – eigentlich kein Bergspezialist – belegte auf dem identischen Kurs in der Altersklasse Senioren III den sehr guten vierten Rang.

Tags drauf ging der frisch gebackene Vizemeister in Trento beim Marathon La Leggendaria Charly Gaul an den Start. Der Granfondo zählt in Italien zu einem der größten Radmarathons und ist gleichzeitig Teil der World-Cycling-Tour. Mit 141 Kilometer und rund 4000 Höhenmeter führte die Strecke zuerst in den Norden von Trento, bevor es für die Fahrer zweimal auf den Monte Bondone hinauf auf 1522 Höhenmeter ging.

Leider erwischte Berndl nach rund 35 Kilometer die falsche Abzweigung und bog auf die kürzere Strecke ab, was ihn zur Umkehr zwang und wertvolle Zeit auf die Spitze kostete. In einer fulminanten Aufholjagd konnte der Trostberger den zwischenzeitig auf knapp fünf Minuten angewachsenen Rückstand bis ins Ziel auf zwei Minuten verkürzen. Schlussendlich konnte sich der 22-Jährige somit den Sieg in der Nachwuchsklasse U 23 und den vierten Gesamtrang sichern.