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Berndl glänzt nicht nur beim Einzelzeitfahren

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Das war eine ganz starke Leistung: Der Trostberger Radsportler Johannes Berndl raste beim Einzelzeitfahren auf Platz 1 in seiner Kategorie und wurde bei dieser Etappe des »Giro Sardegna« auf Sardinien in der Gesamtwertung Fünfter.

Großer Erfolg für das Radteam corratec: Beim »Giro Sardegna« auf Sardinien holten Bart Bury, Johannes Berndl aus Trostberg, Michael Markolf und Martin Reisner sich beim Teamzeitfahren den Sieg. Damit gelang ihnen der erste Erfolg bei einem so großen Mannschaftszeitfahren in der über 25 Jahre langen Erfolgsgeschichten von corratec. Aber damit noch nicht genug: Nach den sechs Etappen gegen starke und internationale Konkurrenz stand bei der großen Siegerehrung mit Michael Markolf auch noch ein corratec-Fahrer auf dem Podest. Er wurde Gesamtdritter und in seiner Kategorie Erster. Martin Reisner wurde in seiner Klasse Zweiter (Gesamtplatz neun). Auch für Berndl gab's einen schönen Erfolg. Er glänzte im Einzelzeitfahren als Fünfter.


Das Auftaktrennen war bei viel Cross- und Gegenwind von Beginn an sehr hektisch. Das große Peleton wurde bei dieser aggressiven und kräfteraubenden Fahrweise zunehmend kleiner. Nach vielen Anstiegen bildete sich nach der Rennhälfte eine 30-Mann-Spitzengruppe, in die es auch Michael Markolf und Martin Reisner mit dem Support von Johannes Berndl geschafft hatten.

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Wilder Sprint um die weiteren Plätze

Francesco Cipoletto vom Team Procycling Prom gelang eine erfolgreiche Attacke und mit knapp einer Minute Vorsprung schoss der spätere Rundfahrtsieger auch als erster Tagessieger über die Ziellinie. In der ersten Verfolgergruppe wurde wild um die weiteren Plätze gesprintet. Auf Platz 19 und 21 mit nur knapp einer Minute Rückstand rasten Markolf und Reisner über die Ziellinie in Santa Teresa. In ihren Rennkategorien belegten beide jeweils Platz 5. Beim Einzelzeitfahren überraschten Berndl sowie Michael und Martin Reisner sich und das ganze Team – und zwar mit den Gesamtplätzen 5, 10 und 14. Und dies bedeutete in ihren Rennklassen jeweils die Ränge 1, 2 und 4. Im Gesamtklassement machten alle richtig Zeit und Plätze gut. Cipoletto gewann übrigens auch das Einzelzeitfahren.

Das Team wollte nun weiter Top-Resultate einfahren – und das klappte auch: Auf der Königsetappe über 173 km mit 2295 Höhenmeter gelang der erste Podiumsplatz. Markolf wurde Gesamtzweiter und fuhr in seiner Klasse damit den Sieg ein. Auf der vierten Etappe, dem Teamzeitfahren, lief es dann noch besser: Das Team corratec gewann mit einer Sekunde Vorsprung vor der Mannschaft von Cipoletto.

6. Gesamtplatz für Michael Markolf

Beim Straßenrennen mit Bergankunft in Aglientu (126 km, 2328 Höhenmeter) sprang noch der 6. Gesamtplatz (Klasse Platz 3) für Michael Markolf heraus. Zudem wurde Reisner Dreizehnter (Klasse Platz 3).

Die letzte Etappe war ein Straßenrennen über 91 km mit 1061 Höhenmeter. Zu Beginn der Etappe fragte das Team des Spitzenreiters bei corratec an, ob man bei den wieder heftigen Winden nicht zusammenarbeiten wolle, um das Rennen besser kontrollieren zu können. »Dies empfanden wir fast als eine Auszeichnung«, hieß es dazu vom Team corratec.

Damit konnte man auf jeden Fall auch die Top-Plätze von Michael Markolf und Martin Reisner im Rundfahrtklassement absichern. Alle 4 corratec-Fahrer fuhren auch ein beachtliches Finale mit viel cleverem Teamwork. Sie kamen alle mit der Hauptgruppe knapp hinter den drei erfolgreichen Ausreißern ins Ziel. Die engagierte Fahrweise wurde dort mit viel Applaus bedacht. SB

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