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Bernd Eimannsberger wird Sportlicher Leiter

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Sein Schwung in der Offensive wird dem SV Kirchanschöring in den nächsten zwei Begegnungen fehlen: Yunus Karayün (am Ball). (Foto: Butzhammer)

Nicht frei von Personalsorgen kann der Fußball-Bayernligist SV Kirchanschöring die Reise zum FC Gundelfingen antreten, wo am morgigen Samstag um 15 Uhr der Anstoß erfolgt. Thaddäus Jell hat nämlich am vergangenen Samstag beim 3:0-Sieg gegen den TSV Rain/Lech einen Oberkiefer- und Augenknochenbruch erlitten und wird laut Teammanager Michel Wengler »wohl bis zum Winter« ausfallen.


Doch damit nicht genug: Auch Yunus Karayün muss im Vergleich zur Vorwoche ersetzt werden, nachdem er sich zu einem Revanchefoul hinreißen ließ und vom Sportgericht für zwei Spiele gesperrt wurde. Der gebürtige Kufsteiner, mit 31 Jahren einer der erfahrenen SVK-Akteure, fehlt somit auch noch am Sonntag, 30. Oktober, zum Rückrunden-Auftakt bei der Drittliga-Reserve des SSV Jahn Regensburg.

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Patrick Mölzl, der Trainer der Gelb-Schwarzen, ist also einmal mehr gefordert, eine schlagkräftige Formation aufs Feld des Schwabernstadions zu schicken, wo ein Punktgewinn unheimlich wichtig wäre. Denn: Die Gastgeber, drei Zähler hinter dem SVK rangierend, nehmen einen der vier Abstiegsrelegationsränge ein, sollten also unbedingt auf Distanz gehalten werden. Ein Gundelfinger Dreier sollte also mit aller Macht verhindert werden.

Wie Wengler – der ja erst kürzlich zum Teammanager aufgestiegen ist – weiter mitteilte, wurde die Führungsmannschaft der »Anschöringer« vergrößert: Bernd Eimannsberger, Vater von Spieler Bernd Eimannsberger, ist seit dem vergangenen Wochenende Sportlicher Leiter, was Rudi Gaugler besonders freut, denn der SVK-Fußball-Chef schwärmt von seiner »großen Fachkompetenz«. Eimannsberger kenne den SVK seit Jahren, betont Gaugler, »er wird uns weiterhelfen, hat eine sehr ruhige und sachliche Art – ich freue mich auf die Zusammenarbeit!«

Der neue Sportliche Leiter selbst behauptet, es habe ihn keinerlei Überwindung gekostet, diese Funktion zu übernehmen. Er kenne und beobachte den Verein und dessen Strukturen seit mittlerweile sieben Jahren – »seit mein Sohn Bernd damals als 18-Jähriger vom SV Wacker Burghausen nach Kirchanschöring gewechselt ist.« Als Vater eines jungen Fußballers sei man »besonders sensibel«, erklärt er, ihn habe die Art und Weise, wie die Verantwortlichen des Vereins, aber auch das Umfeld samt fantastischer Zuschauer mit den Spielern umgehen, »von Anfang an sehr beeindruckt.«

SVK-Trainer Patrick Mölzl sei ihm noch aus seiner aktiven Zeit beim FC Bayern München in Erinnerung, als er Spieler unter Amateurtrainer Kurt Niedermayer war. »Die Kurts (Niedermayer und Gaugler, d. Red.) waren ja bekanntlich für den damaligen Höhenflug des SV Wacker Burghausen hauptverantwortlich, und ich durfte von 1995 bis 2000 an der Seite Niedermayers bei Wacker als Co-Trainer arbeiten«, so der neue Sportliche Leiter des SVK.

Seit 2002 war Eimannsberger elf Jahre als DFB-Stützpunkttrainer in Waldkraiburg beziehungsweise Mühldorf tätig. »Jetzt reizt mich die Arbeit mit Erwachsenen wieder. Und als der Patrick bei mir angeklopft hat, war nach einem kurzen Gespräch alles geklärt«, so Eimannsberger zu seinem Engagement beim SVK.

Morgen reisen die Gelb-Schwarzen zum Aufsteiger und Meister der Landesliga Südwest nach Gundelfingen. Die Fahrt wird im großen Mannschaftsbus absolviert, Abfahrt am Vereinsheim ist um 9 Uhr, Zustiege in Traunstein und München sind geplant.

Kirchanschörings Co-Trainer Dominik Hausner erwartet einen »unangenehmen Gegner«, der im Aufwind sei, was die letzten Ergebnisse gegen Pullach und den TSV Dachau zeigten. »Es wird wieder eine Top-Leistung nötig sein, um zu punkten«, stellt Hausner klar. Dennoch ist Kapitän Albert Eder zuversichtlich, »dass wir etwas Zählbares mitnehmen.« Warum er und seine Mannschaft sich im zweiten Jahr Bayernliga derzeit etwas schwer tun, erklärt der frühere Freilassinger so: »Wir sind kein unbeschriebenes Blatt mehr.«

Die Ausfälle würden derzeit einen Qualitätsverlust bedeuten, so der SVK-Kapitän. »Wir haben viele junge Spieler, die noch ein bisschen Zeit und Erfahrung benötigen«, sagt Eder, »dadurch ist es schwer, in dieser Saison konstant auf einem Level zu spielen.« cs