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Berglauf-Weltcup am Hochfelln

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Am Lauf selbst wird sich durch die Aufwertung kaum etwas ändern, er soll für Hobby-, Freizeit- und Breitensportler weiter attraktiv bleiben.

Nun ist es »amtlich«: Bergen und der Hochfellnberglauf werden in den »Mountain Running World Cup 2016« einbezogen. Der Berglauf-Weltverband WMRA und der Weltverband der Leichtathleten (IAAF) haben Bergen und dem Hochfellnberglauf den Zuschlag erteilt.


Der Bergener Berglaufklassiker war Wunschkandidat, um den doch etwas kriselnden Start der neuen Wettkampfserie anzuschieben. Neben Bergen (25. September) wurde auch der Schlickeralmberglauf in Telfes/Stubaital (31.Juli) gewonnen. Mit den beiden Läufen erhoffen sich IAAF und WMRA einen entscheidenden Durchbruch. Der 36. »La Monte du Grand Ballon« in Frankreich am 12. Juni, der 18. »Gorski tek na Grintovek Kamnik« in Slowenien am 24. Juli und der 37. »Smarna Gora Int. Mountain Race Ljubljana« in Slowenien am 7. Oktober sind die weiteren Stationen, dazu kommt noch die Weltmeisterschaft Sapareve Banja/Bulgarien am 11. September, die ebenfalls in die Weltcup-Gesamtwertung einfließt.

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Urheber »marschieren« wieder gemeinsam

Genau 20 Jahre, nachdem Georg Anfang (Bergen) und Ernst Künz (Telfes/Österreich) im Goldenen Dachl Innsbruck unter Patronanz der Verbände Österreich, Deutschland, Schweiz und Italien eine Partnerschaft vereinbarten und somit Weichen für die Zukunft der Disziplin Berglauf stellten, »marschieren« die beiden Urheber des Berglauf-Grand-Prix wieder gemeinsam.

Ursprünglich waren Lenzerheide/Schweiz, Telfes und Bergen im Boot, ein Jahr später kam Susa/Italien dazu, dann aber kam es wegen einer »absolut entbehrlichen Konkurrenzserie zu erheblichen Meinungsverschiedenheiten« mit dem Dachverband, wie der damalige Bergener OK-Chef es ausdrückte. Susa fiel daraufhin weg, mit dem Matterhornlauf/Zermatt, dem Großglocknerberglauf Heiligenblut und dem Dreizinnen-Run/Sexten verstärkte sich die Ursprungsserie aber eindrucksvoll. 2004 scherten dann der Matterhornlauf und Bergen aus und schließlich organisierten auch Telfes, Sexten und Heiligenblut ihre international hervorragend besetzten Rennen »auf eigene Faust« und mit großem Erfolg.

Kein Problem für die Organisatoren

Finanziell und organisatorisch sei die neue Aufgabe durchaus zu verkraften, betont der Vorsitzende des Skiclubs Bergen und Organisationschef des Hochfellnberglauf, Dr. Jürgen Schmid: »Der 'Adelholzener Hochfellnberglauf' entspricht ohnehin den Regularien des Weltverbands, sodass nur das Rahmenprogramm und die Medienpräsenz weltcupwürdig angepasst werden müssen.«

Für die Kostenübernahme wurden klare Absprachen getroffen. Durch die weitere internationale Aufwertung soll aber keinesfalls die Wertschätzung der Hobby-, Freizeit- und Breitensportler vernachlässigt werden, wie Schmid betont. »Der Hochfellnberglauf bleibt der Hochfellnberglauf.« Auch die Kreismeisterschaft Inn/Chiemgau wird weiterhin ausgetragen. ng