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Benedikt Huber mit neuer Bestzeit

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Er lief in Regensburg eine persönliche Bestzeit und verfehlte die EM-Norm nur hauchdünn: der Pallinger Benedikt Huber (vorn).

Nur hauchdünn hat der bayerische Meister Benedikt Huber bei der Sparkassen-Gala in Regensburg die 800-Meter-Norm für die Teilnahme an den Leichtathletik-Europameisterschaften (6. bis 10. Juli) im niederländischen Amsterdam verfehlt. Es fehlten ihm am Ende nur sieben Hundertstelsekunden.


Mit dem Ziel, eine neue persönliche Bestzeit aufzustellen, war der Pallinger Ausnahmeläufer zur größten Leichtathletik-Veranstaltung Deutschlands mit 1200 Teilnehmern angereist. Der Plan sollte bei optimalen äußeren Bedingungen voll aufgehen. Mit einer Zeit von 1:46,57 Minuten durchbrach er erstmals in seiner Karriere die Schallmauer von 1:47 Minuten. Seine bisherige Bestleistung lag bei 1:47,20 Minuten.

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Auch wenn er die EM-Norm von 1:46,50 Minuten knapp verfehlte, war der für die LG Telis Finanz Regensburg startende Huber mit sich und seiner Leistung hoch zufrieden. »Ich bin mit der neuen Bestzeit ganz glücklich. Jetzt weiß ich, dass ich die Norm für Amsterdam laufen kann«, so der 26-Jährige.

Der A-Lauf (schnellstes Rennen) war ganz nach Hubers Geschmack. Nach cirka 200 Meter konnte er sich an zweiter Position einsortieren, ab 550 Meter führte er das Feld an, bis dann bei etwa 700 Meter der Angriff von den hinteren Läufern erfolgte. In der Spurtentscheidung konnte Huber die meisten Angriffe der deutschen 800-Meter-Elite abwehren, nur der deutsche Olympiateilnehmer von 2012, Sören Ludolph, zog dann auf den letzten Metern an ihm vorbei.

Ludolph gewann mit einer Zeit von 1:46,43 Minuten und ist damit fix bei der Leichtathletik-EM dabei. Zudem verdrängte er Huber in der Deutschen Jahresbestenliste auf den zweiten Platz.

Insgesamt kann der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) drei 800-Meter-Läufer für die EM-Titelkämpfe nominieren. An diesem Donnerstag beim MTG-Sprint- und Laufmeeting in Mannheim hat Huber bereits die nächste Chance, die EM-Norm zu erfüllen. Am 18. und 19. Juni stehen dann die Deutschen Meisterschaften in Kassel an, wo Huber erstmals auf das Podest laufen will. Mit der Mannschaft gewann er im Vorjahr bereits die Silbermedaille bei den Deutschen Staffelmeisterschaften. mmü