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Benedikt Huber hakt verpatzte Gala ab

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Benedikt Huber hakt verpatzte Gala ab – bald Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften
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Für Benedikt Huber – hier beim Alzauenlauf Trostberg – verlief die Sparkassen-Gala seines Vereins LG Telis Finanz Regensburg enttäuschend. (Foto: Weitz)

Nach seinem Erfolg beim Mittsommerlauf in Regensburg blieb der Top-Läufer Benedikt Huber aus Palling am Wochenende bei der zweitägigen Sparkassen-Gala seines Vereins LG Telis Finanz Regensburg deutlich hinter den Erwartungen zurück. Über die ungewohnte 400-Meter-Distanz reichte es am Samstag mit einer Laufzeit von rund 50 Sekunden nur zu einem 8. Platz und über seine Paradedisziplin 800 Meter lief er am Sonntag komplett hinterher.


Dabei war Benedikt Huber sehr zuversichtlich und motiviert ins Rennen gegangen. Er habe sich eigentlich gut gefühlt, erklärte der 30-jährige Pallinger. Doch dann sei nach einer einstündigen Startverschiebung wegen eines Gewitters der Rennplan überhaupt nicht aufgegangen. »Die ersten 100 Meter waren sehr flott, von 100 auf 200 hat sich das Feld dann mangels Tempo zusammengeschoben, ein Läufer ist sogar zu Sturz gekommen. Auf der zweiten Stadionrunde haben alle angezogen. Auch ich wollte voll angreifen, aber es ist leider gar nichts mehr gegangen und so bin ich die letzten 100 Meter nur noch locker ausgelaufen.«

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Die 1:54,95 Minuten, mit denen er ins Ziel kam, habe er sogar schon oft alleine im Training gelaufen. Zum Vergleich: Hubers Bestzeit über 800 Meter liegt bei 1:46,31 Minuten. Aufgestellt hat er sie am 20. Juni 2018 in Goleniów/Polen.

Für den Ausnahmeläufer waren es in dieser coronabedingt sehr abgespeckten Freiluftsaison erst die Rennen drei und vier. Trotzdem stellen die Deutschen Leicht- athletik-Meisterschaften am 8. und 9. August in Braunschweig wohl schon wieder das Saisonende dar, denn mit der Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio auf das kommende Jahr und der Absage der Leichtathletik-Europameisterschaften in Paris fehlen die großen Ziele.

Diese und kommende Woche bereitet sich der vierfache Deutsche Meister nun gezielt auf die nationalen Titelkämpfe vor, wo er um die Medaillen mitkämpfen möchte. Nach drei »Goldenen« über 800 Meter in den Jahren 2016, 2017 und 2018 hatte er im Vorjahr im Berliner Olympiastadion die Bronze-Medaille gewonnen. Mit dem Gewinn einer Silberplakette hätte er auch bei DM-Einzelrennen einen kompletten Medaillensatz.

Die »Mission Olympia« beginnt für Benedikt Huber bereits in der kommenden Hallensaison (Dezember bis Februar) – denn es gilt, schon frühzeitig möglichst viele Punkte für die Qualifikation zu sammeln.

Trainingstechnisch wird Huber nach den jüngsten Erfahrungen zum bewährten System zurückkehren: »Ich mache dann wieder mehr längere, harte Einheiten über 800 und 1000 Meter, weniger über 300 und 400 Meter«, erklärt der Pallinger, der seine Karriere bis 2022 – dann findet die Heim-EM in München statt – fortsetzen wird. mmü

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