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Benedikt Huber für die EM nominiert

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Nach seinem grandiosen 800-Meter-Triumph bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Kassel (Bild) wurde Benedikt Huber aus Palling nun für die Leichtathletik-EM in Amsterdam nominiert. Am 7. Juli stehen dort die Vorläufe an.

Der Traum des Chiemgauer Ausnahmeläufers Benedikt Huber (LG Telis Finanz Regensburg) geht weiter. Nach seinem Deutschen Meistertitel über 800 Meter am vergangenen Sonntag in Kassel, konnte er sich nun über das erhoffte Ticket für die Leichtathletik-Europameisterschaften (6. bis 10. Juli) in Amsterdam freuen.


Der Bundesausschuss Leistungssport (BAL) nominierte insgesamt 104 Sportler, darunter 51 Athleten und 53 Athletinnen, für die Olympia-Generalprobe. Über die 800-Meter-Distanz wurde neben Huber auch noch der mehrmalige Deutsche Meister Sören Ludolph (LG Braunschweig) nominiert.

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Huber genießt seine Nominierung derzeit unter der heißen Sonne Spaniens, allerdings nicht am Strand, sondern auf der Tartanbahn. Am gestrigen Donnerstag lief er ein Rennen in Madrid (Ergebnis bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt) und am morgigen Samstag ist er dann in Bilbao am Start. »Ich will dort nochmal meine Bestzeit attackieren«, so Huber. Danach werde er sich – in Absprache mit dem Bundestrainer – dann elf Tage intensiv auf seine ersten EM-Titelkämpfe vorbereiten.

Der EM-Startschuss fällt für den 26-jährigen Pallinger dann am Donnerstag, 7. Juli in seinem 800-Meter-Vorlauf. Sollte er diese Hürde meistern, stünde für ihn am Freitag 8. Juli das Halbfinale auf dem Programm. Am Sonntag, 10. Juli findet das Finale statt. Für einen großen Teil des EM-Teams sind die Wettkämpfe in der niederländischen Hauptstadt, die letzte Chance, die Tickets zu den Olympischen Spielen in Rio/Brasilien (12. bis 21. August) zu lösen, denn im Anschluss an die EM wird der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) die abschließende Olympia-Nominierung (12. Juli) vornehmen. »Mit 104 Athleten haben wir das seit 1998 bisher größte DLV-Team für eine EM nominiert, das sich aus jungen, weniger erfahrenen und arrivierten Athleten zusammensetzt. Die Europameisterschaften bieten somit für einen Teil der Athleten die Möglichkeit, wichtige Erfahrungen auf internationaler Ebene zu sammeln und ihre Wettkampf-Kompetenz weiterzuentwickeln«, sagte DLV-Cheftrainer Idriss Gonschinska.

Und das gilt natürlich auch für Huber, der den Ball demonstrativ flach hält: »Mein Ziel ist es, erstmal den Vorlauf zu überstehen und dann schauen wir weiter.« »Fußball-Deutschland ist Europameister 2016 – und Benedikt Huber so gut wie sicher bei Olympia dabei«, was wäre das am Montag, 11. Juli für eine Schlagzeile? Ein bisschen träumen darf erlaubt sein ... mmü