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Beim SV Oberteisendorf ist viel geboten

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Vorstand Schorsch Quentin (links) ehrte den stellvertretenden Leiter der Tischtennisabteilung, Edi Berger, für 25-jährige Vereinszugehörigkeit.

Auf ein bewegtes Vereinsjahr blickte Vorstand Schorsch Quentin bei der 56. Jahreshauptversammlung des SV Oberteisendorf zurück und drückte seinen Stolz über die Entwicklungen im Verein aus. Finanziell steht der SVO trotz des Tribünenbaus am Sportplatz auf gesunden Füßen. Das Breitensportangebot wird sehr gut angenommen und mit Marion Deigentesch konnte der SVO immerhin für zwei Wochenenden (eines 2019, eines 2020) eine Weltcup-Biathletin stellen. Sogar über eine eigene Smartphone-App verfügt der Verein nun.


Die 55 Vereinsmitglieder im Landgasthof Helminger gedachten zunächst der im vergangenen Vereinsjahr verstorbenen Mitglieder. Wie Quentin berichtete, hatte der Verein zum Jahresbeginn 2020 insgesamt 1358 Mitglieder.

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Die Fertigstellung der neuen Tribüne am Sportplatz zählte zweifellos zu den erfolgreichsten Ereignissen des vergangenen Jahres. »Mit großer Zuversicht und unbändigem Engagement habt ihr uns von dem Projekt Tribünenbau überzeugt, und nun können wir großem Stolz auf das Schmuckstück am Sportplatz blicken« lobte Quentin die Planungsgruppe um Fußball-Abteilungsleiter Sebastian Schallinger, die das Bauwerk innerhalb von 18 Monaten realisiert hatte.

Dass die Finanzen des Vereins bei diesem 75 000-Euro-Projekt niemals in Gefahr gerieten, war zahlreichen Gönnern und Sponsoren sowie Mitgliedern zu verdanken, die mit ihren Spenden und Arbeitsleistungen die Verbundenheit zum SVO einmal mehr unter Beweis stellten. Zudem erinnerte der Vorstand an das äußerst glücklich erreichte, dann aber überlegen gewonnene Relegationsspiel gegen den Abstieg in die A-Klasse (5:0 gegen den SV Leobendorf).

Stolz ging Quentin auf den ersten Start einer SVO-Aktiven im Biathlon-Weltcup ein. Kurz vor Weihnachten durfte Marion Deigentesch erstmals in Le Grand Bornand (Frankreich) Weltcupluft schnuppern. Ein von den SVO-Langläufern erstelltes Glückwunsch-Video schaffte es in Ausschnitten sogar in die Vorberichterstattung auf die Wettkämpfe ins ZDF.

Aber auch sonst war einiges im Vereinsleben geboten. Die Tischtennisabteilung zählt mit ihrer Jugendmannschaft in der Bayernliga zur Elite im südbayerischen Raum. Außerdem bestimmen die Langläufer mit dem unermüdlichen Trainingseifer die Ergebnislisten der regionalen und überregionalen Wettkämpfe mit. Die Volleyballdamen kämpfen um den Wiederaufstieg in die Bezirksklasse und bei Yoga, Zumba & Co. wurde das Kursangebot nochmals attraktiver gestaltet. Außerdem treffen sich die Stockschützen, die Gymnastikdamen und die Turnkinder wöchentlich zu ihren sportlichen Aktivitäten.

Einen ausführlichen Einblick in die Vereinsfinanzen gewährte anschließend Kassiererin Birgit Fritzenwenger. In schriftlicher Form bestätigten die verhinderten Kassenprüfer Gabi Hofmann und Walter Neudecker eine einwandfreie Kassenführung.

Trotz ausgeglichener Finanzen stand eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge im Bereich der Erwachsenen auf 53 Euro und beim Familienbeitrag auf 95 Euro zur Abstimmung auf der Tagesordnung. »Der SVO bewegt sich mit den vorgeschlagenen, moderaten Erhöhungen im Vergleich mit anderen Sportvereinen noch immer am unteren Niveau«, rechtfertigte Quentin die Erhöhung. Höhere Ausgaben des täglichen Vereinsbedarfs und gleichzeitige Vorgaben von Sportverbänden würden zu einer Erhöhung zwingen. Auch hier zeigte sich die Versammlung ohne Gegenstimme zustimmend.

Wenngleich die Finanzierung der Tribüne kostenneutral für den SVO einherging, so lagen die Ausgaben doch etwa 15 000 Euro über dem Versammlungsbeschluss von 2018, der eine Kostenobergrenze von 60 000 Euro vorgesehen hatte. Auf Vorschlag von Quentin stimmte die Versammlung den um 15 000 Euro erhöhten Ausgaben für den Tribünenbau zu.

Zweiter Bürgermeister Norbert Schader lobte im Namen der Marktgemeinde Teisendorf auch Kassierin Birgit Fritzenwenger, die vergleichsweise Finanzen eines mittelständischen Betriebes einwandfrei verwalte. Er lobte den SVO für die verlässliche Partnerschaft mit der Marktgemeinde und zeigte sich vor allem von der hervorragenden Jugendarbeit begeistert. Eine Ehrung für 25-jährige Vereinstreue erhielten Eduard Berger und Raphael Omelanowsky.

Im Rahmen von »Wünsche und Anträge« ergriff SVO-Urgestein Stefan Fritzenwenger das Mikrofon. Die JFG Teisenberg, die den SVO mit dem TSV Teisendorf in der Fußball-Nachwuchsarbeit verbindet, stehe nach dem Rückzug von Reinhard Köck ohne Vorstand da. Sollte in nächster Zeit kein Kandidat gefunden werden, drohe der JFG mittelfristig die Auflösung. Fritzenwenger appellierte an die Versammlung, über mögliche Persönlichkeiten nachzudenken. Eine Auflösung der JFG wäre eine dramatische Entwicklung für die Nachwuchsarbeit in der Gemeinde.

SVO-Medienbeauftragter Martin Emig stellte in einem kurzweiligen Vortrag die neue, vereinseigene Smartphone-App vor. Diese hat der SV Oberteisendorf als erster Verein in der Region zunächst für eine Testphase von einem knappen Jahr mit einem Mannheimer Webbüro aufgesetzt. Eine Vereins-App biete Möglichkeiten, zum einen das Interesse am Vereinsgeschehen, zum anderen aber auch die Social-Media-Bedürfnisse zu bedienen, betonte Emig. Zu finden ist die App in den jeweiligen App-Portalen unter dem Namen »SV Oberteisendorf 1964«. fb

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