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Bei den Weltcup-Vorbereitungen voll im Plan

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Auf gute Bedingungen vor wieder zahlreichen Zuschauern – auch an der Strecke – hoffen die Organisatoren des Biathlon-Weltcups in Ruhpolding auch im Januar 2017. (Foto: Weitz)

Nur noch etwas mehr als eine Woche, dann beginnt in Östersund die Saison im Biathlon-Weltcup. Bis der Weltcup dann in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena gastiert (10. bis 15. Januar 2017), ist zwar noch etwas Zeit. Doch die Vorbereitungen in der Arena laufen bereits auf Hochtouren.


»Das ist sowieso eine ganzjährige Sache«, erläutert Stadionleiter Engelbert Schweiger, »spätestens im April oder Mai beginnen die konkreten Planungen.« Vor wenigen Tagen fand bereits eine Sitzung der zuständigen Bereichsleiter im Weltcup-Organisationskomitee statt. Neu waren hier unter anderem vertreten Priska Abb als neue Leiterin der Polizeiinspektion bzw. Polizeistation Ruhpolding sowie für den DSV Florian Kurz, der Nachfolger von Thomas Pfüller im Amt des DSV-Generalsekretärs.

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Auch im Stadion tut sich bereits einiges: Es haben die ersten Zeltaufbauten begonnen, erste Container (für Räume und Toiletten) wurden angeliefert. »Auch der Aufbau für den Zuschauerübergang und die Überführungsbrücke für die Zuschauer beim Fischer-S haben bereits begonnen«, so Schweiger.

In Sachen Stadionaufbau setzen die »Macher« des Ruhpoldinger Weltcups wieder auf das vor zwei Jahren erstmals angewendete Konzept. »Hier gibt es nur geringfügige Anpassungen, denn mit dem neuen Konzept sind wirklich alle Seiten sehr glücklich«, freut sich der Stadionleiter.

Sogar das Wetter hat schon mit den »Vorbereitungen« begonnen: Zuletzt waren zeitweise die Strecken im Stadion bereits vom Schnee »leicht überzuckert«, und sogar die Beschneiungslage konnte bei Temperaturen im Grenzbereich einem Funktionstest unterzogen werden. Da nun jedoch mildere Temperaturen erwartet werden, bleibt der »übersommerte« Schnee im Depot.

»Da waren wir am 27. Dezember noch 'grün'«

Da meist im Dezember einige Tage zur Beschneiung zur Verfügung gestanden hatten, hatte man meist im November den »übersommerten Schnee« aus dem Depot auf die Strecken aufgetragen. Im vergangenen Jahr »waren wir aber am 27. Dezember noch 'grün'«, erinnert sich Schweiger – und das Depot fast leer. Da man auch noch – wegen des dortigen Schneemangels – den Weltcup von Oberhof übernahm, wurden am 29. Dezember die ersten Schneetransporte eingeholt. »Da geht nochmals ein großer Dank an Reit im Winkl, Hochfilzen und Unken (dort wurde Schnee extern produziert)«, betont er.

»Wir haben gute Kontakte nach Oberhof. Dass sie ihren Weltcup abgeben mussten, ist das Schlimmste, was einem als Veranstalter passieren kann. Heuer klappt es bei ihnen hoffentlich wieder.« »Das war schon eine außergewöhnliche Leistung aller Mitarbeiter bei uns, dass wir gleich zwei Weltcups bewältigen konnten«, lobt er nochmals alle Helfer.

Derzeit sind im Schneedepot nach ersten Schätzungen wohl über 7000 Kubikmeter übrig. »Das ist ein ähnliches Ergebnis wie in den Vorjahren, der Verlust liegt immer zwischen 20 und 30 Prozent«, freut sich Schweiger über diesen guten Wert.

Ausgebracht werden soll das Weiß aus dem Depot erst dann, »wenn wir eine Großwetterlage haben, die eine durchgängige Beschneiungstemperatur bietet«, so Schweiger. Dann nämlich kann das Depot wieder gefüllt werden. Da heuer erstmals vier statt zwei Schnee-Erzeuger zur Verfügung stehen, »können wir das in der Hälfte der Zeit auffüllen«, so der Stadionleiter.

So dürfte in Sachen Schneesicherheit alles passen. Auch der bisherige Kartenvorverkauf stimmt den Stadionleiter zuversichtlich. »Wir haben bisher ein höheres Interesse als beim vergangenen Weltcup und sowieso ein höheres als im Jahr 2015«, freut er sich. Das liege wohl auch am Programm mit den zuschauerfreundlichen Anfangszeiten, vermutet er.

Denn nach der Eröffnungsfeier am Dienstag, 10. Januar, 19.30 Uhr im Champions-Park folgen am Mittwoch, 11. Januar (Männer), und am Donnerstag, 12. Januar (Frauen), jeweils ab 14.30 Uhr die beliebten Staffel-Wettbewerbe. Am Freitag, 13. Januar, 14.45 Uhr (Männer) und Samstag, 14. Januar, 14.30 Uhr (Frauen) stehen die Sprints auf dem Programm. Den Abschluss bilden am Sonntag, 15. Januar, die Verfolgungsläufe der Männer (11.30 Uhr) und Frauen (14.45 Uhr).

Skilangläufer eröffnen die Schnee-Wettkämpfe

Die ersten Wettkämpfe in der Chiemgau-Arena sollen übrigens heuer am Wochenende 16. bis 18. Dezember ausgetragen werden: Da steht der Deutschlandpokal der Skilangläufer auf dem Programm.

Und für den Weltcup sollen die deutschen Athleten natürlich möglichst mit guten Leistungen Werbung betreiben: Nach dem Auftakt in Östersund (Schweden) folgen Pokljuka (ab 6. Dezember), Nove Mesto (ab 13. Dezember) und Oberhof (ab 2. Januar), ehe es in der Chiemgau-Arena zur Sache geht.

Wenn man dann den Sportlern vor großer Zuschauerkulisse gute Wettbewerbsbedingungen bieten kann, können die »Macher« der Veranstaltung sehr zufrieden sein. Kurze Zeit später beginnen sie bereits mit den Planungen für den Weltcup 2018 ... who