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Bayerisches Trio mit deutlicher Steigerung

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Er ließ in Kasachstan zahlreiche Konkurrenten hinter sich: der Schlechinger Günther Bauer. (Foto: Weitz)

Die bayerischen Eisspeedwaypiloten kommen in der Einzel-Weltmeisterschaft immer besser in Schwung. Beim Grand Prix V und VI in Almaty (Kasachstan) holten Günther Bauer (Schleching), Max Niedermaier (Edling) und Hans Weber (Schliersee) jeweils ihre beste Punktausbeute im Saisonverlauf.


Ein wenig begünstigt wurde die Bilanz zwar dadurch, dass Ex-Weltmeister Daniil Iwanow (Russland) gleich in seinem ersten Rennen stürzte und dann verletzt ausfiel. Dennoch: Dass Bauer (6. und 7. der Tageswertungen) im Grand Prix VI sogar im Rennen gegen Dinar Walejew (Russland) vorne lag und an beiden Tagen einen Platz im Halbfinale erkämpft hätte, war schon ein hervorragendes Ergebnis.

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Nebel verhindert Halbfinals im GP V

»Hätte« deshalb, weil im GP V nach den Vorläufen das Rennen wegen Nebels abgebrochen werden musste. So konnten die acht punktbesten Fahrer keine zusätzlichen Zähler mehr in Halbfinals und im Finale holen. So bedeuteten die 15 Punkte von Igor Konjonow, der alle fünf Vorläufe zu seinen Gunsten entschieden hatte, das Punktemaximum vor seinem Landsmann Dimitri Koltakow und Titelverteidiger Dimitri Khomisewitsch.

Tags darauf gewann der groß auftrumpfende Konjonow neben den fünf Vorläufen auch sein Halbfinale und den Endlauf. So sammelte er 21 Zähler und rückte in der WM-Gesamtwertung bis auf zwei Zähler an den führenden Dimitri Koltakow heran.

Günther Bauer verfehlte hier in seinem Halbfinale durch eine Disqualifikation die Chance auf weitere Punkte. Dennoch konnte der 45-Jährige auch mit dem GP VI (7. Platz) hochzufrieden sein.

Das galt auch für Hans Weber, der hier sechs Punkte holte und damit heuer sein bestes WM-Ergebnis verbuchte. Auch die vier Zähler des Vortages waren schon eine Steigerung für den Schlierseer.

Schon bei den ersten WM-Stationen hatte sich Max Niedermaier gut präsentiert. Mit 6 Punkten im GP V und 5 im GP VI sammelte er diesmal beachtliche 11 Zähler.

Als Fünfter des ersten Tages und sogar Vierter des zweiten Tages war es wieder der Saalfeldener Franz Zorn, der den überlegenen russischen Piloten Konkurrenz machte. Dass der Saalfeldener im GP VI sogar Zweiter seines Habfinals wurde und damit in den Endlauf einzog, macht besonders viel Mut für die anstehenden GP-Wettkämpfe in Berlin (4./5. März) und Heerenveen (1./2. April).

Da sich auch sein Landsmann aus Pfaffenschlag (Niederösterreich), Harald Simon (8. und 10. Platz in Almaty) wieder seiner Bestform nähert, dürfen sich die Österreicher auch beim Team-WM-Finale in Inzell (10. bis 12. März) gute Chancen auf einen Spitzenplatz ausrechnen.

Deutsche Piloten wollen in Inzell gut mithalten

Dies gilt – neben den favorisierten Russen – auch für die starken schwedischen Fahrer. Doch nun hat auch das deutsche WM-Trio bewiesen, dass es beim Team-Finale in der Max-Aicher-Arena sicher ein Wörtchen um die Vergabe der vorderen Ränge mitreden kann.

Der WM-Zwischenstand (Tagespunkte von Almaty in Klammern): 1. Dimitri Koltakow 105 (14 + 19) Punkte; 2. Igor Konjonow 103 (15 + 21); 3. Dimitri Khomisewitsch 94 (13 + 15); 4. Dinar Walejew, alle Russland 77 (12 + 13); 6. Daniil Iwanow, Russland 56 (0 + nicht angetreten); 7. Stefan Svensson, Schweden 44 (7 + 11); 8. Günther Bauer, Schleching 42 (10 + 10); 9. Ove Ledström, Schweden 32 (9 + 8); 10. Nikolaj Krasnikow, Russland 28; 11. Max Niedermaier 27 (6 + 5); 12. Harald Simon, Österreich 25 (8 + 5); 13. Niklas Svensson 25 (2 + 0); 14. Jimmy Olsen, beide Schweden 20; 15. Nikita Toloknow, Russland 19: 16. Hans Weber, Schliersee 15 (4 + 6); 17. Jan Klatovsky, Tschechien 14 (4 + 4); 18. Wladimir Tscheblakow, Kasachstan 7 (3 + 4); 19. Artem Akulow, Russland 6; 20. Pawel Nekrassow, Kasachstan 5 (2 + 3); 21. Michail Litwoniw, Russland 1. who