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Bauer und Pletschacher zuversichtlich

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Sie freuen sich auf den WM-Start: Günther Bauer (links) und Stefan Pletschacher. (Foto: Weitz)

Ab jetzt geht es zur Sache: Mit dem Grand Prix I am morgigen Samstag und II (Sonntag) in Krasnogorsk (Russland) beginnt die Eisspeedway-Weltmeisterschaft. Deren letzte Rennen (GP IX und X) finden ja am Wochenende 19./20. März in der Inzeller Max-Aicher-Arena statt.


Und bis dahin wollen die zwei heimischen Fahrer Günther Bauer (Schleching) und Stefan Pletschacher (MSC Ruhpolding), die fix in der WM-Serie dabei sind, schon möglichst viele Punkte gesammelt haben. Zwar dürften die ersten fünf Plätze der Gesamtwertung wieder an die fünf fest an der WM beteiligten russischen Fahrer gehen, doch dahinter wird es spannend. Vor allem dem Österreicher Franz Zorn (Saalfelden), der im Vorjahr als Gesamtsechster bester nicht-russischer Pilot war, wird hier ein Spitzenplatz zugetraut.

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Heimisches Duo will sich verbessern

Guten Mutes geht auch das heimische Duo an den Start. Routinier Bauer überzeugte zuletzt auch beim internationalen Testrennen in Weißenbach (Österreich). Dort lief es zwar für Pletschacher nicht nach Wunsch, doch insgesamt konnte der 37-Jährige schon nach der WM-Qualifikation feststellen: »Die Form passt, das Material auch.« Im Vorjahr hatte er insgesamt den 16. WM-Platz erkämpft, nun hofft der Pilot des Teams Stahlwerk Annahütte, sich in der Reihenfolge noch etwas nach vorne schieben zu können.

Bauer war WM-Elfter geworden, ein Platz unter den besten Zehn scheint da schon möglich. »Ich denke, dass alles gut passt«, freut er sich schon auf den WM-Auftakt in der Nähe von Moskau.

Dort trifft er am Samstag in seinem ersten Lauf gleich auf Vizeweltmeister Daniil Iwanow (Russland), den in der WM-Qualifikation eminent starken Österreicher Manfred Seifter und Niklas Svensson, Sohn des schwedischen »Altmeisters« Stefan Svensson.

Pletschachers erster Auftritt erfolgt gegen den WM-Vierten Igor Konjonow, den Schweden Daniel Henderson und seinen »Erzrivalen« Jan Klatovsky (Tschechien). Den Abschluss der ersten vier Läufe macht ein bärenstarkes Quartett: Der WM-Siebte Stefan Svensson (Schweden) tritt gegen den WM-Dritten Dimitri Khomisewitsch (Russland), den WM-Sechsten Franz Zorn sowie Nikolaj Krasnikow an. Krasnikow erhielt die Veranstalter-Wildcard. Der Rekordweltmeister hatte 2012 – nach seinem achten Titelgewinn in Serie – seine WM-Karriere beendet. Doch er fährt weiter in der russischen Meisterschaft, in der er auch heuer wieder den Titel holte. Dabei ließ er unter anderem Weltmeister Dimitri Koltakow und WM-Vize Daniil Iwanow hinter sich.

Für Bauer und Pletschacher geht es eine Woche später in Togliatti (Russland) bei der Team-Weltmeisterschaft zur Sache. Dort ist dann auch der Edlinger Max Niedermaier mit am Start.

Auf dem Weg nach Togliatti (ungefähr 1000 Kilometer von Krasnogorsk entfernt) »werde ich noch ein paar alte Spezl in Saransk besuchen«, freut sich Bauer. Für ihn und Pletschacher geht es von Togliatti dann wiederum weiter zum nächsten Grand Prix nach Almaty (Kasachstan/20./21. Februar). »Das wird dann schon eine abenteuerlichere Reise« weiß Bauer.

Max Niedermaier und Luca Bauer bei der EM

Niedermaier hingegen reist von der Lada-Stadt dann nach Ufa (Russland), wo – zeitgleich mit dem Grand Prix III und IV – die Europameisterschaft stattfindet. Bei dieser ist auch Günther Bauers Sohn Luca mit am Start. »Da muss er praktisch alleine zurechtkommen, nur ein Mechaniker von mir unterstützt ihn dort«, so der Routinier über den 17-Jährigen.

Danach geht es für alle heimischen Piloten egal ob bei WM oder EM – wieder nach Hause. Und dabei wollen sie möglichst viele gute Ergebnisse »im Gepäck« haben. who