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Bauer stark und Pletschacher verletzt

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Er zeigte, dass er für die Eisspeedway-WM bereits gut gerüstet ist: der Schlechinger Günther Bauer. (Foto: Weitz)

Die heimischen Eisspeedway-Asse scheinen für die WM-Saison gut gerüstet zu sein. Beim internationalen Rennen des MSC Steingaden musste sich Günther Bauer (Schleching/14 Punkte) als Zweiter nur dem bärenstarken Saalfeldener Franz Zorn (15) beugen, Dritter wurde Max Niedermaier (Edling/13). In Vallis Champex Lac (Schweiz) feierte Günther Bauer sogar den Gesamtsieg. Überschattet aber wurde das Rennen in Steingaden von einer Schulterverletzung von Stefan Pletschacher (Ruhpolding), für den die Saison nun vorzeitig beendet ist.


Punktgleich mit dem Österreicher Charly Ebner (je 11) war Stefan Pletschacher auf dem fünften Rang gelandet. Er verwies Tobias Busch (Stralsund) und Markus Jell (Altfraunhofen/je 9) auf die Plätze 6 und 7. Achter wurde der Österreicher Josef Kreuzberger vor Sebastian Gegenbauer und dem Schlierseer Hans Weber (je 7), bei dem es nicht so gut wie gewohnt lief. Hinter Erwin Schuster (Österreich/6) wurde Günther Bauers Sohn Luca (4) Zwölfter. Nicht am Start war – wie zunächst vom Veranstalter angekündigt – der Inzeller Franz Mayerbüchler, es gab auch keine Qualifikationsläufe, weil nur 15 Piloten mitfuhren.

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»Das war ein tolles Rennen, auch die Zuschauerzahl war sehr gut«, freut sich Günther Bauer. Der 45-Jährige hatte in Steingaden lediglich im vorletzten Lauf etwas Probleme, »und den Sonderlauf bin ich dann nicht mehr gefahren. Aber jetzt passt auch mit dem Motor wieder alles«, freut sich der Schlechinger, zumal »Franz Zorn und ich wirklich stark unterwegs waren, so kann es weitergehen.«

Nicht weitergehen kann es bei Stefan Pletschacher. Nach Günther Bauers Verzicht auf den Sonderlauf rückte der 38-Jährige in dieses Rennen auf – mit fatalen Folgen. Er verpatzte den Start, »dann wollte ich innen an Charly Ebner vorbei, aber mir ging der Platz aus. Das war ein blöder Fahrfehler, und ich bin voll auf die rechte Schulter gefallen«, berichtet er. Die Folge: Er zog sich eine Schultereckgelenkssprengung zu und Bänderrisse. Bereits am heutigen Mittwoch wird er in Trostberg von Dr. Markus Lorenz operiert, »und in gut sechs Wochen ist alles wieder zusammengewachsen. Aber da ist die Saison dann gelaufen«, ärgert er sich.

Nicht so gut wie erhofft lief es diesmal bei Luca Bauer, der 18-Jährige »ist wohl im Moment ein bißl zu nervös – beim Training in Schweden hatte er fast mein Tempo. Aber das kommt schon noch«, so Günther Bauer.

Richtig begeistert ist er auch von der ersten Rennauflage in Vallis Champex Lac. »Dort ist ein zugefrorener See auf 1500 Metern in den Bergen an der französischen Grenze, da hat man eine herrliche Aussicht. Und die Zuschauerzahl war auch sehr ordentlich«, lobt er. Der 45-Jährige gewann in der Schweiz klar vor Josef Kreuzberger und Max Niedermaier, Fünfter wurde Luca Bauer.

Für Luca Bauer geht es am kommenden Wochenende mit den Rennen in St. Johann/Pongau (Samstag) und Weißenbach (Sonntag) weiter. Günther Bauer dagegen fliegt bereits heute nach Russland: Dort bestreitet er am Wochenende in Ufa ein Rennen der russischen Super-Liga, ehe am Wochenende 4./5. Februar mit dem Grand Prix in Togliatti (Russland) die Einzel-WM beginnt.

Für diese fühlt sich Bauer nun gut gerüstet. Die Form stimmt, und vor allem konnte er heuer – im Gegensatz zu den vorherigen Wintern – endlich einmal wieder in mehreren Vorbereitungsrennen Fahrpraxis sammeln. »Das ist wichtig, denn selbst das schlechteste Rennen ist immer noch eine bessere Vorbereitung als das beste Training«, betont er. Dann sollten ja gute Rennen erst recht hilfreich sein ... who