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Bangen um die Qualifikation

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Jetzt haben die Eisspeedway-Piloten und der Weltverband FIM ein echtes Problem. Der Verband hatte ja den Fahrern »eingebrockt«, dass es statt drei WM-Qualifikationsrennen nur noch eines gibt und sich statt gut 50 nur noch 16 Fahrer um sieben WM-Plätze bewerben können. Sieben Piloten hatte der Weltverband ja anhand der Ergebnisse der WM 2012 bereits gesetzt.


Doch nun musste diese einzige WM-Qualifikation auch noch abgesagt werden. In St. Johann/Pongau führte nämlich der Wärmeeinbruch der vergangenen Tage dazu, dass man auf der Natureisbahn für die Qualifikation am 19. Januar nicht genügend Eis zur Verfügung hat.

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Max Niedermaier (Edling), neben Günther Bauer (Schleching) vom deutschen Verband für die Qualifikation benannt, hatte schon zuvor gefragt. »Was machen die, wenn es zu warm wird?«

Seine Befürchtungen haben sich bestätigt, und nun muss schnell gehandelt werden. »Nikolaj Krasnikow hat mich heute angerufen. Er hat gesagt, die Russen würden der FIM anbieten, die Qualifikation in Samara auszutragen«, berichtet Günther Bauer. Der achtmalige Weltmeister Krasnikow hat seine Karriere mittlerweile beendet und ist nun als Sportfunktionär, aber auch als Trainer in Russland tätig.

Die Zeit drängt, weil bereits am Wochenende 25./26. Januar die Team-WM in Sanok (Polen) auf dem Programm steht und am ersten Februar-Wochenende in Krasnogorsk (Russland) der erste WM-Lauf (Grand Prix I und II).

Sanok kommt wohl eher nicht für die WM-Qualifikation in Frage: »Die haben schon für die Team-WM kein besonders gutes Eis hingebracht, für noch eine Veranstaltung mehr ist das unrealistisch«, so Bauer. Der Ex-Vizeweltmeister weiß aber auch, dass eine WM-Qualifikation in Samara für alle Fahrer (außer den russischen) problematisch ist: »Das liegt gut 1000 Kilometer hinter Moskau. Eine Woche danach musst du in Polen antreten, wieder eine Woche danach in Krasnogorsk, das ist schon brutal, schließlich haben ja auch die Mechaniker und Helfer von uns nur einen begrenzten Urlaub«, so der 41-Jährige.

Bauer selbst hatte zuletzt mit einer Grippeerkrankung zu kämpfen, »aber jetzt bin ich wieder halbwegs fit«, zeigt er sich erleichtert. Mit gemischten Gefühlen sieht er dem für den kommenden Sonntag geplanten Rennen in Weißenbach (Österreich) entgegen. Einerseits wäre es für alle Piloten wichtig, vor der WM-Qualifikation wenigstens einen Wettkampf bestritten zu haben. Andererseits befürchtet der Schlechinger, der schon seit Jahren in Reit im Winkl wohnt, aber schlechte Bedingungen. »Der Veranstalter hat mir zwar zugesagt, dass man dort gutes Eis hat, aber bei der Wärme der vergangenen Tage kann ich mir das nicht richtig vorstellen.« who