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Balogh wieder weg: Er kehrt zur U 19 zurück

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David Balogh ist nicht mehr Cheftrainer des Fußball-Landesligisten SB Chiemgau Traunstein. Er ist künftig wieder nur mehr für die U 19 des Vereins zuständig. (Foto: Weitz)

Schon wieder eine Kurskorrektur beim SB Chiemgau Traunstein! Nach den drei Auftaktniederlagen in der Fußball-Landesliga Südost ist der bisherige Chefcoach David Balogh sowie sein Trainerteam ab sofort wieder nurmehr für die U 19 des Vereins zuständig. »Wir haben am Montagabend lange diskutiert und sind zu dem Entschluss gekommen, dass David sich ab sofort wieder nur auf die U 19 konzentrieren soll«, teilte der sportliche Leiter des SB Chiemgau Traunstein, Stefan Hafner, mit.


Sein Amtskollege Uli Habl ergänzte: »Nach dem missglückten Saisonstart mit der heftigen Niederlage in Landshut (0:8, Anm. d. Red.) sahen wir uns verpflichtet, die Situation neu zu bewerten. Die Doppelbelastung Erste Mannschaft und U 19 ist immens. Der Druck wird immer größer, sofern sich kein Erfolg einstellt. Und wir wollen David nicht unnötig verbrennen, dafür ist er uns aufgrund seiner Qualitäten einfach zu wichtig.«

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Einen Nachfolger für David Balogh, der ja erst vor wenigen Wochen Spielertrainer Yunus Karayün als Cheftrainer abgelöst hatte, gibt es noch nicht. »Wir hoffen, schnellstmöglich eine Lösung präsentieren zu können«, kündigte Hafner an. »Das wird jetzt aber auch nicht einfach werden«, betonte er. Habl betonte: »Erste Gespräche sind aber bereits angelaufen.« Und Hafner schob hinterher: »Wir brauchen jetzt einen resoluten Trainer, der mit der Situation umgehen kann.« Und die ist alles andere als prickelnd: Der SB Chiemgau kassierte in den ersten drei Spielen drei Niederlagen, kassierte dabei 0:14 Gegentore und findet sich damit am Tabellenende wieder. Dabei wollte man doch in dieser Saison in einem wesentlich ruhigeren Fahrwasser schwimmen. »Wir haben den Versuch mit einer Doppelfunktion gewagt, aber wir haben auch immer gewusst, dass Schwierigkeiten auftreten können, sollte die neuformierte Herrenmannschaft nicht zueinanderfinden und entsprechende Ergebnisse einfahren«, sagte Uli Habl.

Vorerst wird es erst einmal eine interne Lösung geben. Das Training am Montag leitete bereits Hafner zusammen mit Abteilungsleiter Michael Wirth, der ja auch Trainer der Zweiten Mannschaft ist. »Wir müssen jetzt alle zusammenhelfen«, sagte Hafner. Beim zweiten Heimspiel der Saison am Samstag um 18 Uhr gegen den FC Unterföhring wird es wohl auch noch »eine Übergangslösung geben«, so Hafner. Eben mit ihm, Habl und Wirth.

Klar ist: »Wir müssen schnell einen anderen Fußball spielen«, sagte Hafner, der mit den gezeigten Leistungen zuletzt nicht einverstanden war. Und deshalb werde man in der nächsten Zeit auch nicht mehr so viel auf die jungen Spieler bauen können. »Jetzt sind erst einmal die Seniorenspieler in der Pflicht«, machte Stefan Hafner klar. »Denn der Trainer ist nie allein an einer Situation schuld. Wir müssen uns alle an der eigenen Nase fassen.« SB