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»Bahnsportfamilie - gemeinsam in die Zukunft«

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Drei, die für das deutsche Team »durchs Feuer« gingen (von links): Teamkapitän Max Niedermaier, Hans Weber und Markus Jell holten bei der Eisspeedway-Team-WM in Berlin Bronze. Auch sie hoffen darauf, dass im Jahr 2021 wieder Eisspeedway in Inzell möglich sein wird. Foto: dpa

Ein herber Schlag war für die Landesgruppe Südbayern des DMV die kurzfristig wegen des Coronavirus nötige Absage der Eisspeedway-Rennen in Inzell. Die Vorbereitungen für das Abschiedsrennen von Günther Bauer (Schleching) sowie die Eisspeedway-WM-Rennen hatten bereits begonnen, zudem waren geschätzt rund 10 000 Karten für die drei Veranstaltungstage bereits verkauft worden.


Der Schaden für den Verein mit Sitz in Inzell ist enorm – doch die Macher blicken auch schon nach vorn: Unter dem Motto »Bahnsportfamilie – gemeinsam in die Zukunft« versucht die Landesgruppe nun, für 2021 das Legenden-Rennen zu Bauers Abschied sowie das »normale« Grand-Prix-Rennen wieder anzubieten. Der neue Termin steht bereits, vom 12. bis 14. März 2021 sollen in der Inzeller Max-Aicher-Arena die Motoren auf Hochtouren laufen.

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Aufruf an die Fans

Die Landesgruppe – der Zusammenschluss zahlreicher Motorsportclubs aus der Region – versucht, den Schaden aus diesem Jahr möglichst gering zu halten. »Nicht nur Ihnen, sondern auch der Region, der Gemeinde Inzell, den Hotels, der Gastronomie, dem Einzelhandel und auch uns selbst ist ein hoher finanzieller Schaden entstanden. Und genau aus diesem Grund heißt es jetzt in unserer großen Bahnsportfamilie zusammenzuhalten, damit auch in Zukunft wieder Eisspeedwayveranstaltungen in Inzell durchgeführt werden können«, wendet sich die LG Südbayern auf ihre Homepage an die Fans. Und betont: »Wenn jetzt alle Karteninhaber eine vollständige Erstattung des Kartenpreises in Anspruch nehmen würden, wäre das vermutlich unser finanzielles Ende für die nächsten Jahre.«

Daher wurde den Fans angeboten, dass ihre Tickets auch für das kommende Jahr ihre Gültigkeit behalten: »Sämtliche getätigten Bestellungen/Reservierungen werden von uns Eins zu Eins und ohne weitere Kosten für Sie für das Eisspeedwayevent 2021 übernommen.«

Fans, die dennoch eine Rückerstattung wünschen, sollten dem Verband ihre vollständigen Bankdaten übermitteln – und zwar bis spätestens Montag, den 13. April. Zudem sollten die Fans »die bereits versandten Tickets (Sitzplatztickets) zusammen mit dem Antwortschreiben« der Landesgruppe an folgende Anschrift zukommen lassen: DMV Landesgruppe Südbayern, Vorverkauf, Jahnstraße 21, 83342 Tacherting. Und: »Erst danach werden wir die Rückerstattung in Auftrag geben.«

Wichtig: Ab dem 14. April »ist kein Umtausch oder Rückerstattung der gekauften Karten mehr möglich«, betont die Landesgruppe.

Und darf sich über teilweise sehr positive Reaktionen freuen: Viele Kartenbesitzer – oder auch solche, die Stehplatzkarten reserviert haben – behalten immerhin ihre Tickets und sorgen so dafür, dass die Landesgruppe nicht gleich das Geld zurückerstatten muss. »Und manche schicken sogar die Karten zurück, ohne Geld zurückzufordern. Sie planen zum großen Teil dann sogar, fürs nächste Jahr neue Karten zu kaufen«, hat Bauer erfahren.

Dennoch muss die Landesgruppe mit einem hohen finanziellen Schaden rechnen. Der Verein hat daher sogar ein Spendenkonto eingerichtet unter: Spendenkonto - DMV Landesgruppe Südbayern e.V., VR Bank Rosenheim-Chiemsee; IBAN DE74 7116 0000 0205 7306  78; BIC: GENODEF1VRR.

So ist die Hoffnung groß, dass auch im kommenden Jahr die heimischen Eis-Stars sich im Rahmen der Grand-Prix-Wettkämpfe mit der Weltelite – darunter die russischen Stars um Titelverteidiger Daniil Iwanow – messen können. Und darauf, dass mit dem Legenden-Renne zu Ehren von Günther Bauer am Freitagabend bereits ein erster stimmungsvoller Höhepunkt gesetzt werden kann.

Dass die deutschen Fahrer auch gute Leistungen bringen können, beweisen sie in der abgelaufenen Saison unter anderem bei der Team-WM: Da holten sich der überragend auftrumpfende Hans Weber (Schliersee), der dem MSC Teisendorf angehörende Markus Jell (Altfraunhofen) sowie Max Niedermaier (Edling) WM-Bronze – und verfehlten Silber nur um zwei Zähler. Sie hoffen nun – wie auch die weiteren deutschen Piloten – darauf, sich Anfang 2021 bei der WM-Qualifikation möglichst einen fixen Startplatz für Inzell ergattern zu können. who

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