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Bärenstarke Traunreuter Judoka sind Meister

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Schwungvoll zum Erfolg: Manuel Scheucher (links) vom TuS Traunreut holte sich mit einer Kontertechnik den Sieg. (Foto: Wittenzellner)

Die Mission Titelverteidigung verlief erfolgreich: Der TuS Traunreut hat sein letztjähriges Husarenstück wiederholt und den Titel in der Bezirksliga geholt. Neben dem TuS waren das Judoteam Grafing und der JV Ammerland-Münsing angetreten, die SG Moosburg Erstplatzierter in der Bezirksliga Nord, hatte im Vorfeld abgesagt.


Alle Mannschaften kämpften mit Ausfällen und Verletzungsproblemen. Die Siemensstädter konnten die Aufstellungsprobleme aber am besten wegstecken und brachten eine schlagkräftige Truppe auf die Matte, die sich mit den beiden Kontrahenten bei rekordverdächtigen Temperaturen in der TuS-Halle im wahrsten Sinne des Wortes ein heißes, sportliches und allzeit faires Duell lieferte.

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Eröffnet wurde der Dreikampf mit dem Mattenduell Ammerland-Münsing gegen Grafing. Die Grafinger mussten mit einer dezimierten Mannschaft eine 4:6-Niederlage (Unterbewertung 40:54) gegen den Nord-Zweiten hinnehmen.

Dann griff der TuS gegen Ammerland-Münsing in das Geschehen ein – und erwischte mit zwei Niederlagen in den Leichtgewichten (66 kg) gleich einen denkbar schlechten Start. Ab dann war aber nur noch eine Mannschaft am Drücker: Das Team um die Betreuer Andreas Fraunhofer und Sebastian Krutzke, die beide selbst als Aktive im Schwergewicht die ersten Punkte holten, erkämpfte sich acht Siege in Folge. 8:2 (80:17) hieß es damit nach Siegen von Hannes Schleibinger und Georg Klumpner (beide 73 kg), Viktor Weberling und Michael Ehrenlechner (81 kg), Manuel Scheucher und Makss Vrublevkis. Insbesondere auch der Sieg von Weberling mittels eines Gegendrehers gegen Anders Chukolowski überraschte. Dass dieser Kantersieg der Mannschaft im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert war, sollte sich in der Endabrechnung noch zeigen.

Bei der lückenhaften Aufstellung des zweiten Traunreuter Gegners, dem JT Grafing war klar, dass dem Gastgeber des Ligafinales der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen war. Die TuS-Betreuer stellten daraufhin die Mannschaft um und gaben weiteren Sportlern die Chance, aktiv dabei zu sein. Dies ging teilweise zu Lasten des Ergebnisses, rückte doch beispielsweise Leichtgewicht Werner Schneider bis 90 kg hoch. Am Ende holten Tobias Brückner (66 kg), Krutzke, Fraunhofer (plus 90 kg, alle kampflos), Bieber (73 kg) die vier Zähler des TuS, der Rest ging an die starke junge Grafinger Truppe. 4:6 (Unterbewertung 40:60) lautete das Endergebnis der dritten Begegnung des Nachmittags.

In der Endabrechnung konnten damit alle drei Teams jeweils einen Sieg vorweisen, Traunreut holte aber 12:8 Einzelsiege vor dem Judoteam Grafing mit 10:10 und dem JV Ammerland-Münsing mit 8:12. Die Traunreuter konnten sich damit über den Meisterpokal aus den Händen des Ligabeauftragten Helmut Angerer (ASV Strub) freuen. »Den Finalerfolg haben wir im Sportheim anschließend gebührend gefeiert« betonte Traunreuts Zweiter Abteilungsleiter Bernd Röder.

Wie gut der Zusammenhalt im Traunreuter Team ist, zeigte sich auch daran, dass eine Reihe von Traunreuter »Judo-Urgesteinen« wie beispielsweise Dr. Felix Bieber und Georg Klumpner mit dabei waren und alle zusammen den Traunreuter Erfolg ermöglichten. In welcher Liga es beim TuS nun weitergeht, bleibt vorerst offen.

Die Bezirksliga gilt für junge Talente, aber auch so manchen alten »Mattenhaudegen« als ideale Liga, der erfolgreiche Einsatz so mancher Gastkämpfer spricht ebenfalls für einen Verbleib in der Bezirksliga. Andererseits reizt der wiederholte Erfolg doch zum Sprung in die Landesliga: »Gedanken über einen Landesligaaufstieg muss man sich schon machen«, war denn auch das Credo des zufriedenen TuS-Abteilungsleiters Volker Weberpals. awi