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»Aus sportlicher Sicht der wichtigste Termin«

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In Reit im Winkl präsentierten die Organisatoren jene Trikots, um die sich die Radrennfahrer bei der Bayern-Rundfahrt wohl spannende Rennen liefern werden: Rennleiter Ewald Strohmeier, Günther Reinelt (Süddeutsche Krankenversicherung), Josef Neumaier (Filialleiter VR-Bank Reit im Winkl), der Reit im Winkler Bürgermeister Josef Heigenhauser und Peter Streng, Marketing-Leiter des Veranstalters. (Foto: Ostermaier)

Genau 784 Kilometer werden sie in fünf Etappen quer durch Bayern zurücklegen, die 19 Mannschaften mit ihren insgesamt weit über 100 Profis, und dieses Etappenrennen ist das wichtigste Radsportereignis in Deutschland: die Bayern-Rundfahrt.


Die zweite und die dritte Etappe der bereits 35. Auflage dieses Rennradklassikers führen heuer auch in den Chiemgau: So steht am Donnerstag, den 29. Mai mit dem zweiten Renntag die Königsetappe auf dem Tourprogramm. Diese beginnt in Freilassing und endet nach genau 167 Kilometern auf der Winklmoosalm.

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Gleich am Tag darauf beginnt die dritte Etappe dann von Grassau aus und führt die Radprofis – darunter eine Fülle von Weltklassefahrern wie Jens Voigt – bis nach Neusäß.

»Ein idealer Termin«

Jetzt trafen sich in Reit im Winkl eine Delegation des Veranstalterteams und Unterstützer mit Vertretern der beiden Etappenorte Reit im Winkl und Grassau, um verkehrstechnische und organisatorische Details zu besprechen. Bekanntgegeben wurde in einer anschließenden Pressekonferenz aber auch, wie man mit einem umfangreichen Rahmenprogramm auf der Winklmoosalm bei diesem hochkarätigen Radrennen möglichst viel Zuspruch bei Sportinteressenten der Region gewinnen will.

»Wir haben mit dem Vatertag natürlich einen idealen Termin für die Bergetappe auf die Winklmoosalm«, erklärte anlässlich dieser Präsentation Ewald Strohmeier.

Seit vielen Jahren ist Strohmeier Rundfahrtleiter und führt einen Kreis von bis zu 100 Helfern an, die sich in einem Verein organisiert haben, um dieses Radrennen ehrenamtlich auf die Füße zu stellen. Damit die Veranstalter dem voraussichtlich hohen Publikumszuspruch gerecht werden können, wird an diesem Tag die Umlaufseilbahn die Besucher auf die Winklmoosalm befördern, dieser Shuttleservice wird kostenfrei angeboten.

Viel Aufwand betreiben die Veranstalter wie auch die Gemeinde Reit im Winkl mit dem Rahmenprogramm: So werden am Vormittag die Bayerischen Bergradmeisterschaften in allen Klassen ausgetragen, Ausrichter ist hier der RSV Traunstein.

Des Weiteren wird ein »Jedermann-Uphill-Rennen« für Mountainbike-Fahrer angeboten und in Zusammenarbeit mit der örtlichen Tourist-Info eine Fülle familiengerechter Angebote. Höhepunkt wird freilich die Ankunft der Radprofis sein, ab etwa 15 Uhr werden die ersten nach der vier Kilometer langen und bis zu 19 Prozent steilen Bergstrecke auf der Winklmoosalm erwartet.

Über die Hälfte der 18 Teams gehören zu den erfolgreichsten Rennrad-Mannschaften, die regelmäßig auch bei der Tour de France am Start sind.

Auch Degenkolbs Team dabei

Darunter beispielsweise das britische Team »Sky« oder die US-amerikanische Mannschaft »Trek factory racing« mit Jens Voigt, der als erfolgreichster Teilnehmer (neben Michael Rich) bereits dreimal die Bayernrundfahrt für sich entscheiden konnte. Vertreten sein wird nach derzeitigem Stand aber auch das Team Giant Shimano mit dem deutschen Juniorenweltmeister im Einzelzeitfahren John Degenkolb sowie das »Team NetApp - Endura«, ein deutsch-britisches Team, das seinen Hauptsitz in Raubling hat.

Angekündigt zu dieser Bayernrundfahrt, die längst auch international zu den renommiertesten Radrennen zählt, sind aber auch so klangvolle Namen wie der Schweizer Fabian Cancellara oder der Deutsche Linus Gerdemann, der mit Etappensiegen bei der Tour de France auf sich aufmerksam machen konnte.

»Wir sind sehr gespannt, wer die Bergstrecke auf die Winklmoos gewinnt, da kann man nichts prognostizieren«, erklärt der technische Leiter der Rundfahrt, Florian Strohmeier. »Diese Bergetappe jedenfalls ist für uns ein Glücksfall, da sie für viele Fahrer zu Beginn der Saison ein idealer Belastungstest ist«, so Strohmeier weiter, »mag schon sein, dass wir in den kommenden Jahren die Winklmoos öfter in die Tour aufnehmen werden«, erklärte der technische Leiter am Rande der Pressekonferenz.

Für den Reit im Winkler Bürgermeister Josef Heigenhauser, der sich beim Veranstalter um die Aufnahme von Reit im Winkl in den Kanon der Etappenorte bemüht hatte, ist der 29. Mai »aus sportlicher Sicht bestimmt der wichtigste Veranstaltungstermin in diesem Jahr.« Und: »In der gesamten Region ist man sehr bemüht, den Radsport – auch für Gäste – noch besser zu etablieren. Dass Grassau und Reit im Winkl Etappenorte sein dürfen, ist für uns dabei ein großer Glücksfall.« Ost