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Auftakt in Slowenien mit sechs Stützpunkt-Athleten

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Auch sie hofft auf einen guten Saisonstart im Continentalcup der Skilangläufer: Alexandra Danner vom Stützpunkt Ruhpolding. (Foto: DSV)

Mit sechs Athleten aus dem Stützpunkt Ruhpolding erfolgt der Auftakt der Skilangläufer im Continentalcup. In Pokljuka (Slowenien) werden Jakob Leismüller (SC Partenkirchen), Florian Knopf (SLV Bernau) und Anian Sossau (SCV Eisenärzt) bei den Männern die deutschen Farben vertreten, bei den Frauen sind dies Nadine Herrmann (Bockauer SV), Alexandra Danner (SC Lenggries) und Kim Hager (SC/TV Gefrees).


Da die Wettkämpfe in Slowenien noch nicht als Qualifikation für die Junioren-WM gelten, liegt der Schwerpunkt auf den älteren Athleten. So wird etwas die 18-jährige Sophie Lechner (TSV Marquartstein) noch pausieren.

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Kuchler soll später ins Geschehen eingreifen

Auch Jonas Schröter ist nicht am Start, und aus gesundheitlichen Gründen wird Albert Kuchler (SpVgg Lam) diesmal noch aussetzen. »Bei ihm hat sich eine Erkrankung länger hingezogen, daher soll er erst später ins Wettkampfgeschehen einsteigen«, erklärt Trainer Frank Nitsch vom Stützpunkt Ruhpolding. Zwar konnte Kuchler den letzten Vorbereitungslehrgang schon mitmachen, doch der Einstieg in die Rennen soll später erfolgen. »Er verpasst nichts, denn die Saison ist noch lang«, weiß Nitsch,

In Pokljuka steht am heutigen Samstag ein Sprint in Skating-Technik und am Sonntag ein Distanzlauf – ebenfalls im Skating – auf dem Programm. In Slowenien war zunächst zum Beginn der vorigen Woche Schnee aus dem Schneedepot aufgetragen worden, zuletzt kam auch neuer Kunstschnee hinzu.

»Ab Donnerstag konnten unsere Athleten da dann auch trainieren«, informiert der Trainer. Um sich schon zuvor auf Schnee vorbereiten zu können, waren die am Continentalcup beteiligten Sportler zuvor bereits in Obertilliach auf Schnee unterwegs.

Gute Möglichkeiten in Ruhpolding

Für diejenigen, die nicht am COC teilnehmen, ist seit dem gestrigen Freitag auch in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena ein Schneetraining möglich. Denn nachdem die rund 9000 Kubikmeter, die im Schneedepot übrig geblieben waren, aufgetragen waren, wurden inzwischen die Loipen auch präpariert.

»Das ist etwas eher als in den vergangenen Jahren, das freut uns sehr. Wir haben da jetzt gute Trainingsmöglichkeiten«, lobt er. Schließlich geht es am Wochenende 14./15. Dezember in Oberwiesenthal mit dem Deutschlandpokal los. Dabei wollen sich die Athleten des heimischen Stützpunkts möglichst für höhere Aufgaben empfehlen – vorausgesetzt, die Schneelage ermöglicht überhaupt Wettkämpfe. Doch inzwischen sieht es auch im Erzgebirge in dieser Hinsicht gut aus.

Nicht am Start in ihrer Heimatregion dürfte dann allerdings Nadine Herrmann sein, denn die 23-Jährige ist für den 14. Dezember beim Weltcup-Sprint in Davos (Schweiz) eingeplant. »Sie hat unseren Lehrgang in Muonio (Finnland, d. Red.) zwar nicht mitmachen können, weil sie noch einmal erkältet war, aber danach hat sie einige Zeit in Obertilliach trainiert, es ging schon wieder gut«, freut sich der 40-Jährige. »Jetzt ist sie soweit fit.«

Da die Saison eben sehr lang sei, seien die ersten Rennen der Saison nur bedingt aussagekräftig, weiß Nitsch, der mit Manuel Schnurrer am Stützpunkt den Anschlusskader betreut.

Ordentlicher Auftakt des Weltcup-Quartetts

Das Weltcup-Quartett des Stützpunkts habe sich insofern beim Auftakt am vergangenen Wochenende in Ruka (Finnland) durchaus ordentlich verkauft, betont Nitsch. Lucas Bögl (SC Gaißach) etwa war im Verfolgungslauf (mit Ausgangsposition nach dem Sprint) über 15 km Freistil bester Deutscher und hatte die 22.-beste Zeit. Dass er auf Rang 27 landete, lag daran, dass er im Sprint – wie auch seine Kollegen – schon etwas Rückstand hinnehmen musste.

Rang 33 gab es hier für Jonas Dobler (SC Traunstein), Rang 42 für Andy Katz (SV Baiersbronn). Auch auf der Strecke über 15 km in klassischer Technik (32. Bögl, 42. Dobler, 47. Katz) präsentierte sich das heimische Trio »ordentlich. Aber sie haben schon noch Luft nach oben. Schließlich ist der Formaufbau so gestaltet, dass sie erst zur Tor de Ski (28. Dezember bis 5. Januar) und zum Weltcup in Oberstdorf (25./26. Januar) in etwa ihre Bestform erreichen sollen«, erläutert Nitsch.

Das gelte auch für den vierten Mann aus dem Weltcup-Quartett des Stützpunkts, Thomas Wick (SCM Zella-Mehlis). »Er hatte vor den Rennen in Ruka kurz zuvor noch einige intensive Einheiten auf dem Programm, da hat ihm in Ruka noch die nötige Frische gefehlt.«

Erste Steigerung in Norwegen erhofft

Für das Weltcup-Quartett geht es am heutigen Samstag in Lillehammer (Norwegen) mit einem Skiathlon weiter. Dort soll es möglichst schon eine erste Steigerung geben, und bei den COC-Sportlern hofft man jetzt schon auf einen guten Saisoneinstieg. Sollte dieser noch nicht ganz wie gewünscht verlaufen, gilt auch für sie, dass die Saison noch lang ist.

Bis zum zweiten COC (19. bis 21. Dezember) sollte dann die Form aber schon verbessert sein, denn ab da geht es für einen Teil der heimischen Sportler um die Qualifikation zur Junioren-WM. who