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Aufsteiger zieht positives Fazit

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Fritz Gasser war in allen Saisonkämpfen eine wichtige Stütze für den TSV Teisendorf, der sich im ersten Jahr in der II. Bundesliga Süd gut verkaufen konnte und Vierter in der Endabrechnung wurde. (Foto: Wittenzellner)

Für den ganz großen Schlusswurf, dem »Saisonfinale-Ippon« hat es nicht gereicht: In der II. Bundesliga Süd mussten sich die Judoka des TSV Teisendorf als Aufsteiger am Ende mit dem 4. Platz abfinden. Traurig war aber keiner darüber, auch wenn der letzte Kampf im baden-württembergischen Backnang mit 5:9 (Unterbewertung 50:87) verloren ging.


Haben die Teisendorfer doch als Aufsteiger allen Grund dazu, die Saison als »gelungen und erfolgreich« zu verbuchen. Teisendorf hat sich einen Namen im Judo Mannschaftssport gemacht, der weit über die bayerischen Grenzen hinausgeht. »Wir haben uns Respekt und Achtung verschafft und insbesondere in den Heimkämpfen unser Publikum überzeugen können«, freute sich TSV-Abteilungschef Konrad Gasser. Zufrieden zeigte man sich auf der Gästeseite aber auch, weil die Kämpfer ausnahmslos nochmals ihr Bestes gaben und sich dafür ein Extralob von Coach Carsten Zillmer einhandelten: »Alle haben couragiert gekämpft. Ich habe allen Grund auf diese Mannschaft stolz zu sein.«

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Teisendorf stellte in diesem Kampf nicht in allen Gewichtsklassen die erste Riege auf die Matte und verzichtete auf die österreichischen Judoka. Trotzdem fuhr man mit einer schlagkräftigen Truppe zu dem kürzlich für vorbildliche Talentarbeit ausgezeichnete TSG Backnang, was gleich zum Kampfauftakt der in dieser Saison überzeugende Tristan Kuhlmann (60 kg) mit einem Ippon nach gut eineinhalb Minuten Kampfzeit unter Beweis stellte.

Nachdem Vitali Zeleznjak (bis 100 kg) und Robert Buendowski (plus 100 kg) relativ schnell verloren, lag es wieder an Fritz Gasser (66 kg) den Rückstand zu egalisieren. Der Vorteil dauerte indes nicht lange. Xaver Schwarz (73 kg) und der weit aufgerückte Trainer Herbert Kirchmaier (bis 90 kg) mussten sich ebenso beugen wie Philipp Ampletzer (bis 81 kg). Mit einem 2:5-Rückstand im Rücken waren für den zweiten Durchgang damit nur noch minimale Chancen auf den Gesamtsieg gegeben.

Nachdem Kuhlmann (60 kg) und Zeleznjak (bis 100 kg) jeweils Ippon punkteten, keimte kurzfristig nochmals Hoffnung auf. Es sollte aber mit Maximilian Haueis (73 kg) nur noch ein Sieg für die Gäste hinzukommen. Buendowski (plus 100 kg), Benedikt Schmid (66 kg) und nach harten Kämpfen Ampletzer (bis 90 kg) und Schwarz (73 kg) mussten die Punkte abgeben, sodass sich der Tabellenzweite mit 9:5 durchsetzen konnte.

»Jetzt schnaufen wir erst einmal richtig durch und bewerten die Saison in aller Ruhe«, betonte ein zufriedener Abteilungschef Konrad Gasser. »Was aber in jedem Fall schon jetzt klar ist: Der sportlich interessante, aber nicht ohne Risiken behaftete Aufstieg in Deutschlands zweithöchste Liga hat sich für uns als Verein und unsere Sportler gelohnt.« awi

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