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Aufschwung in Unterwössen

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Der neu gegründete Tennisverein Unterwössen möchte diesen Sport gerade Kindern und Jugendlichen nahebringen. Dafür stehen vor allem vier Personen (von links): Der junge Florian Sagstetter will diese Zielgruppe unmittelbar ansprechen. Sein Vater Michael Sagstetter leitet den Verein. Die Oberwössnerin Franziska König ist eine erfahrene Tennislehrerin und -trainerin. Herbert Janetzki kümmert sich als Schatzmeister um den finanziellen Hintergrund. (Foto: Flug)

Wenn auf der Unterwössner Tennisanlage am Streichenweg 80-Jährige mit Elan den Tennisball über das Netz treiben, ist das erfreulich, Ausdruck von Fitness und Beweglichkeit. Wenn es aber überwiegend 60-Jährige und Ältere sind, die dort auf den derzeit drei Plätzen ihren Sport treiben, dann besteht Handlungsbedarf.


Handlungsbedarf, dem Weißen Sport in Unterwössen eine Zukunft zu bieten, den sahen deshalb sieben Gründungsmitglieder, als sie im Januar den »Tennisverein Unterwössen e.V.«, einen gemeinnützigen Sportverein, ins Leben riefen, um den Tennissport in Unterwössen zu fördern. Da hatten sie darauf gehofft, im Frühjahr richtig »loslegen« zu können – doch dann brachte die Corona-Pandemie einen Rückschlag.

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Die Gründungsmitglieder kommen aus dem Umfeld von Herbert Janetzki, der schon seit einigen Jahren viel Herzblut in die Tennisanlage am Streichenweg steckt. Der Erste Vorsitzende ist sein Bruder, Michael Sagstetter. Gründer sind mit dem Vorsitzenden seine Familie mit Angela, Sebastian und Florian Sagstetter. Weiter gehören zu ihnen Dr. Frieda Jering, Benno Jering und Herbert Janetzki. Im Bestreben, den Sport um die Tennisanlage zu beleben, brachte das Corona-Virus einen erheblichen Rückschlag für die Ambitionen 2020. So planen die Mitglieder für das kommende Jahr, um besonders Tennissport für Jugendliche und Kinder voranzubringen. »Gerade für einheimische Kinder und Jugendliche bietet die zentral im Ort gelegene Anlage erhebliches Potenzial«, sind sich Sagstetter und Janetzki einig.

In einem Punkt ist der Verein bereits jetzt gut aufgestellt. Die Verantwortlichen gewannen als Tennislehrerin und -trainerin die Oberwössnerin Franziska König, die auch im Tennisclub Schleching unterrichtet. Franziska König spielt seit ihrem 14. Lebensjahr aktiv Turniere. Sie ist mit dem MTTC Iphitos München in der 2. Bundesliga vertreten. Ihr bestes Damen-Ranking war Platz 26. Franziska König hat die Lizenz als B-Trainerin. Derzeit zollt sie den Schutzauflagen um die Pandemie ihren Tribut und gibt nur Privatunterricht. Im nächsten Jahr möchte der Verein daneben Tennisunterricht für Kinder und Jugendliche anbieten. Auch für Erwachsene gibt es derzeit kein Vereinstraining.

Der Tennisverein hofft nun auf neue Mitglieder. Gerne sieht die Vorstandschaft auch Gäste auf der Anlage. Zudem hofft man beim Tennisverein, auch im Laufe der Zeit einen Betreiber für das Tennisheim zu finden. Wann der Verein so weit ist, dass man insbesondere durch die Nachwuchsarbeit auch einmal Mannschaften für den Spielbetrieb stellen kann, hängt von der künftigen Entwicklung ab.

Bisher steckten die Mitglieder viel Zeit und Geld in die Verbesserung der Tennisanlage. Als Platzwart haben sie Reinhard Drexl gewonnen. Eine telefonische Reservierung nimmt Übungsleiter Rolf Piepmeier, Telefon 0176/2435 1601 entgegen.

Ursprünglich war die Sportanlage am Sportplatz Heimat der Tennisabteilung im SV Unterwössen. Aus verschiedenen Gründen ging der Betrieb dort zurück. Wie SV-Vorstand Philipp Weißenbacher auf Nachfrage mitteilte, hat der Verein auf die Entwicklung reagiert und seine Tennisabteilung aufgelöst. Daher sind die Tennisspieler in die Nachbargemeinden ausgewichen.

So steht die Gemeinde Unterwössen hinter dem Neuanfang, die Anlage am Streichenweg zu beleben. Sie verpachtet sie dem neuen Verein und unterstützt ihn nach Kräften, wie Vorstand Michael Sagstetter und Schatzmeister Herbert Janetzki hervorheben. lukk

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